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Full text of "[Johann Gottfried Herder], Ueber die neuere deutsche Literatur. Zwote Sammlung von Fragmenten. Eine Beilage zu den Briefen, die neueste Literatur betreffend, Hartknoch, Riga 1767"

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(Eine Söeilage ja Den Briefen, Die neue ff * 

iifferatur Detreffenb. 


Swote Sammlung 

oon Svagmenteir; 

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3$omt>e» 


('TV* Fragmente follen nicht« min# 

Der, al« eine 5 ortfejjungOerJK.it? 

rerattirbriefe fepn: man Darfal# 
fo übet ihren ‘Sftel nicht cifdirect'en. (£$ 
jtnD beitrage, Beilagen ju Denselben, 
nach öen» @chlufj aller ihrer 24 ^hetle. 

tritt 2 Bcif »on 24 feilen, Daö Die 
Sitteratur eine« ganjen QJolfeö ju beut'# 
tbeilen fich übernahm, Da« in Diefem Ur# 
»heile, roietSato, bet; Den ©roßen ju# 
erfl anfing; Da« Die Slugcn bon ganj 
©etttfchlanD auf fich richtete, unD roa« 
noch mehr ifl, auch bi« an fein tünDe 
auf fich erhielt; Da« Den ©efdjmacf 
heffern wollte, unD ihn auch tnerflich 

St' 




gebejfett f)at: ein fo!cf)eö < 2Bcvf t>ecbien£ 
ja nacl) feiner QSoUenbung oorjüglid) 
ein ©enfrnal feiner QSerbienfh. 

3dj fejje mich alfo, ba ich 34 95 an* 
be burdjlaufen bin, auf ben lejfen 
©ranjjtein * nieber, ber mit ^blcn 
Don QJerbienften, unb ^Bemühungen; 
$ie unb ba aber aud) mit einigen Nullen 
menfd)lid)er Jebier pranget: ^iec fifee 
td) roic ‘DJiariud auf ben Drummern £aiv 
tbagoö, ba er bic (2cl)fcffaie JKomö unb 
^bonicicnö überbadjte, ober t roie ein 
alter eljrlicber “DJlarfgraf, ber über fein 
©eutfc&ed QJaterlanb benft. 

3cf> fc^e eine ©efellfcbaft SKcifenbe, 

mit unauöfpred)lid)en tarnen, mit. 
großen ^Berichten aus bem £anbd)en: 
fDeutfdjc Sltteratur! mit tDiemoirs, bie 
id) gerne in eine ©efd)id)te ber Sittera* 
tur oerroanbelt mijfen wollte. ‘SJIeine 
Smeifel# Jrag^unb €rflarung«fud)t— 
eher rühmlicher ju reben, meine ^a* 
trtotifdSe Sfteugierbe legt mir Jragen 

an 

“ ->/ I = I 

* öee 24* $Wt &cr Briefe, btt W SJUöiffce 

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att fte in ben 9)tunb — bielleidjt $ra# 
gen, wie jene eines? ©eutfdjen Slrabercf, 
Die hier unb ba ntdf)t füllten, unb nicht 
werben beantwortet werben. 

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3cb werfe mich inbeffen nicf)t ju ei# 
nem 9iid>ter im tarnen bess ^>ublifum 
auf, ein Slmt, woju id> mir nid)t 58e# 
ruf genug gutraue. Unpartbefifdh Fotin# 
te ich fepn, weil id) felbfl Weber unter 
ihrem Q3udjftaben beö Gebens 21. nod) 
unter bem Beidjen bee ^obeö geflan* 
ben: allein baö befie fehlt mir: ba$ 
9Jlilchhaör Fann mich nicht mehr begei# 
flern, ein ©aniel für bie ©ufanne ge# 
gen abgelebte ^ppoFritifdx dichter ju 
fepn? — 2BirFlicb ein SBeruf, bec 
heut ju ^age im J)veid)e ber £itteratur 
fo €anontfd) geworben ifl, al£ er unö in 
ber SStbel 2lpoEcyphifc!; bunFt. 

©aber ffreefe ich meine gfofeetf, unb 
fd)leidje gu ben s J3rwaturtheilern, um 
nichts mehr,|aI6 meine ©timme, ju ge# 

ben. 2lber warum beim am <2fn6e 

ber, ^Briefe ? ijt immer mifjlicb, 

f 3 einen 


* 




* 


«Inen berühmten Äunfiridjter über ein 
< 23 olf non Sd>riftfieHern in ber 9 \ebe 
jtoren. < 2Ö5ic gieng eß jenem ^etv 
jtteß, bn et bem Könige bet helfet egt* 
gegen tebete? ©ec göttliche Ulpffeß fA& 
tf)n grimmig An, unb brachte if>n burdj 
bie Statfe feine» £oniglid)en Sccpterß 
unb feiner ©rotjungen jum @tiUfd)toeü 
gen: „ba frummte t er feinen Svuifen, 
„ unb eine fjeijk $$rane entflof? feinem 
„ 2iuge; aber non bem golbnen Sceptec 
„ entfranb eine blutige Strieme auf bec 
„©cbulter: tiiebcrgcfdjlagcn fa§ er, 
„mit feigem Sintlijs, unb tvocfnetc feine 
„^brane; aber bie ©riechen, mitten in 
„ ifjrem 'iMfjnergnügen, fingen ^erjltd> 
„über i^n anju lachen.„ So fd)ilbert 
ferner * ben ^^cvfiteö; wer wollte aud) 
nur non weitem (ftcb jum «öcer (ttnfrec 
• ^berfitc in ©eutfcf)ianb gefellen? 

Slber nach geenötgtem tOevEe ttt* 
tljcile man; alßbcnn tritt ber unum* 
fchmnfte ©iftator felbft nocbieSdjran* 
t en alß Bürger; afßbettn mffcfjt fid? bec 

Schau* 


* J&omcf* Stia^C. 







* 


0 d)nufptder unter bie Bufdjauer, unb 
fjort bas tlctfecil beter am lieferten, bic 
maferetib ber 9 \ollc meber ftatfcfeen nod) 
pfeifen mod)ten; alsbentt ift bas Siegt)# 
ptifebe Sfcobtenurtfecil gercd)t, unb für 
bie SBaferfeeit ber ©efefeiefete nü^licfe, 
infonberfeeit wenn münbige QSerroanb# 
te leben, bie fiefe bertfeeibigen fonnen; 
alsbcnn fan man fügücfe ju 24 feilen 
Sitter aturbriefc einige fleine Beilagen 
macfeen. '■ : 

Slfeer feinen blofjen Slusjug! (Diefcr 
tft für bie ! riefet, bie aus bem SRealre# 
giftet fiel) ein Coüeftanecnbucb mad)ett 
wollen; aber für mid) mirftid) (efemer, 
unb in ber ‘Slfeat aud) naefetfeeilig. 
3uftinu6 fpielte betilLrogue unb '(Du# 
gence ben (EeSfus burd) SluSjüge in ben 
§lu§ ber < 33 ergeftenfeeit, unb unfer 
©eutfebes ^ublifum brauefet bie Sitte# 
raturbriefe notfe redjt fefer, fo m jte 
ba finb. 

3cfe miU miefe bleS, naefe iferem Seit# 

fabeti bon ber Sittevatut meinet £Sa# 

* a. ter# 







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rerlanbeS unterrichten, unb ein ©emal# 
be betreiben in ben lejten 6 3dfjren, int 
©chatten entwerfen. 36 weif;, bieS 
©emalbe wirb einigen Eleinlid), anbern 
bunfel, ben übrigen fo ungeheuer öor# 
fommen, als jene ©tatuc ber -Biineroe, 
bie Pbiötas für bic «£>6hc bes Jlltars 
gemacht hatte, bent Sithenienfifchcn 
Sßolfe unten am 55oben norfam. 3bn 
wollte man peinigen, unb baß unerfahr# 

tic, aber reijenbe 53ilb bes 2llfameneS 
behielt ben ^reiS, bloö weil es ihnen 
bejfcr in bie Slugen fiel. 

36 fammle bie ?(nmerfungen bec 
Q3riefe, unb erweitere halb ihre 2luS# 
fichtcn, balb jiehc i6 fie jurücf, ober 
lenfe fte feitwartS. 36 jerftücfe unb 
nahe jufamtnen , um oiellcid)t b«S be# 
weglid)e ©an je eines %tntinS ju t>er# 
fertigen, ©aju habe i'6 Freiheit, wie 
id) glaube: benn wenn bie Briefe ftd) 
burch bas ftruchtlanb anberer ( 2ßegc 
bahnten, fo f ann t'6 ja jum QSortheil beS 
^eflhers biefen SEßeg wieber überpflü# 

d«n. 


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gett. < 2Bcnn ftc in manche Sffiuften 
(Strome leiteten, fo Fann ie!) ia biefe 
(Strome bcfcfjiffen. 5Benn jTe hie uni) 
fcott im Wleete Unfein entbeeften: fo 
fann ich ja nach bem oeften Eanbe um# 
herfchauen. 3mmer aber fage ich mit 
jenem Sitten, ber über bie fiitteratur 
feiner Seit um 9vatp gefragt mürbe: 
„ Äaum magte id)ö, eine fo fernere ftra# 
„ gc e ju übernehmen: ob eö an unfern 
„^a^igEetten liege, ba§ mir nicht fon# 
n nen — ober an unferm ©efdjmacf, bafc 
„mir bie Sitten nicht erreichen moUen? 
„3d) magte eöfaum, meine Meinung 
„ju fagen, menn ich nicht bie&eobach* 
„tungen ber groften bannet unfrec 
„ Beit bloö e auö bem ©ebad)tnijj an ju# 
„fuhren hatte; fein au^gebachte, unb 
„ fchon gefügte ©ebanfen, bie ich fd)on 
„ als Sungling oon ihnen lernte. *„ 

Unb biefen (Sdjujjengeln ber Sittera# 
tur mibme ich auch meine oier Sragmen# 
te: ein fleiner £orbeerfranj, ber bem 

i li jL lV ölijm# 

* Da -orator ib. dialog» 








ßlpmpifdjen (Sieget unbcmcrft uoit, 
einem Sremben jufliegt, bet fiel) aus • 
0tolj unb 33cfcl>cibcnfjeit unter Das 
9ßoJf wrfteeft. ‘DEodjte biefer Ä'ranj 
jener 9vofc Sfaafrconö gleichen, n>eld>er 
er fein febonfteS ?ieb * gemeint Bat. 2(1$ 
ba$ SDJeer bie ©ottin ber (Sdjonijcit 
unb 3upitcr$ #aupt bie ^aüas evjeug* 
te: rang auch bie £rbe jii gebaren, unb 
e$ erfdjien bie Dvofe: 

Tlofwoaiocctov Xo%eVfA<X' 

• iAxKXfOOV ©?0ÖV OfJLlXOS, 

Fs><W oos yevom, vexrxg 
. E vrrty^xs, averettev 
Ayeea>X 0V ctxuvStie 
Oure v uußgorov Avxiü* 

* 2fnok. ftiV5f» 


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3nljölt i>ec jrocifen (Sammlung. 

I. «Öortdupöcr Sifcourö: m\ bem itrfprunge ber 

Äunilricbter, imb ben ®eficbt£pun!ten, in bencn 
er erfcheint; Prüfung brr bitteraturbriefe f>icr^ 
nach- * 1 " * <§* *83 

II. Einleitung in bie g rag mente: über bte SDlittcUur 
Ermecfuug ber ©enie$ in Seuticbfflnb. 200 

III. SJergieicbung unfrer Orientalifcben Sicbtfunji mit 
ihren Originalen 5 

1. in ber fcb&ncn 3 ?atur # bie beibe fef>ttbcrn: Uv* 
theit über bie Jübifdjett ©d) 4 fcrgebid)te. 207 
s, in ber $£ater(anbägefd}i(bte ber SUiorgeuIduber; 
5Bon einigen Sanfpfatmen. s 21s 

3. in ihren Stationalmptbologieu * SBon bem ©e* 
brauch Orient. fc&lachiuen unb giftienen. 21 $ 

4. in bem ©eilte ihrer SKcttgiou: 93 on chrifiltchen 

Siebern in Orient, ©efebmaef, , * 223 

5. in ihrer ganjen SPoettfchen ©Pbdre. 129 

6 . ©pracbe unb ^octifchem ©üine. 53 on ber Stach* 

abmung ber Ehbrc, unb Sßilbcr. * 231 

7. habet bie tlcnbe Slachahmungcn wiberratheti, 
unb ErHdrungen suer jf angerathen werben. 236 

©efprdch jtmfcbtn einem Stabbi unb Chrijien über 

Slopjtocfe 1A?ef»aö. * * 243 

IIII. «Don ber ©rieebtfeben ßitteratur in Seutfcb* 
lanb. ’ 

A. SBie roett mir bie ©riccbifcbcn Sichter tarnen! 

f lau auö ihnen eine 3 IcfH>etit $u fammlen: 
lorfchlctge iur Ueberfesjung Römers; Ein Uv* 
theii be$ ©efchmacH über Steinbcud)efe lies 
berfejjungen .* Entwurf &u einer TOinMmcmni* 
fd>en©efchichte ber ©riechifchen S^ocfie: 258 

B. 3 Bie weit höben wir fte nacbgebilbet? 

1. 3 Uop(locP mit ferner ucrgtichen: war 
mev fo unbefannt unter beu ©rieci w, alä 
unter ben Seutfchen? #at SBiclanb ober fein 
©cgner bei *«*« *’ <*/«&<>* Siecht 3 276 

s. 2 t pitu 


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2. Pinbar unb ber Sbitbyrnmbijt: lieber half 
tmbeU bcrSitteraturbriefc von ben iDitbnram* 
ben: jpppotbeie pon bem SUUlfcit ©eilt ber 2 )it 
tbnram&en: Prüfung ber neuern ©ebiebtebiefei 
tarnen»: <£in Jrinflteb barflber. . * 298 

3* 2lna?veou unb Blcim: gin Siebten an2fna* 

frcon$£aube * * * 338 

4. Cyrt&ueunb ber ©renabicr: er fjr mebe al$ 
Surtduö * » , 34 S 

f, Cbeofrit unb (Berner: 53on ber beficbteir 
Unterfebeibung gafftten gffoge unb 

jpat SEbcofrtt ein bfctbltperfcböitertcö SbM'? 
©ro&cr Unterjcbicb atriftben Xbcpfrit unb 
©e§ncr. * * 349 -' 

6 . SUdpbron unb ©erftenberg. # 309 

7. Bappbo unb Uand)in; jujo Sfntipobcn: 

£>& Bappb^unb Corinna wegen tbrer $$ub* 
lerei »erlogen Begangen? ein Urtbeit ber Cittc^ 
raturbriefe * * 370 

*ftacbfcbrtft au £cfcr, ©vbriftflellec unb ^unfirfeb* 
tet f * * 378 


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( 33 on bcm tlrfprunge, unb ben ©cftd)t6punften, 
in bcnen ber £unflricbter etfebeinet: Q)r«funa 
ber fiitterötutbrtefe hiernach.) 

£]^er erffe Sunffricbter, mv nicht# mehr, 

öig ein 2efer von ©mpftnbung, unb 
©efebmaef. ®r meibete lieb an beit 6cbä«* 
beiten unb ben ©rfinbungen feiner Morgan* 
ger, ben dienen ähnlich , bie ben ©aft unb 
ba# Shit ber Sfumen trinfrn, ohne boep 
mte bie Raupen, unb J&eufcbrecfen, funff* 
rid>terifct>c ©erippe ber SJ 5 flaii$en $uruef$ulaf* 
fen. ©r mar jenem ‘Uiifcbulbigen $aare gleich/ 
bem fieb im ©art^n be# Vergnügen# jete 
^ruept be# ©epfnett unb ©Uten barbot, epe 
es Lmni ^bifofopbifcben ©rfdnntniRbaum ge« 
nafebt batte, ©# bat in ber üitterafur auch 
ein Filter gegeben, ba bie 23 ciähett noch nicht 
üßiffenfcbaft, unb ©cpriftlMerei; bie ©apr* 
beirett noch nicht ©pfieme; bie Erfahrungen 
noch nicht ^3erfuc&c maten: Raft $u lernen, 
rna# anbre gebaept, erhob matt Rep feibfl $um 

91 2 ©cn* 


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©eitlen — oielleichf oerbient bieg auch ben 
Spanten eineg golbencn 3 eifaltcrg. 

(rin anbrer bachte bem©cfallen unb bern 
©nbnid' nach/ ben ©ebenbeit unb Sßabr* 

beit auf i&n machte; unb fing an bie Üöabr* 

* 

beit feineg ©cluiftjMcrg in ben geib ihrer 
Butter,(Erfahrung, unb bie gebtfnbeit in 
bie gerben ibreg üSatcrg, beg ^Bergnügcng, 

unb ©efttylg jutucfjuldfen. 2 >ieflekht fubl* 
te er ftcb fetbfl $u unfruchtbar, um ter 311 
fetjn, baß er alfe triebie Surfifeb* SSerfcbnh? 
fenc ein Kenner unb Beobachter Kt* feinen 
9 ?ei$c ju rcerbeh fuchte, bie jejt blcg für fein 
2 (uge, nicht für beit Genuß mareit. ©o 
warb aug bem tÜJaim ren Gefühl ein ?Jbi* 

lofrpb. 

©er <pbifofopb batte halb bag ilnglücf, 
®evfe $u feben, bie bie (ftffßeburt ihrer Dti* 
gitiale nicht erreichten; er muffe alfo auf bie 
Urfachen biefer Unfrucbfbarfeit benfen. 2 >alb 

bag noch ßtäßere Unglucf / oüflig febfeehte 
©erfe $u feben; unb je$t ftettfl er an, bie 
Betrüge ber erften auf biefe anjtlft)(?niwv: 
er prüfte, feljrte unb befferte. Sag mar 

ber eigentliche ivimfkid)ta% eg nicht 
• - 1 bei# 





i — ; , : 18 5 

beinahe mabr, baß er fo entffanben ifr, M 
fie{> nach ber dltejlett unb neiteffcn ^büofbpbie 
tag Menbige gebiert, au$ einer gdbrcnbcit 
gcttigfeit: e£ fei tiefe ber SliifcJjfantm, eher 
GbalbdenS rotb.e ©rbc, baS (£baoS be$ 6pU 
für## ober 91ceöf)CintS faulenber Stopfen. 

bleibt ttocb immer ein tylan fiti £)en* 
fen: „mie auf? bem, ber bisher blo$ ercpfanb, 
„ein genfer; unb äug bem ©ente ein üöei* 
„fer mürbe ? mie weit jebeS ren tiefen bem 
„onbern entgegen gefejt fei;, unb mie ipeit 
„tiefe (Ich einanber Jfe&maebenben Ärafte $iis 
„fantmen fommen muffen, um tie/Sentpe« 
„ratur be$ ©irtuofen au^umneben? mie 
„au$ ber Statur Slunfl, auS ber £un|I ftüus 
„flclei, unb auS tiefer mietet Barbarei; bat 
„cntftehen föhnen ?„ 2>ie allgemeinen tyfyu 
lofopbtfcben ^Beobachtungen hierüber mürben 
ein 2Bdrd;en uon Äritifcben ^rpglobptent, 
nach $lrt be$ Montesquieu benmrbringen, 
unb bteS Streben f 6nnte man benn in ©e* 
febiebte uermanbelu unb auS ©olferu unb 
©pracben betätigen. 

Statt erfebeint ber eigentlicbe Sunflfrtcb* 
ter — in meinem ©eficbtSpunU? ©egen 

Z * * ‘ ’ ei 3 . lt* 


* 


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186 -■-= j - 

£efer, gegen ®d)tiftfteller, unb gegen tai 
ganje 9teicb bet Eittcratur überhaupt. 

©em £efcr erff ©iencr, beim SSertraufer, 
benti 2Ir$t. ©em 6cf)tift|Mcc erff ©iencr, 
beim greunb, benn SKiebter; unb ber gaumen 
Eitterafur enttreber a\ß ©ebmeljer, ober af$ 
iPjanbtanger, ober afö Saumeiffer fdbff. 

©em £cfcr fcjjet er bie ©peifen in ibrer 
Säffertt^eit unb Slmnuth vov, unb fuebt bureb 
feinen eigenen 5fppctit ihren ©efebmatf in 
erregen: bieg finb bie duftige, bie gemein 

nen Jagebucbct. ©er Eefer i(! febmad) im 
Skrbauen; er gibt ihm 3£ein $ur©tdrfung; 
er bat einen »erborbnen ©efebmaef; baber 
braucht er ?ctt orbemficbe Gur. ©ieg finb 
bie jfritifeben Sfumerfungen , bie bem £?fer 
©eficbfgpunftc (im £e>en bartegen, bie ibm) 
ßrlauterungen, Prüfungen, Slnwcnfcungen 
barlegen — unb tiefet Jaknt gebärt immer 
notbmenbig §um wahren Slririfcben ©eif?. 
©u febreibff, alg wenn bu für bict> febriebeff: 
nein! Äunßriefiter! bu febreibff für Eefer: 
biefe nie auß ben Singen ju (affin, bicb nach 
ihren ©cbmacben , nicht aber Sofern $t, be* 
guemen, bieb nach ber S3evfcbtebenbeit ihrer Sd- 

* big- 


4 


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■" "" "= 18J 

Jigfeit, Suff unb 316(54« >« ricftten; bf e ©tum» 
men fprechen, bie 25(inben fehen, utib bit 
Sauben »erfreuen ju teuren; bie ©euche eine# 
fatfcijen @efc()mac!8 mit ©egengift ju feiten, 
ober ihr juvorjufommen; fuvj! Heute von vic()i 
tigern ©efuf;!, von ©inficht, vott ©efcjjniacC 
jti bitben — ba# iff Wo großer groect. 

Sem ©chriftffeile«, »a# foff ber Äunff* 
ticktet feyu ? ©ein Siener, fein Sreunb, fein 
unpartheiifcher «Richter! ©u<t>e ihn fenuett 
gu lernen, unb betitelt £emi auäjuffubi» 
ten; nicht aber bein eigner $ert fepn ju »oU 
len. * n Unfee ©eiff nimmt oft eine geioifle 
„Hnbiegfainfeit an, bie un# fcinbert, in bie 
„ ©ebanfeit anbrer un# gleichfam bincinbeu* 
„ fen ju »offen, unb folglich fehr oft bic unfere 
„baburch ju verbeffern. 3Ran bemerft bic» 
„fe# nicht an (ich felbff, »enn mau einen an» 
„ bern über eine «Materie liefet, über bie man 
„ felbff noch nicht gebacht hat. 3ff aber bie# 

„lejtere gefchehen; fo fangt bie ©teiffgfeit 

„an, (ich ju jeigen, bie »ermuthUch au# eben 
„ biefer Urfache, auch außer anbern, bei alten 

«ft 4 ' . „Se» ä 

JBI ^ |r. Jflp .*»• h ^ jj ■ • 1 

* bitt. ©r. 2b. «7. P 1 . io7* 




„ geutett bduftger artgetroffen wirb, alß bei 
„ tungetf« ®ß gebiet entroeber eine befonbre 
„©abe beß^immelß, ober eine cmbaltenbe 
n Äreugigung beß Sfeifcfee# bagu, um weich 
„unb beugfamgnug jubleiben, unb wennook 
„lenbß ber, welcher Sucher liefet, um fie gu be* 
„urtbeilcn, unoerborben bleibt: fo bat er 0« 
„miß eben fo viel gob oerbient, 'alß ber heil* 
„ Mihelmuß, ber ficb naeft unb bloß gu jun* 
„gen üttabcben inß Sette fegte, unb boeb ber 
„ ®mp6rung ber ©inne ftegreich wiberffanb.* 
®ß ift fchwer, aber billig, baß ber Äunlirich 3 

ter ficb in beit ©ebanfenfreiß feinet ©chtift* 
ffeOerß oerfegge, unb auß feinem ©eifl fefe; 
allein wie wenige ©chrifrfleller haben ben 
©tab beß ^opflfoß, um unß in biefett Streik 
cingufü)ließen. — 3ff ber Ser taffer oon 
ber 9lrf, baß wir ihm naebbenfen muffen; 
fo oergißt ber KritUuß immer, baßer mit 
bem ©riffel in ber £janb liefet; laßt er unß 
aber bic greibeit, mit ihm gue ©eite gu betu 
fett; fo fühlt ber ÄunfWcbfer, er habe einer« 
fei folMbe; unb wirb affo fein SRatbgebet 
unb Seurtbeiler* $Benn entlieh, wie in ben 
weiften £>cutfcben Suchern, bie Sorreben 

ffnt* 









entsaften; fo n>irb bcr Äritifu$ Siebter unb 
©tfe§ 0 *ber« ©r barf nicht ben SJufor cinfto* 
len; mit ihm in einer 9ki{?c flehen, miß er 
nicht; er 90 t fllfo unb commanbiret* , 

©nblicb hat her Ätmffricbter eine Sejie* 
luttfl aufba£ Seich her Süiffenfepaften, aU 
SKitbürger. ©emeinigücb hat er fchpti af£ 
©chriftffeßer gelefcn, unb äcic^net bei ben Se- 
cenftonen bie ©cbattenlange feiner unterge* 
henben Slutorfchaft. Oft reifet er nieber, 
um bie9Iu$ficht $u rerbeffern; oft fpringt er, 
me 9vcmug über bie Sföauer feinet 2$ruber& 
um feine ©iferfuebt ju reremgenoft lauft 
er mit ihm in bie ßDette, um juerf! oow 
giele ben Sranj $u ermifchen; oft mnhlet er 
in Jrümmcrn rerfaßuet unb hinflemorfner 
Arbeit, um fdbf! einen Jempet $u errieten : 
unb fann er triefen £3au jju ©nbc bringen unb 
mit bem $ran$eeiue$ uoflfommcnen @pfiem$, 
fo mirb er auf Secbnung «ieler ba$ Drafel, 
Siebt 5völüm, ber hier eine ^nfet unb bort 
eine erfaub, fo übern ber an$ ueffe Eanb traf, 
gab ber neuen ÜBdt feinen Samen. 

' 31 5 ©in 





4 


jgo 

1k 

drin 5tritif$cg3Berf, bog in aUcrt tiefen 
frei 3Jfcßd)fcn grog bltcbc: wag wäre bog 
für ein @cf)a^ einer Nation! Sie reic|)ffc 
Slbwechfelung ßatt ber gewöhnlichen Äriti» 
fc^en SÄonotonie mlße entfielen, wenn bet 
Äunßrichter ollen biefen ©eftcbtgpunlten auf* 
lauerte» halb Sefer non oerborbnem ©c* 
febmaef, halb fblcfje, bie nicht ju lefenwifc 
fen, erwifchte unb ße ju beiten führte, bie 
«nie ihm lefen; wenn er nicht olg Sefpot, 
fonbetn olg Jreunb unb ©ehüffe beg 93erfafs 
ferg liefet, mit ihm, ober ihm noch, ober 
ihm oorbenfet, unb ölleg mit ber ©orgfalt 
liefet, olg wenn er eg felbß fthriehc* — 3# 
glaube, eg iß (Shctftegburi in einer feiner 
leibet ! noch unüberfejten Sfbbonblungen, 
ber non ßcfr febreibt, bog ihm beßanbig ein 
greunb, ober ein ©ilb ber ffinbilbunggfraft 
vor Singen ßhweben, unb ihn olg Sttufebe» 
geißern muffe — ©iefe ©Ulcinca hnt ein 
&unßricbter mehr olg irgenb jemonb nothig. 

2 lber eg fcpleichf bem Ätitifug ein ©aufs 
(er noch , her feinen ff bar öf ter parobirt: er 
gibt ung, on ßott ein SBuch big auf £erj unb 
Stieren $tt jcrgliebern, fruppelhafte unb tobte 
; . ©e* 





I 


~ 191 

©erippe uon 3lu$$ügen: flott eilt (ßtjgmafioit 
feinet fMutorö ju werden, feWagt er fym, n?ic 

Glaubtu# ben 6fatuen !Rom#, ba# $aupt ob, 
unb fe|jt ba# feiiuge barauf: dg ein jmeiter 
spiuto beroaebt er dfeg angeerbteg @ero% 
iinb ebwftrbigen 2lu^fe|>r»ct>t ber gitterotur 
er eifert in ben petites maifons ber ©elebr* 
fomfeit gegen efenbe Ueberfe^er: bic ©rille 
eineg Gompenbiumg ober bag gernglag eine# 
<Spftem# fn ber £anb, ndbett er je$t biefe 
fSBabrbeit, je$t entfernt er jene, tun H§&ü)qU 
lenfpiel feiner Sieblinggbegriffe nur beffonbig 
jti erbltcfen; unb, eben bieg tfl ein Äunflricb 5 
ter Kocb bem gewöhnlichen ©efebmaef: ec 
n>irb feinen Sefern fo unentbehrlich, olg bie 

geicben unb 38etterpropbc$ciungen im Äalen^ 
ber ben Sagerodblerinnen finb: er wirb gele? 
fen, gelobt unb uergeffen': feine Gphemeribcn, 
gleich ben 3nfeften biefeg Sftatneng, hoben ei^ 
neSSocbe, einen aftonat, eine Stfefle, ein 
3a6r $u ihrem ?ebendouf. 

icfev 1 mit bem icb jejt fpreebe, folge biefe« 
ÜDinfen, bie nicht SinfdUe fonbern oft unb 
letber! bei ben befielt fffierfen gemachte 85cob* 

Ortungen finb* 3$ tofie &i<h M, um bic 

t'icle 






» # 

»iele ©eutjcbe 3ourndle, bie bie Ö?obcfranfbeit 
unfrerjeit finb, in biefcn 2lu$ficbten ju betrag 
ten, unb rotc bu tß für gut finbeff, in ber 
©tifle ftu orbnen, ber ©tifle! benn alle 
unfre Äritiei finb Siebter; fcbe$ Journal 
reimt fic|> mitjri&unal: gerinn ifi bie®eut* 
fcfce S-itteratur ihrem SSaterlanbe a&nficb; 
Diele $urfien unb fein gebietenber Dbetberr! 
59?an mug alfo ned) fo lange in ber ©tifle ur= 
tbeilen, bi$ man bie Äunjlricbter auch al$ 

©ebrifrflfcfler anfeben lernt- -34) w* 

be ddu ben gitteraturbriefen, unb tbue mir 
barauf $n gut, baß icb non ihnen ali Don 
öiuffern meifteng reben fann ! 


„ 55etnaf;e ein ©emdlbe ber Seutfebcn tiU 
„ reratuv in ben lebten fünf 3a^rcn! * 23ei* 
nabe! nur mi lohnt eß mir oinifla an$us 
bringen. Ratten fi<j> bie ©erfaffer weniger 
bureb ©treitigfeiten binreißen laffen; batten 
fie eg nicht öfterg oetgeffen, baß fie mit bem 
$ub(ifum fprdcben: fo wart bie$ ©emdlbe 

doHs 

* f. ©tbluf ber m. <35r, 

■ * , 9 § * y % 

* '* * . . * 1 . i \ v | 


* 


% 













1 


193 





IIT 

len geraden. Uirb * überhaupt bat ftcjs im 
ganzen ©erf bet (Bcifl Jtt febv gednberf* 3m 
Slnfaitge SRacbricbten an einen franfen Offi« 
der — 3^^8 un ö cn Heberfe^er — 
Urtbetfe über bie rornebmffeit 3>eutfcbcti 

bie in ^efftin* tfanben — 3*i* 




2Iu3fid)fe« über »erfebiebne $t;ber ber Sittcra: 
für — enblicb ©iftatorifcöe Urteile: 

ampJiora coepit 

Inftitui, currente rota cur vreeus exit. 

geurig (lieg $11. ai *j ber ^bihfrpbifcöc 
S. griff in$ £Äab, um et? im ©cbfounge ju 

ber ^ancnrcSe S. brachte e$ nacb 
einigem Stod'en bin unb tpieber aufi? neue 
in ben Häuf ed, trie et? mir uorfommf, 
in ben brei lebten Jbeileit fd)on ablaufen roifl. 
S)a& Urteil gerat!; oft ei«fettig; ©ebreib* 
mt falle eft naeblaßig $u 25oben; ber So« 
rerliert btötreilcn 9li;franb unb ©tarfe 
bie Icjte ©oflungen eine£ Hicbtf, baf? erlös 
feben roiH. 

„ 3Sor$ügli<j) .^unfTrtcbf er für bie ©djrift* 

Unb nncl)'ibelefeen ©efejäeu? 
• ‘ ‘ - ' 2>ie 



i * 
• n 


* BUt. 9 Br. £&. l. p. 92. 







* 


* 


194 --- r : 

S )ie befle 21rt, einen 2totor }u bcurt^etfert / ifi 
fein eigner $pian: biefer ifl $u prüfen, ju befs 
fern unb au$$umalen. sDiefe SJrbeit epa* 
raftcrifirt «nb bilbet ©enieo ; febroer unb 
nü$licb jugleicb! ©o beurteilten bie ftttera« 
eurbriefe @ü§mild)tf Drbnung, $<Uigcn$ 
gujlanb »cn ßd)tt>aben; DJfefcrö ©eban« 
len über bie gelehrte ©pracbe u.f. rc* 

«Prüft man Mo$ ben «plan aflgemem, unb 
fagt feine ©ebanfen brüber, obne ben 53. nadp 
feinem »plan ju prüfen: fo tbut man roeber 
bem Sbrgeig, noch ter Semutp beffdben 
©nüge. 5D?an fralt i&n ju febr für Äinb, 
wenn man fein @an|e$ berrotrft, uub &u ire* 
nig für Svinb, wenn man fein iprcbffncf nicht 
anfepett miß: corrige fodes! (ne§ eg bei ben 
ßcljuI^anWungcn, unb ©ttfwrambtn* 

Ski mittelmäßigen 53. beren freilich bie 
ttteiflfe finbr uerjtebe man bie Äunff, bie @ös 
trat bei ^eraflitg Schriften anrcmibte: ein 
Saucper $u fepn, um «perlen heraufgu holen, 
©o machten eg bie Sitteraturbricfe nach SRotk 
fommoitg SKatbc, bei bem ßonöcvltng, ben 
Sct’fircmmgen unb nnbem fepr mittcimaßi. 

" 1 , . ‘ • ■ *. m • 


« 












©Triften; bei fcbtec&fe« Ratten fie t$ 
tne^r t&un füllen unb fömien. 

Sie entgegen gefcjtc ©trage ijl, ©fetten 
herauSnehmen, um an it;nen $um SRitter $u 
tuetben : Detter ju fuefteu, mo ntan feilte 
£iebling$gebanfen au^fcöüttet. Sieg untere 

jjatt; aber oft auf Sofien be$ 9lutpr& %au 
um gab aber ber 9t0t’öifcf)e.2üt|T^et: &• «. 
Stögen, mo man i(m angreifen fonntc? ;@o 
totrb berQSerfheibigev, aber nicht ber Singcfa» 

jiete, fragen. > 1 

sgjan mug mehr £un|Irichtet über ftzfyw, 

ülä Schönheiten fepn! infoftberheif Schrift 5 
ffetter au^ubilbcn. ©o lange man nicht 
©erfe liefert, bei benen eg felbfi ferner mar, 
jtoeiSebler gu ertotfd;en,bei benen menigfrenS 
Die Schönheiten übertoiegenb ffnb, bei bene« 
fein falfcher ©efchmatf %\x merfert ober ju 
fürchten ifl: fo fann ber Äimffrichter immer 
ftef) bie leichtere Arbeit mahlen, Schier ju be* 
merfen; eine Slrbeit, bie ihm überbem ®ür* 
bc gibt. — Unb ba$ felbjl bei guten 95er* 
faflern! 5ßo oiefe Schönheiten finb, mug ich 
auch bie fleinfreti Schier rügen: bie Schön* 
heiten finbet ba$ ©euie leibfi, unb ber Äunff* 
[ji *’* lieh« 








196 ~~r 

riebt« entfaltet nur bie feinffen, feie bem 5(u? 
ge felbjl befJ ©erlief enttmfcfjen fönnten; bie 
gebier mu§ man auch an (Eramecö rügen, 
wenn nicht ihrer, boob ber ©afebow# * we* 
gen; bamit wer nicht ©enie iff, gewarnt 
/ werbe: 

Ne fumat maculas, quas aut incuria fudit 
Aut humana parum cauit natura- 

3e mehr ber Siitifllg fid) uerfbeibigen 
tnu§, bejlo tniiiber wirb feine CerecfytlgEdt 

unwiberfprecblicb. SDer alte bat 

wobt nicht Unrecht : „ tobt bie greunbe if» 
„fentlich unb table fie insgeheim! „ man - 
gab bietf auch ben Bitteraturbriefen 0<bu*b; 
aber wie ? wenn ihre greunbe wirtlich ben 
ftimgl. SRitttiweg jroifchen Schweizern unb 
©ottfehebianern gegangen waren ? — Unb 
benn ? haben fit nicht blo§e Nachahmer unb 
fnecbtifdje Anbeter eben au3 Siede recht merf- 
lieh gesuchtiöt? 

Unb wer wirb bei ber ®ahrbeit 
I)0tt tabeln? Sine greibeit, halb im Sttgli« 
fcb<«; halb im gr*njofijcben ©efehmaef? 

SBe* 

' * ?ftt ©r. %b s. p. 289 . 


4 





CfBenigffem? flicht fit hoch immer in ben Bitten 
roturbriefen nom Sftagiffertün 9ffabemifcher 
gelungen * ab, unb c$ läßt bem 5hm)mcbter 
(b anfebn ich, wenn et un^ baran erinnert, 
alg wenn bie alten Ääniße bei ©eepter unb 
25art fcbmure«, — 9Jflein wenn bie £ri* 
tif, ^EBieianö ben "Slertfdjen ** beurtbeift, 
icö meine nicht, t 3Bidan& ben ©d)tifrftel* 
ler, (jo wie man biefem Spanne in nubrent 
3ourna(en in 9lbftcbt ber ©fetamarpbofe fei* 
ner Senfart ju nahe getreten ift:) wenn ffe 
einige 0cbviftffefler nicht bloö Arbeit 
wirft, fonbern auch wie 2fd)iilc$ beit <Sef tot 
im ©taube febfetfet, wie vielleicht ©ufd), 

^iauli, fiin&ncr, ^refdjo unb ber sserfaf* 

fer ber gprifchen uttb Spiftben ©ebicbte frcf) 
beflagen Kannten: fo mu§ man beinahe an 
ba$2BortS5eilCfd), ober an bieSitelmgnette 
beuten — wie febr wirb aber ein ©cbuf* 
mei|Ter nicht betreten, wenn fein ferner (ich 

manchmal vergibt unb fcjwarcht! 

$rci* 

i t* l ^ »* ■ i 

. *2&. ä. p. «4«. •' . 

** £(). I. p. 3S. 
















4 


* 




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greilicf) richtet fict) bic midi) ber 
' Stimme, feie fie aufrief; mb ba$ jfriegfc 
red) r erlaubet — „aber bie Slmmort be$ 
„ 9>!atO an ben bauvifefcen 3Eeno£tcUe$ bat 
r immer me^rSBurbe: bringe ben (Tratten ein 
„Opfer !„ Ood) „ trenn ber QJcvfaffcr ber 

„ fitnmerfungen jiim (Sct>ra«d>c £>eut* 
„fc^cr Sunffric&tic * imci>md;tfi> »erfttjfi# 

„ wie36enofrate$ beu <piate?„ — üM>lF ( fo 
tyixt unb verfielet ipn aticl) mcljt bas 3lttifc&e 
ijJubUfum , uitb wer wirb ficj) unter Sortier 

utife&en ? 

Hi modo quid tentent diccrc, furfur crit! 

Ucberbaupt feftkebten ©cfcntierent von 

^ac^tgcbatiEcn, ©cfyßmmgen, (jo&ern 

^Beltwiöjjcto **• 8*W« TOeitJ 

läuftig fagen, ifi i&iicn uniriig, unb gefent* 
»crbricglicl): man luge btn ^eiligen gtuct) bet 
fKufe auf fic: - 

Tu cun&a invita dicas faciasue Minerua! 

■ • f y « 

©a$ 3fcfrate£ ficb i\m iÖ?ti|Ier naf;m: 
„flfompfeä (fifen wejjen!* baötft miebber 

x’ Swecf 

* $(, n* unb , ’t 




s 












3roecf ber ftunffrt$ter gegen ©cbriftllener, unb 
bn$©etbtenfi ber&fteraturbr* ^ben Re titelt 
ba£ §üflborn ber ©ratie gan$ auägefcbuttet: 
vnde parentur opes; fo {>aben fie boeb Sbfll* 
men gefireuet um ben Sltfar ber ©öftin ßitte* 
vatitr — fafl£ nicht fcblecbfe ©c&rtftffettef 
in gute umfcböfFeit fännen; bocb bte elenbett 
ettva^ gur gurebt tmb ©ebutfamfert gebracht* 
2)te Quelle be$ guten ©efcbmatftf i(l geifnet: 
man fotnme tmb trinfe! < 



/ 









300 


€i.n(eitunjL 



eitbem bcr 9tötionalffoI$ einer getriftet 
gtbule in *-£>c«tfct>lanb ficb etwa! ge* 
beugetbaM „unfer S)CUtf(()ianb b$rfe fefc 
„nem QSolf, e$ fey alt ober neu, wenn (6 nur 
„Unbeutfcb iff, an -IDerfen bcr ginbifbuugfc 
„ fraft timi itacbgeben» — feitbem bieütacb* 
aftmungjfucbt einer n übern gefte and) ctica^ 
talt geworben: man muffe; wag nur Orien= 
taffüb, ©rieebifd) imb Srittifcb biege, burcl) 
raube Äcpieit auf $ambcutfcbcn $oben ©er* 
pflanjeii; feitbem Äunffriebter, bureb bet* 
be2Jbwegc gewarnt, bie äHtttdffrage tvabl* 

ten, unt auf teil Stummem ©ottfebebifeber 

Driginaffverfe unb ©djweijerifc&et 9iaebab* 
mungen, bie Sewfcbe Sittcratur überfaben: 
feit ber 3cit t|l feine Äfage fautcr, unb bau; 
ftger, * alg über ben Sffangef von Angina 

len, von ©enicS, von Grfi’n&crn — £e; 

feb werben über bie ütaebaf»nung& unb getan; 
fenlefe ©dbceibfudbt ber ©eutfcbeiw 

©ie £itteratut’briefc unterfebiebett * fie& 

gteicl; vom Anfänge bureb cifernben Sou 

I;ier; 

* 9ftt* 96r. 2b* l ?-4* ' 










201 


■ ■ ■ ■ !!.■ ? - 1 ' 

» 

hierüber; man fonnte eg met-fett, bag fte 
ttbct jebeg gelb bet Seitffcften gitteratut if;re 
2* f iigftcf)ten au^breiten wollten; tmb ba fcbo« 
bag girfelrab von ge^letn beinahe beruhige* 
trieben war: ba Schwerer tmb ©ottfcöebia* 
net eifanber meglicbfi wiberflanben, unb 
gfeiebfam bureb ihre gegenfeitige Grafte, bie 
in einaubet wirften, eine gewiffe ruf)igc 
S)enfart b^orbringen mu|ien: fo foberte 
eg bie geil, bag Äunffricbter, bie beiber 
t&eiett Qiuöfdbmeifimg fabett, eine mittlere 
@cl)tt)ad)e inne werben tmiflett; tmb auf 
triefen jjeitpuuft trafen bie ©riefe. 

HL m- » 'Si^ 

©löget Jabel macht fleinmütHo; beflfan- 
bige Etagen enbltcb retbroflfen, unb ewige 
©otfebriften matt tmb gezwungen*. temnrt 
eg nun nocl) baju, bag bet Jabel n \ä)t immer 
grünblieb, bie $!a$en wieberbolt, tmb bie 
©orfebriften jtt cin$ranfenb finb: fo ftcbt 
man ben ©cbirtwerjfer, ber nach ber befannten 
gabel, bem Äinbe im ©affet eine ©trafpVe* 
bigf halt, ben !J5&ilofopf>en bem hungrigen oor* 
prebigen: fep tiicfet bungrig! unb ben 31rjt 
bem Staufen jurufen: fcp gefunb! 

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#02 ■ — ~ ~ 

Um alfo mehr §u tbun, aU &u ftagen: 
fann man breierlei »erfueben. Juerft ai$ 

SÖJdtroeifer, ba$ ©enie, unb Original* 

geift, unb grftntmng jergUcbci-n, feine 3n* 

grebien^ien aufiofen unb big auf beu feinfleit 
©runb in bringen fueben. 3$ n>iutfc&e 
unfrer Jeit $u biefen feinen Unterfudbungen 
©lud; iie finb ein neuer 25egrif unferer 
fHMrweigbeit; fie finb non grofjem Stufen in 
t?er ©ciflei*tet>re, unb eg iji ein 23ergnugeit, 
riete Deuffcbe gemeinfcbaftlicb in einerlei 
©olbaber, aber an oerfebiebnen Dertern gra« 
beu su febem ©illjerg * Slbbanblung in 
ben ©eftriften ber 25erlnifc&en SJfabemie; bie 
tlnterfuchungen arceier Ungenannten in ber 
.©ammlung uermifebter ©ebriften, unb in 
ben 58rc^Iaucr Sammlungen roetteifcrn, 
um biefen Segrif ing Ücbt ber ©onue ju 

fetten* 

Sittein $ur (JrwecfUttg ber ©enieg fragt 
bieg Sergttebevn nicbtg bei: bei attcr fOtö^e 
bleibt bie viuida vis animi fo inmngefajiet, 
«lg ber reflor Arclweus bei ben ©cbeibe- 

funfJ* 

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* $itr. Sb* unb 2 s 4 




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futtfifcrn t <£rbe unb 3Baffer Weibf ihnen; 
bic glömme oerffog, unb ber ©etfi blieb tm* 
ßebfbar; afleit i&rerr gbpmtfchen gufammen* 
fcjjungeii tonnen ße mich bem, n?a# fie bei ber 

@d?eibetmtff gewahr mürben, $mar garbe* 

r \ 

©erucb imb öcfcbmocf, nie ober bieÄraft ber 
9iatut* geben. 3* mehr ©eelenfrafte ber 
Qöeltmeife bezahlet, bie gum (Beme ge&&ret£; 
je mehr 3ngrebten$ien a ‘ *n biefem 6alboi ber 
©eifler anrrift, je mehr fonn ich jweißen, ob 
mir nicht eine baoon entging : unb trfematib 
mar groß, ber an feiner ©röfjc Jweifefte, «nb 
jemanb tyo&er, dii ficb, flaggte. 3^ feiner 
bie Regeln ßnb, bie bu au# ber Sfotur bc# 
/ ©enie# bevleiteß: beßo furdKfamer wirb ber 
SSerfucb, ber ficb enbltd) nicht# &6|er# twrfejjt, 
al# gebferfe# $» fepn* 

3ener 25aumciffer im ^httarcf), fagte 
hinter ben prächtigen gntwurfen feinet 93er* 

ganger# : atteS, was er gefetgt (jat, will 

id) tf)Utt! — Unb ber tan» guerff ein 3D?er- 
fler in 3frn^ werben; ba* anbern ÜOtarbcf^ 
tet: bie armen ©tumper, quibus peiore 
ex luto finxit praecordia Titan,' werben 

ihm gern nö^fofgen. ’Bo&er glühet uni bei 

T - ^' D 4 ber 


4» 


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304 r .—^ 

ber 2 )oungifd>en © 4 >rifc über öte örtg{? 

nöle, ein gemiffeg gcuer an, Hß wir bei 
blotfgnlnblicbenUnterfucbungen nicht fpüven? 
üBejl ber 2 ?oungifc^c ©eift brtim hcnfcjjf, 
ber au$ feinem petzen glcichfam intf£er$; 
au$ bern ©?nie in Hß ©enie fpriebtj ber 
wie ber (Sleftri che guitfe fich mitfheilt. 

, % * ' • * . ft n 

ffitatt tarnt fagen, bag ^te|u mehr 25eobs 
Adlung, unb 311 bem erfien rnebr ©pefulatioti 
erfobert wirb: bei biefer febränfet man (ich 
mehr ein, bei ber Skobac&tung breitet man 
ficb mehr auö. 3 ff man felbfl ©enie, fo tarnt 
man burch groben bie meifre 5lufmunferung 
geben, imb beit fcl);afenben Junten tief au$ 
ber 5Ifcbe herautfbofen, wo ihn ber onbre 
nicht fuebt» Sföan roirb and) eher auf bic 
£jnbermjfe bringen, bi« ba3 ©enie unb ben 
<£rfinbimgegeifi aufhaltett, weil man fie au$ 
eigner ©rfabnmg fennet. Unb enblicf) wirb 
man ben Shoren am heften bie Drrginalfucbt 
aubreben tonnen; wenn man mit ber gregett 
©timme M SeifpieB fie jurueffebenebf* 
0 urcj) feine ©pefulationeit tjf nie ber ©eifit 

einer Station geanbert: aber burch groge 

»ei-/ 








I 


I 



> I 

Seifijiefe aflemat; unb neben tiefer ©oljeit, 
ein fOiufTet' werben ju tonnen, braucht malt 
blog ein guteg 2 Iuge, anbre 511 feigen, utib 
einen guten t 2 Bißeit> ftc{> mittjMlen $u woflett. 

* v .‘ * ? * 

SBeif eg aber gefafwK# iff, a(g em bweU 
ter ^vemetbeug, ben Sieftrifcjjen Junten t?cm 
£inunel felbft $u l;o!en; weil cg fermerer ift, 
Äünfller, a(g ein ©opbijr über tic £un(I $u 
1 fcpn; weit bag Äunfiricbteranfebcn immer 
SSetminberung befürchtet, wenn cg fitfy fetb(! 
ber 25eurtf)ei(ung unterbieten foK: fo ijt ber 
Sftitteiweg bie gewöhnliche ©frage: man be¬ 
trachtet bie * 2 Berfe ber SJnbcrn , um 

burch fle aufjumuntern. Unb bieg ift bie brit* 
te unb übiicfetfe 9lrf, b“ ber ein guteg 9 (uge 
b« fct;cn unb ju Dergleichen , Siebntichfeit unb 
Hnterfc&icb bu bewerten , unb ein guter 23er* 
flaut» gehört, rathen bu fötmeu. . \ 

# P # % . i : « f ' 

7f IT» 1 % 

3 # will atfo bie ©eutfehen Siachahtnun* 
gen mit ihren Originalen Dergleichen 3 i^ren 
SBertb gegen einanber abwagen, nnb fragen : 
warum Slpcfl.ben ©eutfdjcn itod; immer ta¬ 
gen fann, wag er bert burcjjg Dratel ben 
1 £>5 9kgi* 


♦ 

* 

t * 1 1 


■ 





I 




21cgidern fagte: v/xets Aiyviec, sre rgtrot, 
&ts TerugTCh 3d) felC'fl bin $n?ac nicht 
ein SSertrauter be£ ?fpo!IO 5 ftflein Corner 
führt ben 2Ici;ifI bort rebenb ein: „$goblan! 
„lagt un$ einen Sßabrfager, ober ^rietler, 
„ober Staumbcuter fragen: warum tyfyibu# 
„3lpoflo auf unä fo febr jürne ? beim mfyu 

„lieb, auchberSraum fommt rom Jupiter!,, 

■— jfalcfyaS Tagte bie Wahrheit, unb fanb 
folglich ben -IBiberfprucb, auf ben er fleh ge* 
faßt machte. <fgatttCtttnDn bieg ihn einen 
ÜBahrfagd* beg UnglücffS; aber 2ügenprrpbet 
getraute ftch fetb(l SfcjamemnOt? nicht’ 
}u fagen. * 

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* 3 liate SS. i ©. 64. ic. 

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93 on Öen ©eutfeö * £>wutalif$en 

/ Siebtem. 


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(j£m uttfrer beffen ©cbicfcfe ifl $af& 
borgen! dnbifd): il)t dufter t|i bie febone 

bc$ Drientö: fie borgen ben Stto x* 
genldnbern ©Uten unb ©cfd&macf ab — 

«nb fo werben fie Originale. SBenn nidj>t 
neue; fo liefern fie boeb wenigjlenä feembe 
Silber , ©cftimmtgeu tmb ©rbiebtungen. 
£>arf man fie prüfen ? 6$ ifi mißfiel; beim 
wie oft oermengt man autf ©nmmbeit ober 
Soweit, bag, »aämßtt an®fd3crn tabett, 

mit bentf wa$ man in anbern ©cßcbffyunrte« 
gern amiebmen roift: ba$, wa$ mir nad)öf)* 
men, mit beut jetzigen, ma6 mir glauben* 
Snbeß wage «nb tann eß wagen „ba 
tnjbnberbeit ein großer 5)?ann in Seutfcblanb, 
ber Stöorgenldnbifcbe 5PbiloIogie unb biebto . 
rifeben ©efebmaef genug bcfijit, um bieoen 
ju mt&eifen, in einigen 0tücfen öffentlich 
Sa^n gebrochen bat* 

‘ ' Seiti 


* 









I 


2<?8 ■ ■ - — 

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# i * 0 ' #ui - * j* !? t , * *V ** p * j i 

Tonnen wir bieSDtargenidnbernacbahmcn? 
ftönnen wir ihnen in ber Sichtfuntf gleich* 
lommcn ? @o frage ich, mtb leite blo$ ben 
gcfer auf ©ege, bie er felbft fortfejgen, ober 
nach belieben oorbeigeben fann. 

Sie fd>6nc ^Ratur M Orient# ifl nicht 

oeflig bie unfrige* üBenn Saoib oon beti 
braufenben Siefen be# 3orban# nabe an fei« 
itcn Ufern ein Srauerlieb finget: fo wirb fo 
ein faratteriffifebeä ©anje brau#, al# SRiebae. 
It5 im 42 f?cH <Pfalm geiget. ©enn bie bibli* 
feiert Diester ron ben ©etjneegüffen be# 
banon; oom Sh^u be# Jfrczmn; »on ben 
^icöcn^SafanB; oom prächtigen Libanon, 
tmb angenehmen (Eat’ttlCl reben; fo geben fie 
SStlbcr, bie ihnen bie Statur fetbff oorgclegt 
{int: mm unfre Siebter ihnen biefe Silber 
entwenben, fo $eichneit fie nicht unfre Statur, 
fonbern reben ihren Originalen einige ©orte 
nach# wir faum nur halb oerflebem 

^ W m 

Sa# oortrefliche Such £>ieb! woher nimmt 
e# alle feine Schale bet* Schönheit ? 9lu# 
inlanbifchen, au# £*gt)pttfdKn Silbern, ©r* 
Sichtungen unb ©cgenftdnben ! Statt fage 
inan, wie einer untrer Sichter, ber©gt> 

. Ptm > 




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I 


1 



pteit oft nicljt einmal nud 3lei|ebc!cbreibunge« 
ftnnt, oom &biat(jan unb 33ejjemotl> . 

fingen torf ? üfiic niancped £ob ©OttCd 
in Seutfdjcn ©ebtcpten tonnte icf) Anfuhren, 
rco bie größten Silber fo übel jufammeng?« 
fejtftnb, bad ein piäcbtiged, neues, unge« 
rc^nlicbei?— Unbing hevoudfommt: oüber* 
liefen boch unfre Siebter begleichen einige» 
£an.$elrebnertt, bie cd fc&r gut ju brauchen 
rciffen. 

Unb wenn mir biefe Silber auch enb iefv 

retfreheu — ertldren, unb oud ben Id'hof* 
te|lcn. fjijrorifcben unb geographifeben Sc« 
fcljveibtmgcn ihre Schönheiten ganj fühle» 
lernen; nie hoben biefe bi|lorifct)e Scfcfcrei« 
bungen, Auslegungen, grflärungett fo »Ul 
©inbruef in und, old bie fimiticbe ©egen* 
roort biefer öerter; nie bod Sieben berAn* 
fchouung, als wenn wir fie felbff fdl;en; old 
trenn unfere Seele burefd Auge brennenbe 
Pfeile enipfdnbt, old wenn und bie SO?ufe 
wirf lieb ergriffe unb wedte; old wenn wie 
fAUTohyTtToi ober pHaoTtoiTUKTot würben j 
unb fo waren es bie i|5oeten bed Dricntd; 

„3cb bin ber Siebe fo »oll, bofj mich bee 
Ha S«-' • ' „Dtbem 









* 


% 







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% 


„Dt&em in meinem 25au$ an£jfli0cr: id) tituff 
„reton,• bag ich Dfpem pole: ich mug meine 
„Sippen aufiöun unb antworten!„ @0 mug 
e$ jeher groger ©ic^tcr fepn: 

—.-Pofcere fata 

Tempus erit, Deus! ecce Deus! 

Sftie ij? bie gefunbe ©inbilbungöfraft fo 
Icb&aft^ als bie (Erfahrung, unb bie ibeale 
©egenwartber fmnlicben gleich. 

®er 93erfaffer ber 3uöifd)en (Sdjaf IX* 
^ebiC^tC/ bem fonft »Mage pr Oicptfimfl 
nicht fehlt, hat meine Tarnung burep feinen 
lmglücHicben giug betätigt. ©iefe fcrcobl, 

atf feine @cl)i!ömmgcn beruljmter ©e* 
gen&en 6e$ StttettjHimS, habe» * ön # e ni( W 

bie ©ewalt, unS in biefe ©egenben $u verfetten: 
feine ©inbilbungtfraft fdmpft, um — auter 
öltejuge ju miebertJeten/ gerben nach Orient 

ju verpflanzen; afle£, ma£ ergefeben unb ge» 
lefen, aufjubieten; aile pier Sßefttpeile $u 
vereinigen , uut — etwa# Unbefrimmte^, unb 
(Schlechte^ $u liefern, ©eine ©inbilbuitgtk 
traft unb feine ©prad>e — afled fiebert ihn 
vor bem SJetbacpte, btfepniften $u fepn: er 

vertagt fein Sanb, um in ber gvembe $u bet* 
' ' teilt. 



« 







I 







fcftt. ©ic 9>octifcf)cn (Senwlbe autf bec 

Ijciligcn Öefd)id)tc * mticrai in tiefem 
Spracht immer Diel von bem ungeheuren Sei* 
faü,tsen ihnen einige gegeben: tnbeffen giehett 
fie uct) unter spoefifc&c gtnpfinbimgen juvuef, 
unb alß fetci;e mag ich fte nicht bei rächten. 

@ingeu tvir uherbem Dcdbenfalifc&e ©e* 
genfrdnbe, unb mit Sdnen bem®?urgenlöttb,e 
enrmanbt: fo mjrb ein feich ©etnifcb barautf, 
di jeber in £>ora$en£ Silbe auckichet — 
Unb hoch lachen wenige, trenn ter 
unb fermen, unb (EfjmtbS u. b. gl. neben 
bem 3\()ein unb bem $at’j lieben: rcemt 
fid> bie Oriente* lifchten $igeu mir unfern 
Kammern gatten. — „®ie Wunen Qßetv 
5 .gleid)ung<m mit bfifen ©cgenfrdnben aBev- 
„btng§ miQcn?,, ®ir tonnen SUbcr borgen, 
um fie für Ullä anjuwenben, aber mi nicht 
buvcögdngtg ihnen überlaßen, nicht in biefer 
fremben Silfcerfprrtche burchgdngig rebett: 
nicht fie mit ber unfern ungcfchicft uermi- 
fchett: nicht 11X15 ben ©!an$ ber Sftittagdfonne 
rauben, um ben Schein einer frttnpe ju gettief- 

fen; eberbiefe gar in batj (Sonnenlicht tragen. 
^ r* , Ädme 

* Sb, P, «47- 




$dme eg nur evff fo meit, baß niemand 
fcbriebc, mag er niebt oerftunbe: befleigißfen 
mir un^ mehr, ben Orient $u befebauen, bic 
heiligen ©ebiebfe $u oerffeben, unb mirflicj) 
crfldren ju (innen: fo mürben mir cg gemif$ 
»erlernen, mit 0rientattf$en SDJafrfdlbern $u 
pflügen; mir mürben nng, menn mir ihre ^unjl 
nur gati$ einfeben, $u ©cbüberern unfrer eige^ 
nen Statur ouibUbeit. SRicb* SIrmutb, fon* 
bern Unfcbidlic&fett ober $equemlicbfcit l;in= 
bern ung batan, tinfere ©cbd$je gu brauchen, 
unb lieber, mie £afar fagt, pauperes noftro 
in aerc $u fepn* 


' • 2* V ■ ' r 

* i , 4 

5 (ucb bie Q3aterlanbggefcl)id)fc ber wie r* 
genldnber iß nicht unfere. <§o febr ftef? iwu 
iner CSültatrC, unb bie feineg Sbeilg finb, 
beflagen t bng mir ein ccfleg bummeg $o(f 
aug einem Söinfcl ber ©rbe, fo fe()r erheben; 
fo mabr eg itf, baß ihre ©efebiebte ailcrbmgg 
mehr <piaj$ in unfercr 5>ifrorie unb Sfufmerf* 
^infeit cinnimmt, alg ftc an ftcf) oerbienen 

mich* 












I 


313 

micbfe: fo fehlt un$ hoch noch immer gu 
»id, unfern bicbterifcben ©roff btö ouf Pfei« 
ne Ktiancen au« ihrer (Skfcbicbte ju borgen, 
Unfer IJJublifum, bat bie 3uben Wog aug w 
nem>£)übncr ober 3fen Pennet, wirb einen 
ewigen (Sommentarnbthig haben, unb ©chin# 
beiten, bie für bag 2luge balleben, mit bem 
gernglafe anfeben muffen. llnb ber Siebter 
felbfl wirb 50Jübe genug haben, in ben Drien* 
taüfehen (Bebicbten bie beffdnbigen feinen 9fn* 
fpielungen auf ihre Kettungen uon geinten, 
auf ihre llrodter, auf bie 2leguptifche Srret* 
tung, auf ihre Keife burch bie üBüffe u. f. m. 
nur überaff hctnerPen iu Pinnen $ nur hieb* 
ffen^ bie £dlfte »on ihnen $u verlieren. ©ie 
flCtnj hefigen $u wollen, ihre ©c&ilbetung 
felbfl *u übernehmen*— tag thuf nur ber, fo 
bag ?dcberficbe einer halbgetroffenen Kachahs 
tnung nicht einfieht. ©er hatte ung eher ben 
gjiofeö im J^elbengebichte fingen Pinnen, al$ 
*Dltd)ae(t$; unb bennoch lieg er ihn liegen, 
nach her weifen öorajifchen Kegel; 

Si quae defperas tractata nitefeere pofle 

• * * relinque, 

' .9 


tfpnttJ 



214 

Sonnten rcir boc(> nur erff ihre ©ebic&fe 
au« ihrer 3Jaticna(gefd)ic&te ganj crflären; 
alöbenn iiberfejjt unb ahmt nach! 'iJa* ifi 

g. bei- 68 ffe ipfalm, wenn i{m ber 2 luste= 
'per be« £on>tf) erffärt, unb rcas ifi er bet 

Gramer ? 

©efejt, wir tonnten alle« bie« rciffen; ftn= 
gen rcir benn für 3 nben ? bie ficf) für ba« eins 
jige 55 o(! ©otte« gelten ? bie von bem feu= 
rigfhn 9 lationaljfolj belebt reurben ? 3 ebem 
2 >olf flieget bei feiner eiffen Silbung ber $a= 
triofi«mu« flammen in bieSlbern —■ bei fei* 
nemaber bot er bie« gäf)tenbe $(uf länger er* 
halten, al« bei biefem. 9Son allen QJälfern ber 
grbe abflefotibert, brachte c« feinem 6 chufc* 
gott SRationalgefänge; erlöfet von geinbvn, 
biefieanfpieetr, fangen flt$riump&«(ieber, bie 
ihr ipatriotifcher ©eifi belebte: entfernt von 
Jremben, bie ihnen unrein waren, fangen fie 
bei SRntionalfefien — »er fann ihnen nach* 
fingen ? Unfer ©Dtt ifl ein SSafer ber «Wen* 
(eben, nicht etne«25olf«, ein ©Dtt ber €hn* 
fien, nicht einer chrifilichen «Religion!— 
„ 9 (bcr roerben einem 3 uben biefe ©egenfiän» 

„be nicht eben fo alt geworben fepn, al« 

• - ,,un«? 






• ■ - ■ ■ a 15 

,»un$?„ 30 ßebe e$ $«: unb habe bo0 

iti0f meine «Patrancle uerli0ren. 3&»en marb 
e$ mit t>er Seit gleichgültiger; aber un^ no0 
nngiei0 eher unb flarfer; tveif affe biefe ©es 
febiebte für int£ frember unb entfernter finb* 
Man fep wtpartbeiifcb; mer fann troW bei 

un$ ben beften Cramertfcfyen Sanfpfafm mit 

ber ©utjuefung finden, toemt er 9battcnal^ 
roobftbaten betriff, al$ 3fr^t in feinem ßet* 
figt&um? 3Ber fingt bie Cantate berf ßa* 
cl)arid mit eben ber S&eifnebmung, af^tDitr^ 
jam unb 9)}ofe$ bie 0rige am rotben Meere ? 
<£$ tan« immer fepn, bag „ ein ©enie im 
,,$atmub feine uäflige Nahrung finben fänne, 

„a(£ in einer ^ijfcnfctyaft,,* aber ein^>oe* 
tifd)CfS ©enie, baß nach Materialien $nr 
©icbtfunfigrabt? 00roerli0! tteimefim* 
ferm Sftationafs ober ©ecufargeifi fi0 beque* 
men miß* 


3 * 

59ut biefem SRationalgeiff finb aud) bie 9tCU 
tiona(DDi'urti)eilC fe^r genau »erbunben; 

9 3 2){ei. 

* Üitrte. 35t. Vi, s. t. ts6. 






c 


% 




216 ---- 

Meinungen t>e$ Wcitt, über geroiffe ihnen un* 
erftarlicbeSinge: gabeln, biefie fogteiebmit 
bem Stammten ber Sprache von ihren ©r* 
liefern lernen, bie ßcb alfo au$ ben dfteßeit 
. gelten oon ben Stammvätern herunter erben: 
bie ßcb bei einem füinlidjen 93olf, ba$ ßcb 
ffatt ber QDci^^eit unb fBiffenfcbaften, mit 
bem^irtenleben, bem 2fcf erbau, unb benftutt* 
fien abgiebt, fehr lange Seit erhalten fbnnen, . 
«nb bem Sichter alfo vielen Stoff barreicben, 
$u ©rbichtungen, bie ba$ $erj be$ finnlichen 
*8olH ftnnlich rühren föntten, €r roeeft ba$ 
auf, tva$ in ihnen fcbldft, er greift ihre Seele 
bei ber fcbmdcbßen Seite an, unb erinnert ße 
an ihre Begriffe ber ©rjiehung, mit benenßcb 
ihre ©inbilbungtfraft gleichfam jufammen ge¬ 
formt hat: an bie Jrabitionen ihrer SSdfer, 
bie alfo auch ihre giebliug$vorurtbeile gercor; 
ben ßnb, meil ße ßcb nach hem ütatureE ih¬ 
re^ Senfentf, ihreS ©lima unb ihrer Spraye 
richten* ©arau$ entfielet alSbemt für bie 
Sichter eine heilige $)?t)t(jütög C: bfe^a* 
tional iß, unb ihnen jeberjeif eine gauberquel- 
Je mar, um gifttonen $u fcpSpfen, unb 25i(s 

ber |u erheben, in bie ße, bie in ben erßett 

feiten 


„ \ 







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geif en'be$ 23olff?, auch ^Propheten unb 9Iicb* 
rer waren, ihre ffnnretcbe Seltweijbeit, Ju* 
genb* unb Sobfprücbe einfleiberen* 

9lße 2Eorgenldnber buben an biefen geerbt 
ten SWabrcbcn eilten febr reichen tJeberflufi, 
wieaßetöeifebefcbreibungeit geigett; ibreDicb* 
ter bebienen fieb beffelben alfo fo forgfattig, 
al$ $ötner unb Birgit ficb befanntermaßen 
auf alte 6agen unb UebetlieferungeH grünte* 
ten. Sie 3ubett, ein fitmlic&eö SSolf, Ratten 
auch feinen Mangel baran, unb warum foll* 
ten ficb ib« Dichter nicht biefer unfebufbigen 
Äunß bebtenen, um über fie $u Segen ? gilt 
großer glaube über Jrdume, gaubereien, gr* 
fcbtitwngen unb gelungen iß bem Dichter 
fo oortbeilbaft, alg er bem Sffieltweifen ein 
Dorn im 2luge iß; unb mit welcher ©lübe 
fuebte ©Oft biefen in 3ubüa au^urotten? 
Skfcb worungen, gaubereien bureb Schlangen; 
biefe ©»eiitung butten fie mit ben SD?orgcn* 
lattbifcben SMIfern gemein, wie bie üftern 
©teilen ihrer Dichter bezeigen. 2lu£ Siegt;* 
pten butten fie einen ganzen ©ebufc bieferOfa« 
tionafnteiimtigen berübergebolt: oon benett 
TDlid)aeliS einige, wie au£ einem §erfuleum, 
gejogen $<tt. $ 3 





gur uti$ fint tiefe gabeln fjalbfcerforen, 
ober frttttbc, ober to&f 5 &a uttfere mehr 
wiffcnfcbaftlic^e unt benftnbe Seben&rt 
fie autfgetilget, ober gelautert hat* Sie 
fcfjrccf!itl?ert Sonnerwetter, tie an tem Sttee* 
re aufffiegen, unt über ihr üanb nach 3lras 
bien feinjogcri, waren in ihren ülngen Son* 
nerpferbe, bie ben Bogen 3el)orah$ burcb 
tie 'Bolten $cgen; ihnen hat Satiib alfo fo 
rief grofle Silber, imb infonberheit beit oor* 
treßichen 2 gßen Sßfalrn geweitet. Sei un$ 
finb bie Cherubim nicht eigentlich mehr febcn^ 
bc 3&ofe ber iphantafte; noch glauben jmar 
Ämter unb Beiber ba$, roai urtfcr Sichter 
fingt: „ ©Dtt fahrt in ben Bolten, um Son* 
„ nerfeule *u fchleubern; * ber Beltwcife aber 
unb fein Sruber, ber *Pbitofophifcto ^Dichter, 
wirb, feitbem ißrometheutf ben (lief trifch eit 
gunfen rom $immel ßahl, eher ben dleftri* 
fcheitSli$funfen, al$ fo oft wieberbolte Sil* 
ber fingen. Bo tfl bei un$ ber Sttgcl bcS 
S^obcä, mit feinem (kmmenben ©cbwerf, 
beffen (befolge unb Verrichtungen jene fo gut 
lamiten? 6r iß entweber ein Unbing, ober 
nach &*n Stolen tmfer£ ipöbeW ein ©erippe! 

©0 


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* 


1 







I 




fffio ßnb bie Engel beß $errn, auf glugeltt 
bet: ©inbe, «tib auf ben glammen beß geuer$ ? 

ftnb Wiener ber Statur, bk untere Ein« 
bilbungiftraft feiten perfomficirt! ©a$ iflbie 
SSeflc be£ £iminete, rno ber $hron@otfe$ 
ruhet? £uft! ©a$ ber SKegenbogen, ber- fich 
$ufeinengüßen molbet? Sei ben alten <£taU 
bern bie Srutfe, auf ber bie liefen ben £)im* 
tue! flurmen mouten, bie noch je$t y ein ßam* 
menber ©eg, jum ©ebteefeu evfebeint; aber 
für unfern Siebter, ein garbenfpiel. ®ol« 
Cher Sßationaloorurtheile fonnte ich eine groge 
sgtatge anfuhren; unb bie meiffett haben ff# 
entmeber in unfern* erleuchtetem Reit febon 
verführen, ober verfeinert, ober finb nach 
bem Unterfcfjiebe unferä Älima unb uufrer 
Sen fort ganj anber& Sie Religion ber 
©falber,* bie £)bin auß ben $?orgcnidn* 
bern brachte; mie fehr verdnberte fie ficb auf ■ 
bem rauhen ©canbinavifcben @runb unb So* 
ben ? 3hr £>immel unb ibreßofle, ihre ©e t« 

entffehungburch groß, itnb ihre DUefen, ihr 

großer ©off, unb berSdnbiger beflelben, ib= 
re Räubereien unb £>elbentbaten finb mit fbf^ 

<JJ 4 #ett 

* gattet ©ef(hi<htr r. IDdmiem. $b. i. 


i 





Chen Eocolfarbcn aug korben gemabet, afg 
in üen'd)iebencn anbcrn ©egenben hier Sra* 
<j )t\t unb bort ©lepbnntett, bag <parabieg unb 
bi« £>6He ber SIraber, bie ©rucfe spoul ; ©erra 
ber Reifer, unb bie ©e&ilbfrötengefcbiebten 
ber SJmerifaner gegebner (mb. €g wäre 
ein angenehmer unb nüglichet «Berfuch, biefe 
Stacionalpcrufbeeile oiefer 9561fci: gu fammlerr, 
gu Dergleichen, unb gu erfldren. 

gut ben Siebter finb biefeg üktionaloors 
theile, bie ihm nicht immer entwanbt wer* 
ben fönnen, ohne ungereimt, ober Idcberli# 
gu werben, üftiltongSrucfe über baggbaog 
mag freilich im Sttunbe eineg Slrabcrg, %g 
(Baöi, beffer Hingen, aU in bem feinigen: 
Älopffocfg Sefnungen am Sßorbpol, feine dt^c^ 
rifepen ÜBege, feine ©onnen im aöRittelpunfte 
ber ©rbe börften oießeiebt gu feht* bie ®ir* 
beiweit ber 2efet »erriefen, fie mögen ehrlich 
Sptolomdifcb, ober £opernifamfcb benfen; bie* 
fe grbiebtungen febeinen felbfi einer fitutficbett 
Senfort entgegen, Unb uberfiebtman über- 
bem bie ©rbichfuttgen, bie bie ©ebweiger in 
ihre SKorgenldnbifcbe ? ©ebicbte eingemebetg 
(oom 25(ute beg unfchulbigen Slbelg, big auf 

bag 













bai mt beß SacbarlaS, Sardcbia S©bn) fo 
fatin mait ftcfe bei ihren (gngeln unb Jeufein, 
unb Schlangen unb Ungeheuern oft, meint 
man gleich nic&t alS Sphifofaph fefen null, 
taum jener grage erroehrett, bieber£art)inal 
ÜDn @flß an feinen Sfriofl t&af: ntctn lie* 

ber Suintng, m fjabt ifjr alle ba$ ndr* 
rifd)e Seug fjerbefümmcn ? 

9 SOJocbte man bocj) bebenfen, baß ber ©e^ 
fcbmacf ber Golfer, unb unter einem SSofv 
fe ber ©ef^maef ber gef fett fef>rgenau feinen 
gorfgang mit ©enfatt unb ©itfett b&* 
U: baß alfo, um fiebbem ©efebmaef feinem 
%>olU jti bequemen, man ihren «Bahn un t> 
bie Sagen ber Vorfahren fhibiren muffe; unb 
um auch bem©oftbereit ein Dpfer $u brin¬ 
gen, man biefe unb frembe Meinungen nach 
ber (; er nebenbei! §o[>e be$ finnlicben SSerffan^ 
be$ pafTeit muffe. 35on beiben gebe ich ein 
©rempel. £> C r ffiomanifcjje ©efebmaef ber 
(Spanier unb 3ta!tancc tfl ein gmetg »on 
bem Qlberglauben berSWorgenldnber, benmatt 
giemlicb genau bort aus ber Sttaurtfcbeit unb 
hier aus? ber Garacenifcben Heberfebwem* 
tnung brr leiten fan ir. dv marb in beiben 

$ £an* 




£atibern gemein: in beiben uermifchte er 
fiel) mit bem ©othifchm öviffer= unb Oiiefetu 
gefcjjmflcf: nachher mtfehte (ich ber Äatbolis 
febe Öa»ö ju Äreuuugen, unb heiligen Slbetu 
teuren ba$u! — unb nun febetf mte febr 

£opej bi 33ega, ^ulct, Sfriofl unb ?:affo 

tiefet ©emifcp ju brauchen gcauijl; aber 
freilich \n nichts mehr, unbntinber, al$iflas 
tionalflücfen. - 11 » er t$ affo beHagcn mochte, 
ba§ feine folche Sftorgentdnbifche 3nx>aßAt 
nicht auch bei unf? ben ©aamen^oetifcher §a* 
belu geflreut; bem rathe ich, biefe biebteri* 
fepe Schweißtropfen ber Kultur feinet 2$o- 
ben$ ju roibmen. gr burchreife alt? ein 
Prophet in piegenfellen, bie Sttptbologiett 
ber altert ©falber mtb Farben fowohl / al$ 
feiner eignen ehrlichen £anbgleute. Unter 
©epthen unb ©lauen, ÜBenben unb Vehmeu, 
SKuffen, Schweben unb geleit gibt eö noch 
©puren uon biefen gußflapfen ber Vorfall 
reu. ©urbe man, jeber nach feinen jlraf* 
ten, forgfam fepu, fich nach alten National- 
liebem &u crfunbigcit; fo mürbe man nicht 
Wog tief in bie «JJoetifche Denfart ber Vor¬ 
fahren bringen, fonbern auch ©tuefe befout* 

' * •» - * 
















32f 

* > i 

men, bie, wie bie beibe gettifcbe 55atno$, 
bie bic üitteraturbrtefe * entführten, ben oft fo 
oottfreflic&en ^allaöä ber giften, ben (£i)a(M 
fon$ bei* Jronbaboren, ben Sfotnanjcn ber; 
Spanier, ober gar ben feierlichen 0ago^ 
liwbi ber alten ©falber beitatnen; e£ ntocö* 
ten nun biefe iftaticnalaefange gettifche 
no$, ober gofafifebe ©ummt, ober ^eru* 








aber jetnanb bte$ nic&ttfnm, rool;l! ber begue* 
me fiep nach feiner getf, ba ba$ £iept ber sp&t* 

£>icbterei vtx* 

trieben, nnb finge für unfern reinen SSerflanb. 



r\ 4» 

2?<t ©cijt kr Dvdigion 6at fi# uerni!= 
bert. 3n ben Seiten, ba bie Sicbt&mfI Mfu 
bete, ^errfebte noch eine getoiffe trifte 6in* 
faft, naej) ber ©ott auch bie Religion einrieb* 
tefe, bie bie Sanbigerin ber bamattgen Seiten 
t»«r* 3eb $eige {neju nur brei ©eftcbt£punfte # 
Sie begriff mehr unter fi#, fie {»arte einen 

anber» 

* f. Jitt. $5r. £b. s. 






324 


cnbern groetf, fie gieng einen önbern üBeg, 
o l$ unfere, 

6ie begriff mehr unter ff#:) iff be» 
lonnt guug, bag fie ff# in*? ©etaif ber Hein» 
flfen ©efejje, Seranffaüungen unb deremomett 
eiitfleg: bag fie eben fotoobl auf ben SDidrfren, 
aii in bem $eüigthum tie Sbeofratie eine# 

* 

<S#ubgotfe£ regierte f ber ^repbeten unb 
©i#ter unb 9ti#fer in einer $|krfon aufs 
toeefte, unb begeifterte. ©aber mären 
afle ihre ^oeffen beiiig; fie mo#ten (puopb^ 
tif#e ©efdnge, ober Mafien oon glu#«^ ober 
Xrofllieber, ober ©efegje unb @prü#e ent* 
batten. ttnfere ^Religion* hingegen fonbert 
fi# oon ber Spolitif#ett Regierung unb ben 
3ti#terflubten ab: fie iff ni#t$ rninber, att 
Xbeofratif#, unb ber $ropbettf#e ©eiff 
f#ioeigt. 

3ene batte einen anbern 3wecf:) einioifbeg 
uugebtfbetef? 2>olf im 3«unt $u halfen, ba^uber 
ben Qfcfer unb Janbioeibcn mentg feinen @eiff er» 
hob. £ier war eine ffnnlt#e ©i#tfunff ba$ 
bittet, ibre0eele ettoati aufmerf fam $u ma#en. 
©efdnge oon ieitli#em@fucf unb Ungin d, f#aff* 

ten oon jenen Sergen t ©rißm unb Ebal: ber 

. . grogte 












- — ; 335 

grojffe Jheil ber ipfalmen &eftöafri^t ficf> mit 
bem glichen SuffantatagSSolfguiibfannmei» 
ffeng blog erbauliche Sfcccmmobafionert 
tmt>^affldtjtefemetmnöget(Iiic()e^ betautem — 
Hnfere Sfeligion hingegen i|i geiftig, nnb mit 
ten erhabenffeu Jmecfen auf eine gluctlich« 
Srroigfeit. 

3eue mar unb lange nicht fs> me* 

rali(l1>, afg tte unfere.) SagBolf mar noch 
nicht $u tar feinen SSttoralitat tüchtig, bie un* 
fere Religion fobert; eg muffe alfo mit fmn* 
fichen ©ebrauchen unterhalten merbem 9ietV 

nigutigen unb Opfer, ©ebrdud)e uni) 
©ajjtingen, ^>rtefTcr unb Tempel; aU 

Uß tafchaftigte ihr Singe, nffeg fülfete ihre 
©ebichfe mit Slnfpielungen, bie fie barauf i\u 
pen foöten. Sie ganje@pracöe hat fich alfo 
»erantart, unb beinah« auch bie ganje SReihc 
von gegriffen* 3&r ©ngel tag Jobeg mt 
nicht unfer Seufel: eg mar ein unmoraliftheg 
SBefen, bag ©Ott fanbte; bie antarn @ugef 
Ratten nicht fo unabtrennbar einen Begriff 
berafioralifcbcn©utemit ftcjj: Ihr ©Oft felbff 
muffe ihnen in ben flauen geibenfefjaften ge* 
fchilbert mertan, bamit er fie rührte; fie fa- 
WW h«n 




226 


: 


/ 


% ' 


£en auch bei ihren heiligen (Schichten nicht 
Immer barouf, ob jebeg föieicbniß tugenb&at 
«nb »ohlanffänblg wäre; wenn cg mir fchik 
berte — Unfere Religion hingegen iff feine 
Sechter her Siitbilbunggfraft, fonbern eine 
©cbmeffer her Vernunft nah 2)?eralifchen 
©ufe. — 

Unb nmt! finb alle ©ebichte, bie bei ihnen 
©tücfe ber Sleligian waren, eg auch für ung? 
34) glaube nicht! Unb trenn inan fie alfi> 
nachahmen meflte? ©o muffe cg fepn, „alg 

„ meint £>at>ib j. ©. cf)rifHid)C !Pfa(men fchret* 
„ben mürbe.,, freilich iff bieg ber pweef, ber 
hei <j\lopftccfg Sichern in ber SScrnbe ffeht, 
ben aber im ©attjen feine Bieber nicht errei« 
eben mochten* SBirHich etmagju niel Dwnta= 
Jifcher ©chaum, unb ebrifffiebe ©egcnffdnbe 
£>rtentftlifcb behanbdt —■ Unb roorinn benn ? 
3fh föktf biefe Bieber fe&r, benn fie mirfert 
mehr aufbagöerj,a(g einige anbere, Unb bar« 

nach beuvtheile ich ben Berth eineg Biebeg. 
SJber jurieliOiovgenlanbifche, SSibfifcbe ©pra* 
ehr, «lg baß fie immer nach unfern %Uen bCf 
frirnnit gnug fcpn faßte: gemifle Borgen* 
IdnbifcheBieberhoiungen, bk ffatt |u feufoen 

idhne» 





i 









jubtten machen: unb bemt nicht bie gehörigen 
23eteeggrunbe unb 'Steigungen ju ben gm* 
pftnbungen, bic f?c ermeefen feilen. ^lep* 
ftoef, ber fdb|T eine gmpfiinbungjtoolle ©ce* 
le leigt, £at (ich geirifie ©cgenfJdnbe bet’ 3?c- 
ligion, iufonber&eit bei ben Martern bes gr* 
lofcr$ einige SRnattcen fo eittgebrüeff, baf?, 
trenn er auf (ie geratb, er (ich rerrceilt, unb 

j - fr * 

in gmpfinbungen au^brichf, bie er bei bem 
Sefer nicht gnug vorbereitet bat: unb bei 
beiten a!fo mancher tiiehf£ empfinbef. ffiemt 
wtfre gange ginbiftwng^fraft in Arbeit i(r: 
fofann (ich au$ bem gan$en rubrenbeit ©e* 
tnalbe ein 3 »a (nicht immer ber bebeutenbffe) 
am tiefffen einbruefen, ber nachher iebe&nal 
bag gan|e©enidlbe|urucf&rm 0 f, unb affo auch 
burch bie ginbilbung^fraft bie ganje gm* 
pftnbmtg mieber aufregt — aber bies? legte 
gefthicht bei einem fremben gefer, nicht burch 
ben einzelnen 3«0 / fonbern burch ba 6 freue 
©an$e, bas man ibmalfo normalen mu|L Um 
bie$ mit einem £5eifpiet |» beireifen: fo ha* 
be ich dnen frommen reblichen ©rei£ ge* 
fannt, ber in feinen legten fehnweben 3 <J&* 
ren bei feinem Unterricht unb ©ebeten nie fo 
W , fehr 





I 


228 -—-- 

fe&t bewegt trurbe, alg «nenn er auf ben 3“ä 
im Seiten jtefu (lieg: et bieng (nacö feinen 
qhormgiaiiemen) < 53iutter4 : üöen*nacft am 
Streut: bei tiefem an ficb unwichtigen Um= 
ftanbe, ber Heb aber feiner ^Jbantaße in ben 
erflen labten oorgugltci) cingebrucft b affe, 
flanb er jliüe, evgbete unb beruhigte er fid), 
ba fein j>ubbret inbejfen jäbnte.— Uebrigeng 
iceig Stlopfloef bie . menfebiiebe 6ee(e genau 
ju treffen; manche ©efange finb SRufier einer 
fliöen anbäebtigen gmpftubimg, infouberbeit 
trenn fte ju ben fünften gebart, unb niebtg 
glücft ibm mehr» alg feine Sobegbctrach* 

tungen. • ‘ 

gg ifl mir (ieb, bag ich über »iele altere 

biblifebe ©ebit&te nicht urtbeilen barf; wag * 
bat man nicht aug rielengbaraf teren gemacht ? 
gm »Stligeg lacberlicbeg Unbing, bag bem 
gbarafter feineg 33o!fg, feiner Seit, unb fei* 
ner ^Religion roiberfpriebt. ©erabe, wie 
biejenigeit, bie eine gange ©trage nieberreiffen, 
um barauf einen einjigen ffJatlafl ji bauen; 
bie nichtg barnach fragen, roie oiel anbre u'e 
umbringen; gufrieben, wenn fte ohne atte 9tücf* 

ficht auf SRutter, UDeibet unb Stinber, auf 

Station 

* • 

* j, f W 

l ifj ■ m! • 


F 's 


/ 













229 

Station, Seit, 'unb ©efcbmocf einen Sötenfcjjen 
borfteden Ionnen* v \ 

Compos’d of tnany ingredient Valours 
Iuft like the Manhood of nine Taylors, 

wie j?ut>ibra$ fingt. 


5» 

tteberßaupt feat fiel» öic gatlje 'Tiwtffdje 

©pjjdrc bei beiben Stationen geanbert. Die 
geflttete $mf>dt, in ber mir leben, lagt 
fünfte uiib^ilfcnfdjaftenbluben; bie et* 
n>a3 raujjere, bie mit ©ahrungen be$ 
Groatg, unb mit Unterbrutfungen fompft, 
lägt, raie bei ben Stomern «nb ©riechen, bie 
Q3cre&fcutlfdt ihre 2Bunber (butt; ober 
nnlöc (Einfalt iti bo$ Selb bei* ©idfrter. 
3» biefer hoben bie Hebräer fehl* fange gelebt, 
bcjlonbig treu bem 9lcferbou unb ber 33ieh* 
guebt, ben fmnlicben Gegriffen, unb ihrem 
23oterfanbe: nie h<# olfb bie geit ber 35^ 
rebfamfeit ihre $lüfhe erreichen; ja bie 
gjeriobe ber 3Bclttt)eiö$cit toum onbreeben 
fonnen. 

Q * Sog 











®a§ bie ^ebroer nie große SKctMCt ge* 
habt haben, beroeifet ber Herausgeber beS 
£o\\>tb in feiner $orrebe; ber überhaupt 
. burd) feine Stofen unb gpimetre mehr alS 
4?DTOtb felbfl geworben, unb riefe ©inge hin* 
'geworfen bat, bte burchauS oerbienen ange« 
manbt, erwart unb fruchtbarer gemacht gu 
werben. $Bir fßttnen affo nach einem 3'* 5 
faiaSohnmogUch unfre große Üiebner hüben. 

Stie haben fte affo auch einen sättig 
auSgebitbeten JKebnerpcrio&cn gehabt; ihre 
Sfoefte hat einen 9tybtf>nuj$, ben bie ®häre 
unb 3ubeffprünge gebohren haben, ber sott 
ju ffarfer ©edamation war, a!S ein ©p(* 
benmaaS gu halfen, ber burch üttufif unb Jang 
belebt würbe. 2Bdch ein Unterfcpieb ifi eS nun, 
in einer burchauS Sfrofaifcben unb phüofophi* 
fepen Sprache, beten Accente fange nicht fotä* 
itenb feilt), wo matt fchreibt, gefefen gu wer¬ 
ben, wo, wenn bie fiep mit ber {ßoefte 
»erbinbet, jene bie 'Crrfd)enfce. wirb, in bie* 
fer Sprache eine Drientafifche Sßoefte burch 
Spoetifche $ßrcfe nachguahmen; bie unfrer 
Sprache ©ewatf anthuf. Inter mulierum 
ialuntium choros ado euit poelis orienta- 

Üs; » 



















p- 

■ ~ 7 g 231 

Iis: carmina rarius fcribebantur , recita- 

bantur cantabanturque freqtientius.- 

Inter laitantium choros, non femper pios, 
natam poe ln Hebraieam dixerim, ciun 
motum corporis canticis haecque ilii ac- 
comodarent: cui poefis origini verfuum 
parallelismos acceptos fero. 9hm bleibt 

e$ bod) toobl immer unnatürlich, £ieber, bie 
bort nad) lermenben Gbören eingerkbtet wa* 
rem, wie fie fwb, naebabmen ju wollen, «ab 
fein eignet }u f 


6 * 

3« ber foefte wirb riefet oon ber @pvcu 
d)e befümmt: unb icb glaube, au$ tiefem 
Unperiobifcben SSMobifcben ber ©ebraifcbeti 
©ebiebte $um 2#>eil beu fur&en ^arabolifcbeit 
Son erflaren $u fönnen, ber in eitt 

Silb fleibet, ohne bie$ 25ilb mi^upujjen, 
unb ^eriobifcb orbnen j« wollen* Stein! 
fubne 3>ergleicbungen, unb wenig au^gefubr* 
te ©leicbniffe; aber beflo öftere ©icberbo* 

hing beffelben 2>ilbe$, beffelben ©Ieicbnif(e& 

HKHü 2 3n 


t 






/ 





> 3^2 = 

gn feiner hoben (Ebrdifeben Dbe finbet in an 
fcen abgemegnen ©<&tmmg, ber eine ©rieebis 
fc^e, unb noch mehr eine SMmiföe c^oraffc= 
rifirt: in feiner bie auggemaltcn ^inbarifiben 
Silber, bie &ier immer ©tuefweife erfebeinen, 
abbreeben unb roieber fomnten: in feiner (£le* 
gie, bie banmternbe ©timme, bie buref) ihren 
(Icvbenben Satt, unb anbaltenbeg Söimmern, 
aflmd(;fid? rü&rt: — überall mehr ber mie- 
beredte 0ci)tag, ber eine ©aite be£ £)er$emJ 
tmcb ber anbern ptöjlicb trift, «nb eilt, um 
eine anbre $u treffen. — 3J?an bat biefen 
inner« ^Nrafier au$ ifcrer £ij$e ber ®nbil- 
bungofraft Verleiten motten; ottein ein £u* 
rone in einer unperiebifeben ©praebe mug fo, 
tote fic, fingen. 

ÜÖir aber, in einer ^eriobifeben ©pracbe. 
QBir muffen alfo jene jerflücfte Silber, bie 
fiep rcieberboleit, ju einem ©anjen orbnen, 
unb fic in einem gebilbeten ipoetifiben iperio* 
ben ntebr in ber *perfpefti» eine$ ©leicpnifftä 
leicpnen; ber un$ eigne ipoetifebe $on malt 
uberbem fonff mehr Segriffe al$ Silber, unb 
unfre felbf!0icbterifcbe©leic&niffe jeigen fiep, 

naep jenen ju rechnen, mehr in bem 2icpt ei- 

i #v / . n e$ 


\ 


\ 















I 


. - — . 233 

neg Seroeifd. ®in 5tfu|Ier ber 9Racba{mtung 
Ijierinn Iji ber Ä(op(iocftfd?e S|5fa(m auf beit 
Äönig oon ©dnnematf. üBtcf(ict) bie £ebi'di*j 
fe&e gerßucfung ber ©pracbe, unb bocb bie 

©riecbifc&e Sufammenfcijunß ber 25i(ber; |>te 

unb ba ftcitic ÜBafferfafle; bod) aber bleibt# 
immer ein fünfter Strom, ber über flare 
©reine rollet* gin ©emdlbe, ein ÜDott enf s 
roicfelt ficb au# bem anbern, uttb macfet e# 
pottfommner; — SSiefletcpt SUcptfotf 5 fcjjdj* 
barffe# £prifd)e# ©tücf! ,(£ben fo roeig er, 
in feinen $ treten (iebern oft beit Drientaüfd;eit 
^arent(n;vfu# $u Äird&encabengen herunter ju 
fiimmcn, unb im SDtegia# i(i fein 5Decj>fefges 
fang jttnfeben SSttirjam unb ©ebora fcj>6«; 
Drtentalifcl) in Sprache unb J5übern; unb 
Seutfcb in ber 9iitorbnung berfelben* 

29?an erinnere fieb au# meinem porigen 
gragmente, bag ber fKeicbtbum einer ©pro» 
cf>e frd> g(eicf)fam mit ber £au#fmtaing ber 
SKenfepen oerdnbere, bag un# unfer 3Bo$f« 
i**" s oiele greife tfen entzogen, bie jene ge# 
..Um.«; bag unfer ©tabrteben e# notbroenbig 
pevbinbert, bag unfre ^Joefie nidjjt 33otanifcj) 
fqm fann, wie SWicbaeli# bie3)»orgcn(dnbifcbe 

D % neu- 






234 

nennet, bei# unferc fMMftfce 3B6rterbü$er 
tittferer finnlichen ©praohe 3Bürbe entwert 
haben u. f. m. man erinnere (Id; beffen, unb 
»ergleiche ben Sbaratter «nfrer ©itten unb 
gelten mit jenen, fo roirb manpnben: 

©er fpoetifebe ©inn ifl nicht mehr betfelbe. 
3encr roirfte fehnefl unb heftig; nicht aber 
eben $art unb bauerbaft. ®ie ©aitc ihrer 
(Fmpfinbung be$ ^octifcb ©ebenen (icb will 
nicht tote 59?onfe$giiieu bi$ auf ihr §afmt* 
gemebe, unb auf ba^ Semperament ihre* £Iu 
ma jurüefgehen) mirb il;ren ©itten unb Seit * 
gemdg heftig getroffen, unb halb »er! affen* 
Unfer fpoerifcher ©inn if! mehr langfam unb 
überlegenb, afö braufenb. ©elbff ba$ fanfte 
©riechifcbe ©eftihl mirb unter unferm £im« 
mel nicht reif; roie foflte er beim bie über* 
mdgig frühzeitigen Sruc^tc ber $?orgenldtt* 
ber reifen ? tlnfre ©aite ber <|5oefifcbeu €m* 
pftnbung giebt nach: mir bleiben fdtcr, al# 
bie ©riechen mit Zarten, ober bie borgen- 
lanber mit heftigen* ©innen : mir blcibeit 
fetbflf im 53octifc!)en Singe, wie bie ©trauge 
bem Soben bcs fahren treuer, unb fommeit 

gut 











gur Rührung oft burch ten 2Beg ber lieber? 

tegung. 

9lt?tne« wir alfo nach, wie e$ un# gefallt: 

* 1 _ ‘I 

fo wirb oiefleicht ein unpartheifcber grau« 
ber, ber ben Orient fennet, ohne ihn von 
Sugenb auf, blo# at# ei» ©rbfiütf ber Reli¬ 
gion $u lernten, ber ©efchtnacf gnug hat, 
um unfre Rachabmuttgen mit jenen Origina¬ 
len }u Dergleichen, vielleicht fofgenben ©hß ? 
rafter angeben: 

„SieRiorgenfdnbifchen ©erlebet ©eine# 
„ jeid;nen fiel) au#, burch ben hoben SJusbrucf 
„einer ©inbilbung, bie ©rbichtungen liebt, 
„ ©itfcnfprüchc in giguren, Silber unb ©chat« 
„ten etnhüftef, bie nicht blo# auf glügeln ber 
„RJcrgenrotbe bi# an bie ©rdn&en ber Ratur 
„ auffebwinget , fonbern fich oft über biefe 
„ ©rditjen wagt, unb im Reich be# Unnatur? 
„ liehen, aber wunberbatren Ghao# umherirref. 
. ? 2)ie f altern oernünftigen £>eufftben {mben 
„biefer brennenben ^bantafie ftd> naebfehwm« 
„gen woßen, mit glügeln, bie ihnen bie Ra? 
„tur nicht gab, wie £ora$ oom^dbalu# fm? 
„get: (ie jeiehnen frembe, oft unoerffanbne, 
„unb wenigen# ju entfernte Silber: ihre 

O 4 v ge« 




236 -- ^ 

„geborgte grbiebtungen ftnb ©efcf)c|>fe ohne 
„(?rbe: ihre natpgeöbmfellrmpfinbungen (eine 
„(fmpftnbungen: ber 9lu$brucf erreicht; fein 
»Original oft nur, woetfficpbeni Uebertriebe- 
„ neu rabert* * 3cb habe oiel gefaxt: beit ®e* 
wei$ uberlafle id> tinem jebett, ber borgen; 
Idnbifcpe ©ebiepte $u lefctt weift. , • M 


* 

7v 

(&enb naepabnten foflen wir alfo gar nicht, 
unb ein -Ott&cntCUtU Hl in teinein £ucifcc 
unb in feinem ^o&C 5tbclS ber ©emetfung 
unb ber Mergernif unwurbig — aber wie 
fottnen wir un$ non folcpen J^ubemanttö 
befreien? 2Bcntt wir un$ aufmuntern, bie 
fWorgenlanbifcpen ©ebiepte, M ©ebiebte $u 
fhibiren, erfldven ju lernen unb betannt $u 
machen. Unmöglich tonnen wir ße uberfejs 
$en, unb naepabnten, epe wir ße »erlTeben, 
unb bie SÖtorgenldnbifcpe Philologie, bie iti 
unferm Oeutfcplanbe feit einiger $zit blupef, 
wirb, wenn ße ßcp mit ©efepmaef oeremigt, 
fcpleepte unb bumme SRacpapmcr jerflreuen. 
















■ - - 2 J7 

* 1 I k - 

©er beflfe Ueberfe$jer mug ber befre SrHd* 
rer fei)»; wäre biefer ©a$j aueb umgefebrt 
nmbr: unb waren beibe »erbunben: fo wur* 
beit wir halb eilt 2?ucJ) hoffen tonnen, ba£ fo 
biege: „^oetifebe lieber fej&utg ber SMorgen* 
„fdnbifcben ©ebiebte; ba biefe au$ bem Enn* 
„be, ber ©efc|)ict>te, ben Meinungen, ber 9fe* 
„figion, bem Siffanbe, ben ©itten, «nb ber 
„ ©pracbe ihrer Nation erffarf, uttb in ba$ 
„©enie tmfrer Seit, Senfart unb ©pracbe 
„ »erpflanjt werben. „ 3n ber QSorrebe wür* 
be man mit SRecbt fagen fonnen: „ Siefe 
„lleberfe|jung bat notbweitbig ba£ febwerffe 
„ unb mubfamffe $öerf fet;n muffen, $u bem 
„in ber Srfldrung, bie 25emerfuttgen einiger 
„wenigen ^p^tfotogen oon ©efebmaef, unb itt 
„ber Ueberfe^nng bie gramerfeben JSfatoteti 
„nicht# af# fleine 23eitrd^e haben fepn Hna 
„ neu / oft um un# ju beffen, ©eficbtßpunfte 
» P geigen unb bebutfani )u machen. Qitlcin 
„ wir haften e# auch für eine Driginalarbeif, 
„ bie mehr Einflug auf unfere £ifteratur ha* 
„ben fann, ali jehn Drigiualwerfe. 6ie 
„ unterfebeibet bie ©ra^en frember 936lfer 
„oon ben unfrigett,fouerwirrtfie auch laufen 

Q 5 »wS> 


* 




I 


338 


„tttägen: fie macht unö mit bcn Scbinbci* 
„ tea unb bem ®enie einer Station befannter, 
„bie mir febr fcjjief anfaben, unb bodb von 
„(Befielt femten füllten: fie iff ein 3)?u|fer 
„ einer Stacbabntung, bie Original bleibt* 
„Sollte fie alfe auch nicht ba$ ©tuef haben, 
„neue unb mirflich neue ©enietf $u evmecfen: 
„fo mirb fie boch roenigfienä ben Stach* unb 
„Stebenbublern auälanbifeber ©o§en eine 
„©anb von Sornen Vorlieben, bag fie ib 5 
„reu Steig nicht finben* Sie mirb fie er^ 
„greifen, $urücfreißen, unb fagen: Siebe 
„hier beine Statur, unb ©efebiebte, beine 
„ ©bgen unb ©eit, beine Senfart unb Spra* 
„ cbe : nach biefem btlbe bicb, um ber Stach* 
if abmer bein felbff ju merbcn. Unb miflff bu 
„von einer ber vor$üglichllen Stationen il;re 
„ 6cbaU e nit^en : fiebe b^bet'! 3d> fuche 
„bicb mit ber £unf? befannt gu machen, mie 
„ fie ©efehichte unb SMigion in ©ebiebte {tt 
„ manbeln muffen; raube ihnen nicht ba$ ©r= 
„funbne, fonbern bie 5?miff $u erfinben, $u 
„erbichten, unb cin$ufl«iben!„ 

©o iff ein Ueberfe^er, ber zugleich $bifi>* 
fopb t Sichter unb ift: er fott ber 

SRors 















■ ■ ^39 

2D2orgen(fern einer neuen ©poebe in unfrec 
Sitteratur fepn! 2Iber leiber! Sffrfc&ifcbe 5Bur« 
jeln mac{)fe« gw« auf bürrem ©runb ttnb 
25oben: icb werbe meffeiebt ein pimn defide- 

rium bingefebeieben haben. ©g fep! 55er* 

rf;eii gnug, wenn bie$ mein gragmenc nur tu 
nem einzigen ©cbriüffefler bie §eber mig ben 
§dnten winbet, wenn er un$ neue ^eiterige* 
bid)te im Orten tafifeben ©efebmaef liefern triff! 
SBortbert gnug, wenn e$ einen einigen f>e)ra* 
metrifien uetmeebte, fein ©ebiebt nadb bett 
twrgcfegten ©eficbfäpunfrett ju uerbefiern; 
9htcb febon QSortbeiK gnug, wenn tß einen 
Äunfiricbtcr bilbete, über ©etfe tiefer 9lrt 
beffet gu urteilen. 

3cb fann nicht widriger fcbliegen, alg 
wenn icb ba£ cr|>abenffc Orieutafifcb - ©eut* 
febe 5ßerf: bctl ‘tWeftaS, Äritifdb prüfe, 
über ben man, wie teb glaube, noch nidjt eine 
fo genaue ttnterfucbung bat, alß tß btefeg 
groge ©tücf verbienf. ©tnige haben nicbf 
über ein Fragment * urfbeifen woffen , weit 
tß noch Jein ©anjeS wäre ! ©nnberbar! 

Äan» 


* %$• 19. P. M 0 je* 




\ 


/ 



*40 - " " - - - - 

Stann ich benn nicht über ben ©eiflber Steife, 
über jebe <£rbtct>euti^ in bemfelben, a!3 über 
ein ©anje$ urtbeilen, ohne ein tyroptet fepn 
gu bürfen, ober bem SScrföffer Unrecht $u tbun ? 

lieber gragmente, benfe ich, fofl man am 
ei'llcn unterteil, um bem SSerfaffer gu telfen, 

ober meuiaflenö feine Stimme auch iu geben; 

* ' * _ 

baburcp, unb taburcbafleinarbeitet cinÄunff* 
ler ocr ben klugen M ^ublifum: er tat ein 
unooflenbete$ Sageroerf tingeflcttt, unb fr etc 
(unter bemfelben, um nact ben Urtbeilen ber 
Kenner begangene geter gu »erbcjfern, unb 
luuftigen juoorjufommen* £atte tflopfrocf, 
gleich im Anfänge, ffatt eine# pofaunenben 
£obrebner£, einen Äririfcben greunb gefun* 
ben: taffe er nicht gleich fr nie! bfinben 25ei* 
faß, unb noch Mtnbere ^actatmung gefeben : 
vielleicht mürbe manches in feinem vortrefli- 
<ten ©ebiett noch rortreflicter fepn. 

9lber fo gettä! lieber kleine ©eifter, über 
Setrlinge uttb ©efei len, bie SSerfuebe machen, 
finb Äunffricbter gleich <ti S0?enge ba; fie finb 
gfiegengötter, auf bie auch immer bie Sßa* 
rianfe biefe$ 9lamen$(33eel$ebub unb 535eel^ 

jebul) paffen mag! 51bct* es* tritt ein ©enie 

auf. 



















t 





I 



ouf , tute auf? beut ©ejjirn beg 3npi* 
terg! „©ogleich erbebt bon ihrem mächtigen 
„©efcbrei ber £imm'el unb bie Wlultev @rbe: 
„Slpofl, ber grleuchter bet Sttenfchen, be* 
„fielt t^nen bag nufcliche ©efc^dft an, bet 
„©bttin guerfl einen 9ilfar gu bauen, unb 
„burcj) ein beiltße^ Dpfer ben Sater geng 
„unb feine gewafnete Xochter ju ergogen!,, 
freilich, urteilten auch uiele, wie jenen 
©chußer am Silbe 2lpelleg: allein bie rechne 
ich nicht: ße bdtteu fchwcigen feilen: auch 
Sloptlotf hat ße niefjf gerechnet. — „Unb 
„wirb et beine Slmnetfungen rechnen ?„ £)ag 

weiß ich nicht: ober menfchlich unb billig 

aufnebmeu, bag wirb er* 3eber urtheilt, 
wag feine 2Iugen fehen, * Sie meißen 
aber fehen beeb einerlei, ©oflte alfo auch 
mancher Älopßotfianer mir entgegen ru¬ 
fen , wag 3f?icomad)ue? bort gu jenem 
fagte, ber baß Silb ber Helena, non 
SetytS gemalt, tabelte: „9?intm meine 
„2lugen: nnb ße wirb bir eine ©ottin febei* 
„nenf„ 3dt> fchreibe boc b, nielleicht, wag 
viele bei ßcp gebacht/ ober gar ein ©enie, 

bag 

* SJ, J, io, 13, i6,17, 


* 




m 

ha$ m bei Älopfiocf^ ?)?ejjiaö fo ftnbef, att 
SJlejranber am 35ilt?c-91 chifl5, n?a$ bieä ©«nie 

frbon tuntet in feiner ©cele füllet. 

* • 

■< * 

•T W wm “ # 4 * » * P ■*’* ►' * 

5Ber tännte bie ^ubifebe ©ei(e biefe# ©e= 
biebttf am beffen beurteilen ? @in Slabbi, 
ber für fein 33elf <pafrioti&nu0, Ädttnrnif? 
feiner ©ebrduebe, unb eine fWorflentdnbifcbe 
©nbilbunggfraft &dtfe! Unb wer bie §briff* 
liebe «Seite ? Dbnc gmeifet ein ©briff, ber 
für feine ^Religion Patrioti$mu$, Ädnntnif 
ibveg Umfanget, unb (Sbrtfftiebe warme 
©mpfinbungen befdße! Skibe tonnen fidb 
wiberfpreeben, t>on entgegeitgefebten ©cifen 
bie0acbe betrachten, um batf Urtfkif einiger* 
«taffen »oflfJdnbig ju machen. 3# tafle fte 
♦fpreeben! 






* 




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♦vt 


J 


* 



I ft 

©efprac!) 















\ 


®efpvd$ 

groifc&en einem unD einem 

Spillen 

über ÄfopjWö SOiegias.- .jj. 


©fC Dulbbi. 

habe 3hr ^Scrlftiißen erfüllt, tmb Äfop* 
flfoef getefeu! 3cb habe ihn jmeimat unb 
mit neuem Vergnügen gefefen. Äamtt patte 
icb einem SWrblicben Seutfcben bie reiche 
3£orgcnfanbifebe g mbilbmtgef raft jugetrauct, 
bie er bewiefen. 

©er €f9?un! habe icb affo nicht 
Sfttcbt, baß er auf Seutfcber gebe ein Dri* 
entalifebetf Senfmat gebauet pat, ba$ bie 
©pre unferer Nation wäre, wenn e$ noHett* 
bet würbe? •* 

SKctbbi. SIHerbingä: unb baß er ßcb über 
bie Sttptpofogie ber ©riechen fo glucflicb $u 
febwingeu gewußt: fobert rncl ©enie! 

^nb baß er überall au$ fiep felbff 
bie Eucfen bat aitffüBen fännen, um au$ ci* 
ner furienSefebicpte, ©ebicbf, gpopee, unb 

. eine 












244 


eine ebtiffliebe ©popee $u machen — febert 
noeb mehr! 

9vabbi. liefet gan$ aug ficb bat er fie 
au?gefullet: bie ^eilige ©efej)itbte liefert ja 
baju 0tof gtwg; icb munfebte alfo, bng er 
tiefen @tof mcf;r gebraucht J>ätte; auch ei« 
nige SRabbiiüjcbe piige bat er glüeflieb anju* 
roenben gercugt urtb — 

£^ri|r* 9?ur nicht, bag tiefe 2fnmenbung 
auf $o|Ten feiner Drigmalerfinbmtg gebe* 
Sine!) au$ Sttilton §at er 3»ge [genommen: 
»er ftc aber fo glucflicb roie er nimmt, unb 
emmenbet, bat fie felbff erfimben. 

JKabbt. 2Bir fcbeineit obngeacbfet unfert? 
»erfebiebenen ©eficbtpunfte$ fo giemlieb dbn* 
(icb m feben; einmal haben fie febon mein: 

id) VDÜnfcf)tc! gebart, ba$ jroeitemal e$ 
unterbrochen — wollen mir ung nicht naher 
unfre Steife! fageit ? 

Ct)rt(L (£ben ba$ habe icb Pon 3bnen er» 
toartet: bei einem mug man ficb 

nicht blo$ oergnugen, fonbern auch 1 unter* 
richten. ®a$u bat ber QSerfaffer feine 9tb* 
Jmnblung t>Ot1 ÖCV $etltflen ^>OCfiC Votant 
gerieft« 

mbbi 










/ 


■unipHii■■■■V- v 

JKabbi. ooflig t>agu! wenn wir ße 
jum 3ttöߣfföbe be£ 502efjia$ annebmen müj?* 
tcrc, fo litten wir bie SKicbf igfeit biefe$ $D?aa$- 
jfabeg vorder felb|f $u prüfen* Kfopßotf 
fagt fo fyxtx, ali in Allen feinen sprofaifcben 
©tfcourfett oiel; aber immer bleiben auch 
Hnterfcbeibimgen, 25efKmmimgcn, gufajjc 
für beit Befer übrig* 

Cbrtjf* ®uf! f» wollen wir bie Prüfung 
frei »ornebmen; begegnen wir un$ mit bem 
Serfaffer manchmal: um fo oiel beffer! fm* 
ben mir etwas gegen ihn, benKritifer: f» 
wollen wir$ auch nicht oerfcbweigen. 


Otabbi* 9ßun bann! Kommt 3fmett ein 
Sttef ia$, wie ber feinige, wobl al$ ein recht« 
bebaubelteä ©ujet jur Jragißhen gpopee oor ? 
SOtir nicht! Sie *H>utb feiner geiitbe wäre 
ein tlnbing, wenn er in bem ©lanje oüttig 
gewanbelt hatte, in bem ihn K. erblitfef* 
Jp»atfe er ihn nicht in Umffanbe fe$$en foflen, 
wo man fein Verhalten gegen bie geinbe felbjf 
fabe? au$ bem fie, feiner Unfcpulb unbe* 

fchabet, einigen Schein &ur ®utb gegen ihn, 

um 








' 246 —~ 

um ba$ ganje «Sol! anfjtibrtngen , jiehett 
fännten. SBJaö 3 c fn$ ihnen ärgerlich^ $u 
thanhat, wirb erjagt, nicht aber im Sfn^ 
fange be$ ©eticbt$ hnnbefab jum ©runbe ge» 
legt: fo fehen wirSffeft, opne bie Urfache 
felbff gefehen $u haben: ber ©popee entgeht 
ttmi an spoetifeber fffiaprfcbemlicbfeit. 

Cj)rtfl. geh* 3 (wen einigen Beifall, 
aber au^ aubern ©rünben. Ser 2 D?egia$ 
evfebeint nach beit ©eifjagungen bes Qi« mib 
ben Srjdlungen be$ 9t. Xejtamentä viel 
menfd)lieber, ald ihn malet. 5Jie 

(rpopee fobert nicht ein 3 beal, wa$ über* 
menfcblich wäre, fonbern wag bie bäcbffc 
Führung uerurfarbt: nun entgeht aber bem . 
, ©ebiebte be$ Ä, oiel von tiefem Beben, weil 
Wir ben $ct(anb 3 « wenig menfd)lid) fehen; 
unb e*S bleibt hoch immer wahr; nichts be* 
wegt eine menfcbiicbe Seele, alg wag felbf! 
in ihr »ergeben farnn Sahen wir öfter 
unfern ©ruber, ben griffen SD* enfebenfreunb: 
fo würbe bieg eher tag giel erreichen, „biß 
v San je Seele §u bewegen unb jebe Saite ber 
,j ©mpfrnbung ju treffen. n \ 

tarn: 








% 



3vabbL 3Bie? wenn unfer 3cfatflgbcn 
SSftefjiag gefangen hatte? — QBarurn hat 

ä. nicht mehr bcn erhabnen ?L\repi)ettV 
fcbett inäJgpifche umgeftimmt? £at 
er mU Durchgängig ben ©cift, ber bte 

^g>au^altung M ganjen % $:eftament$ 

belebte, angewanbt, ba 3cfa3 hoch «inet» 
2>oIfe erfchien, ba$ ihn unter biefett Silbern 
erwartete? ©efe$t, fein Sttegiag wäre bet* 
SSoraugpetfünbigte; fo jeige ihn auch $L in 

tiefem ganjen Sichte. 

Cbrjjt* #atte unfer gohamteg, ber ihn 
big an fernen Sob begleitete, unb fein ^MatO 
warb, mit bem feurigen SjJinfel ber SJpofa* 
Ippfe ihn ‘fchilbern rooflen; fo hatte er ihm 

_ jf 

fo oiel iflDftiOUafe Seffimmung gegeben, 
tag jeber ruffen muffe: „bag ijf er! gchan* 
„neg hat i(m gefehen! „ 9?un hat ihn freilich 
Ä. nicht gefeheu; aber alg Schöpfer hatte er 
ihm SIBefen unb Sehen geben feilen: „Ser 
„Sichter jiubirt ben ©runbrig feiner ©e* 
„fchichte, malt ihn ttachxben £>aupt$ugen 
»aug, bie er in ihm gefunben gu haben 
„glaubt, unb mug ung burch feine machte 
,,gen Sunffe bahin bringen, bag ich ju ber 
. » ? „ Seit, , 


* 





* 


„Seit, ba ich ihn lefe, unb auch noch lau* 

„ger, t>crgeff<, bag eö ein ©ebidbt ifh „ 
fRabbi. SBenn ber ©cpauplafc unb bic 
mafreit Auftritte iit einem S&rijilic&en ©e* 
biefcte nicht recht Sübifch ffnb: fo rcunberc 
ich mich nicht eben; ein mie bie 

mcijlenfinb, Ratten unfern Staat, Sitten 
unb Gebrauche für $u niebrig, al$ fie ju fim 
biten, unb fie muffen hoch ffubirt merben, 
roeü fie uon bem ©eif! ber heutigen Jett ffcf> 
fo n?eit entfernen. 2Iber Älopfiocf, ber u?u 
ber bie£ 3übtf4>e Sofiume nie offenbar (mn- 
beft, unb ber e$ oft in feinen Bügen bemerf t, 
biefem nwnfcbte id;, bag er ^ationalgcijl 

unb3üötfcf;>e?aune burd)gangig in fein 

©anjeö gebracht baffe. Saju gehört oieJ, 
aber ba£ jetgt t>bn ©enie unb jaubert un$ 
mitten unter anbre 93offer. 

Wit ;i|t eure jpünftfichfeit unfo 
euer talmubifcher Stoi$ in Serimonien $u 
frembe, um baruber urtbeilen ju ffinnen; 
aber roa$ foilte fein SÜicgiag eher unb nmr= 
btger feon: alö ein £icö Ütß ttrfprungcS 
«nfver OvdigiDn* 3«ber Ghrift fobert «$, 
unb tann e$ fobern, bag fein 3ftegia$ als 

fft v ein 


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* \ § 

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240 


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ein ©efanbter ©otte£ erfcbeine, bet gan$ unb 
gar mit bem großen ©ebatifen ficb befehdftigt, 
über bie hülfet $u ^errfc&ert; baß fein ©r= 
lofer at^ ein Prophet erfcbeine > ber ber ®dt 
gicbt unb Srei^it unb ©eligfeit gebracht bat, 
ber je$t feine angefeinbete gehre mit £9?drs 
tiretbfut befiegelt, unb mit biefem25!ut bc$ 
neuen 2hmbe£ in ben Simmel geht; um $6* 
nig über ein ncueä 9?eicb ber ©nabe jiiicyn. 
25ei feilten testen 2fugenblicfeti feilte es ihm 
mehr am Serjcn liegen: „mag feine beerbe, 
„feine grübet, feine gatntlie um i$n unb 
„für i&n leiben mürben!,, Senn ber heilige 
Siebter in feiner Slrt bag thut, „trag ein 
„ aiibrer tl;ut, ber aug ben nicht btfiortftbett 
„ Wahrheiten ber 9?e!;igiort, geigen her!eitet; * 
memt „unfre gehvbücber aug ber Religion 
„ ein (Berippe gemacht haben: * fo fofftc jener 
„ ber Offenbarung felgen, um fte in einem 
„gefunbett männlichen Körper bar jtt (Men. „ 
Sllgbenit muß Älcpffocfg SDießiag bie <hfJan* 
jung ber Äird)e, mit ihren ©c!)icffalen unb 
^Säuberungen mehr im 3luge behalten, alg 

,91 3 Q3tiv 

, • * 

* f. itlopß. aibjanbl. ucn ber hell. JJoefie. 











Jf Sb % pr 

QJirgil bie ©runbtmg bcg 9?6mifchen QSßlK 
unb Äaifert&voncö bebaltcrt formte: baburd) 
eben befam e$ bei einem 9flcmer, T>ei einem 
Jfltgtlfr unb £)Ffat>ta 3«tcreffe* 

Sulbbi. Unb bentt batte Ä* feine Sipoffet 
nicht fowobl nath feinem weichet* £ergen, al$ 
liebe gute Jünglinge malen feilen: fonberti 

ihnen mehr mit großen Fehlern aud; ba$ 
©rege göttlicher f l>rop£eten geben — 

££rifl. Ober ftemcnigffen$ al$@djttKU 
d)0 malen foflen, bie einff gu @Üulcn bet 
£ircf)e beffimmt finb, unb bet betten er me* 
nigflen^ bie Sfnldge gu ihrer funftigen ©roße' 
im 2>orgnmbe geichnen foHte. 

3vClbbi* 9lber überhaupt! ijl in feiner 
©oopec gu viel ©erüft unb gu wenig @e* 
batibc; gu nie! Siebe unb gu wenig $cmb* 
lurtg. 2Bte vielem bavon fatm man weg* 
nehmen, ohne Schaben, ja vielleicht gut: 
Schönheit bc$ ©angtn. ©uer wirb 
entweber über ber SKenfcbbeit gefehilberf, 
ober mit bem hollen tvctd)en ftergen, ba$ 
ba fpl’icf)*', unb blllbet, aber gu wenig fyan* 
belf» 2Ber ihn nicht gutu 23crau$ auS bet» 
©vangeliffen fcmict: wirb ihn au£ btefent 

. . ■ ' ©ebiept 

1 ^ . - 




V 


* 


















©ebicSrt nicht in feiner ganjen ©r$ge fcn* 
nen lernen* 

/. ; ©)rifh Sicflekht ^nbcn Sic nodb $u rief 
©efcbmacf an bem fParentbprfutUn Silbern, 
ten man 3&rer Nation uorrotrft; »ießeiebc iff 

bic £<?{>ett 3ef« mehr eine fltllc ©roße! 

Sflur freilich, bSt'fte fl# biefe tue|>r im 2lntli(s, 
in ®?inen imb ©efprachen, al$ in ben menfchV 
lieben tbarafferifltfthen £anbhmgen jeigen, 
bie eben nicht SKimber fepn botfetu 

3vabbt. Sinb nicht feine @nge! griffen* 
*beil$ ba$ im ©cbichte, m$ ffe in ben fu< 
pfern fmb: weibifche, }avte, liebe Knaben, 
biefebmeben, unb umberflattern, ol;ne recht 
in ben ßerninbalt be$ ©tucf$ eingeflocbteit 
ju feptt: SKafchincit, bie ihr fpoetifcherSch^ 
pfer nicht $u brauchen weiß. SBenig mm bem 
Öeben, mag ein ©»gel bat, men» er nacl) 

bem % $:* aucl) nur ber einca 
Giemen t&, bet* Otegent eines £anöes, 
unb ber (StattljaUet ©o tut in einem 
twebtigen Sfuftrage iff. v 

greilich macht Sv. jroar eilten Un* 
terfcheib, ^wifeben einem ©ebiebt, ba$ au$ 
»geitnffen ©efcbichtcn be$ erffen SnnbeS gc= 

St r 4 '„nm* 





2 J3 

„-frommen mürbe ^ unb einem; fo baß 3mtre 
„ber Religion ndber angebf; unb $roar einen 
„Unttrfebicb inSlbffcbt auf bie^eltlicbfett, 
r n?ie erd nennet: „ nßein bem unbefepabet 
fontmt ci mir vor, bag er bei bem Innern 
$u fepr bad $fcugere vergeffen, uub ba er fein 
£aupfaugenmett nur'immer auf Totalität 
gerichtet; es mit feinen ©ngefn manchmal 
pergigt; mß er fefbff fagt:* „ &n 

„foll me^r alö ein Jupiter fcpn, Öer eben 
„gcöonnert bat. 

>vabbt. Ueberbaupt bat 5t. baß ©pflent 
bed alten ^linbeö bei feinen ©igeln bei* 
nabe gan? oerdnbert, unb mtrflich $um 6cpa* 
ben eine* unnlidjen ©ebiebtd, baß ff# bem 
Örientaitfcben ©efepmaef bequemen fcö. 
©r meint, „man muffe ber Religion, niept 
„ aber ber ©epreibart ber Offenbarung nach* 
„abmen; ed fei benn btc Propheten, fo 
„fern ihre ©erfe 3J2eiflfer|Iucfe ber 33ereb* 
„ famlreit unb. „ ©inb ibre ffierfe Q5eteb# 
famfeit. fo fütb fie. geroig nicht ‘Sietflet* 
fttufe; alß a)i€ifferf!ücfen alter Orientale 
feper ©ebiepte b^tte er ihnen naepabmen fol* 

len/ 

* 9totb. Sfufieb. Sb.- 5. no. 













len, fonfi i|r fein ©eficptipmift ganj »er» 
roerflicij. 

Unb feine £5tte ? — 3mm«: roirb 
ei mir ferner, bloi reine ©elfter ju gebenfen 
(bie toenigfieni tticljt fo finnlicb «li mir finb), 
bic «ns « sein imtern giftigen (ßrincipio bei 
bteibei, gegen einen ©ott, ben fie ju febr 
fennen, unb gegen einen SWefiai, »on bem 
fie iu wenig rciffeit, aui ©ruttbfajjen, fo 
nncernünftig unb ohne iw^rfc^dniiif) ge. 
machte Jriebfebern fo boöfjaft bänbeln wer» 
ben. Sillei, tuoju er je$t bie Jenfel braucht, 
hätte er «ui ber m endlichen (Seele unb bai 

mit mehrerer finnlicben 3?ül;tung beeoor» 
raicfeln tonnen. • - 

Diöbbi. Slber er wirb fie brauchen, um 
ben Sriumpb 3efu über fie ju jeigen. Slber 
um eben biefeit ju jeigen, batte er fie mehr 
feiten unternehmen laffen. gu ber foeti« 
fcfjett Soibeit, bie er ihnen beilegt, gehört 
and) mehr Älugbeit unb Sphäre ju wirten; 
Unb bie legt ihnen nnfer ©efej audh immer 
bei. Sai wäre ein Srinmph, wenn bet 

Jeufel mehr ber ©Oft biefer 3BeIt, ber 

<£>evc ber Elemente, ber ©ctpaltfjftbee 

■Ulf • ' • st 5 ubcc 




/ 


\ 




über unb Unglücf wäre (wie ihn bo# 
fca$ 21. i unb fcfbflE bie Meinungen be$ bös 
maligen 3«tpunft$ barfleßen), ben naehbet* 
3cM überwanbe. 

£>ier batte fein SOlilton uor £. 
fcpn foflett; fo wäre bie gange &oüt nach 
anbrer ©auart ungerichtet; nicht im 2fnfan« 
ge fo prächtig erffnet, um immer (Jpifoöe 
gu bleiben; nicht fo oiel $immel unb ©e* 
fanbfebaftem Ä. geigt gegen ben ©ritten 
m$ ein JJbilofopb mie.©runbe behauptet: 
„©enn ein ©itglanber unb S>eutfcber ba$ 
„ Erhabne febilbert; wirb jener e$ furchtbar 
„unb febreefbaft getanen; bieferaber auf bie 
% „^>rad)t oerfa(Tem ff 

diobki. Ueberbaupt batte ftlopfloef ftcb 

mehr nach ^attonalmciniingen, beut 

Sjjoetifcbeti 6imt be$ 2 L X . unb bem ©e* 
febmaef ber ba mutigen geit $2übe geben foU 
len. ©efriebigen fyat er eure Drtboboyie 
boeb nicht tonnen, unb warum bat er fich 
beim nicht einige Schritte weiter non ihr tnU 
fernen wollen, ber $oeße wegen. Sage» 
Sie mir eä,<£bn(i 1 mit einem ©orte: „wogu 
„leibet & 5föegia$?„ tuit einem ©orte? 

/ Sie 


* 


l 











©ie fittb wirftidb in 6erfegen$eit! — (Seüt 
gci&cn bor ©o tt * ifi mir nicht (ttmltcfr 
begreiflich gnug ; unb Ikß i(r bc# ber SWit* 
tefptmft feinet ©ebicfct& 

©Öri(t* Daß warfreiEkJ) oufgut3ubifcj>! 
SIber mein ©eferobcper Sftobbi erinnern ©ic 
ßcb an jene# t Ne vltra! — ©$ mog im« 
mer n>o$r feptt, bog $. oft bo$ (Erhobene 
Iinb ^ißMlifdje auf'Äoflen Uß £pifd) 
rübveiibett treibt; ober laß ifi fcjwn tfytiii 
bie Schwache, t^citf bie üttobe «nfrer %tit t 
ober MUß jufammem ©er fann booor, 
bog St e$ für ben fCjtClt gnbgwecf ber bö # 
herit ^Joefie halt, nicht „ade unfrc fmmiche 
„Ärdfte $u bewegen,,, fonbern „biemora* 
„tifcfje Schönheit. „ Sie fep laß wohre 
Äenn^eicben Uß ©er t$ß rott jener. 

Svabbu 3o! Uß fittlichen iproftifchen, 
nicht ober be$ öid)tcrifd)e)1 ©ertbä; ein 
Sennjetcben ber ©utt freilich; nicht ober 
ber Schönheit unb ber hochflen ©chonheit, 
^Überhaupt rerbient in rieten ©tucfen bie 

Äiopflocfifche 2tbhonbUmg m\ ber ()rtfigm 

r r> ‘ ipocfic - 


? f, $*e8iabe 5 . ©ef. 




/ 


s 


J 

f ocftc grunbficb geprüft werben; unb rief« 
Jeicbt fage icb 3fwen ein anbermal meine ©C* 
häufen baruber! 

(Efjrtfh Unb oiefleidftf geige icl> Sitten fünf» 
tig ben ©rnnbriß, ben id? bei bem brittert Üe« 
feit beg Sföegiag entworfen. 3*Jt babett 
wir nur immer SIbmegc ober Eucfert, gebier 
ober ©ebwoeben gegeigt; mehr fonn bie Äri* 
tif ntebf; ober bag ©etttc ijfg, wog jene 
Ülbwege unb gebier oermciben, unb autj) £ü* 
ejfetl unb Schwachen ooli füllen muß. 

f>vClbbt. S)e|Io lieber für mich, wenn icf> 
3bren ©mbrtjou oom ^Jlan febe! 5?ielleicbt 
bot er mit ben geblern mich bie ©cbänbeiten 
£. »ermicben, unter betten feine gebier gang 
. rerfcbwinben. Biirgenbg' ifl großer, oll' 
wenn er, ein Äemier bei metifcf>f*c&ert ©ei(fei, 
jegt einen ©türm oon ©ebattfen unb IS mpfife* 
buugen aug ber $iefe ber ©eele brlt unb ißn 
big jum öimmel braufett laßt: 5£enu er eis 
uen ©trubel oon Zweifeln, ©efümmerniffen, 
unb <Mengf?eit erregt; wie $bifo, ber rergroei* 
felube 3fcbartofb, betrug unb infonberbeit 
bag große ©efcjjopf feiner ^^atitaße 2iban« 
benno geigt. - . : ^ 


* 


f 


V 










* 



Unb im 3drtlichen fleht man Ä* 
immer fein £erj fchübent: 35cnoni, 
jaruö unb ©ölt, Partei unb ^Nom'a; 
SDitejam unb ©eboraj afle3 uortreflidje 
unb iiebengmürbige ©eenen, lleber^oupt mür¬ 
be unfer ©efprdch, menn e$ bie Schönheiten 
aug einanber fejjen wollte, fehr fpdt ju (Fnbe 
fomtnen; aUtß, al!e$ ifl bet 5L in ?|tei(ei]t 

febon febr fepon, nur im ©an^n. nicht ber 

rechte gpifthe ©eifi. < 

9väbbi* $?tr ging d ebenfo! ©o fange ich 
fa#, batte ich f«hr feiten eine Steinigte« wi* 
ber Ä. Ratten ©ie mich bamafö um mein Ur? 
theif gefragte fo mürbe ich fcbwerlich haben 
richten f6nnen,meii ich mich ergS$te, »dl \ä) 
etrpfattb. freilich Aber fam mir nachher 
baä ©an^e — / 

{Ef)rtft* Muffen aber, tag biei 
©an&e nur noch Fragment iji, 

JKabbi. Sßutt bann! fo münfiche ify ihm 

f 

eine folche SSoflenbung, al$ ber 0ofar uoro 
Siebe ber £kber fagt: „an bem 2<g, ba d 
„uoßenbet ifl, iff bie Soflfommmheit unb 
»©eponheit felhjl geboren !„ 


SBon 




©ott bet? ©rteßtfc&en £ittet*ahit 

in £)eutfcf)(attD. 


itMM^vin^pwp^nppifp^ 4 

l 

f . j 1 , * ^ 

(2Bie weit fernten mir tue ©riechen?) 

JDie ©rieten, bie Siebfinge ber ‘Btincrüö, 
haben foroobl in ber £un(?, oft? in ben fc{)$* 
nen SDfffcnfcbaffeu mit folgern ©lief gear* 
beitet , bag ba$ 3bcal if?rer SBerfe unb bie 
feilte Sftatur felbfl, bciimbe ein 2ulb atiäma« 
eben füllen* 3Bie ^fjlicpöibes bie ©tabt 
Sitten, ba$ ‘Sfiufeum unb iprntaneum ber 
©riechen nannten fo ijf au$ (Srted)enl<Hli) 
bet Sempel unb #fin ber febönen Statur ge» 
motben, au$ bem bie metflen Stationen:<£u> 
ropeig, bie ttic&t Sarbarn geblieben/ ©efeye 
unb 2* uff er befommen buben. 

$iet flog ber ißiertfbe Quefi, au$ betn 
feiner tvanf, unb ber jlngeroeibten einen 
biogen ©Zauber eintagt: fytev raufebfen bie 
Sbnrfu^ßflbe ©itbyrambifcbe JSegeiflerung in 

We SSerfraitm be$ S)iont>ffUÖ; hier tan» 

|en 


















$tn Styntp&en utib ©ratie» um Ihren 9lna- 
freon : Dlpmpifche franse fliegen um bie 
Scheitei ber Sieger, tmb ihr 2anb hüpfet 
nach bem ©crifcfcen Saitenfpiet $JMnfcat$: 
hier wetteifern ^J)C0frtt$ Schäfer, unb 
faufchenb entffetbet bie ganjc 9?otur ihre 
Sii)j5nf)eit *. hier fangen bie Q$6re bc$ So* 
pbofle$; hier ba$ öbcum, bie ©efilbe bec 
Stufen — 

Odi profan um vuJgus et arccO 
Fauete Unguis! Cantuna non prius 
Audita Mufanmi facerdos 
Virginibus puerisque cantat! 

5a fie finb bei* 9?achahnumg roerth, bie 
©riechen mit ihrem feinen fpoefifc^en Sinne: 
fie, bereu fernes 5beöl ein Sfbglan& ber Sfta* 
tur ifl, mie bie Sonne fich im ffaren Sache 
fpiegelt; bereit bichtcrifchcr ©runbrig oett 
ber ©ättin (£t)tlDmia ßegeid^nef ^ tinb t?o» 
ihrer Jochtet’, ber l;immiifchen ©ratie, au^ge- 
malet worben: beren Silber fich- in teil 
©lanj ber ÜKorgenrothe hüllen: beren Stfunb 
SMobU fprtchf, tinb beren fidjeb Dfyv Sil« 
ber fielet — fie finb her Sßachahmwnö 

werth* 

r • \ 9lber 




v# v - • I f 

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* 

. % 9 

f ' __ 

36a 

Slber c|e mir fic nacbabmen, muffen mir 
(ie erfl fennen* $ßo finb bie Üicbtinge ber 
Sttufe, bie bie ©riecbiftben SMumen unb grumte 
auf ben ©oben SeutfcbtanbO ä« oerpflanien 
fuc^ett ? 2Befc&e$ . ffnb bie ©tbuöengei ber 
©riecbifcben 5Jbitotügie? — Ser uufferbli* 

<bc ©efj ncr: S'rnefli: unb Älojj: ieb miß 

nur biefe brci nennen, bie riete 2$etbien(Ie 
laben, bie ©riecbcn unter un$ bekannter ju 
machen; aber tneiffeng für ba$ ©rege itt 

©eutfdjfanö, blo$ bureb 2(u6gabcn. Ser 

crfle ifl Seutfcblanb teiber emriflen : ber- 
$roeife |at fiel nach ben gugflapfen be$ er* 
(lern, ben Sßeg Äritifcber ©enauigteit ge? 
ma|tt; unb arbeitet in anbern Sejirfeu: 
ber britte, von bem SeutfcWattb noch meit 
mehr ermartet, M er geliefert bat, ifl ein fei* 
ner Kenner ber ©riechen, ein genauer Äunfl* 
rieftter, er bat Serbien|te bureb feine 2Iu$ga? 
ben, unb bureb feine Urt|etle; aber mie 
gerne munfebet man mehr eigne Slrbcirctt 
von i&m, über bie ©rteebem 

3Bo ifl ein ©cbtqengel ber ©rieebtub^u Sit« 
teratur in 5}eutfd)lant>, ber an ber €pi$i« 
von aßen, jeige, mie bie ©riechen von Seut? 

'"^r • fcbeil 


\ 


1 






fcfren gu ftubiren finb ? ©tuMwn freist 
frei lieft ~gueitf ben ©ortmfranb erforfcfren, 
imb ba£ fo grünblicfr, af$ e£ gu folgenben 
©tucfen gefrort: man fucfre ober oucfr mit 
bem 2(uge Der ^frtfofopljte in ifrren ©eiff 
gu Miefen: mit betn 9Iuge ber 2(eftfjctif bic 
fernen ©cfrSnfreiten gu gergliebern, bte ben 
Sritifern fonff gemeinigtteft nur im Uebermaa^ 
erfefreinen, mtb benn fnefre man mit bem 2Ju* 
ge ber ©efd)td)te Jeit gegen geit , £anb ge¬ 
gen £ß«b «nb ©enie gegen ©enie gu fralfen* 

- Siberot erbiefrtet ftcfr eine ©efcflfcfraft 

33?enfcfrett # jebmeber mit einem 6inn: unb 

jeber ifl ein Starr M önbern: ein 23tfb befs 
fen, fagt er , m$ täglich in ber ©elf ge* 
fcfriefrt! — unb am meiflen / farm icfr baju 
feggen, in ber ^rttifcfren ©eit; jeber frat ei¬ 
nen ©inn unb urtfreilt uom ©attgen. Ser 
grangofe gergliebert frücfrflcng einige ©cfritts 
freiten fluchtig , hübet feinen 2iufor nach bem 
©efefrmaef feinet £anbe£, unb glaubt ftcfr afö* 
benn fcfron al$ ben beflen Äunfiricfrter: ben 
©Ml Eateinifcfrer ©ortfritifen flefrt er für 
©cfrlamm an, wobei er ftcfr oercfelt. ©ie* 
herum ber $oQanbifcfre.unb Seutfcfre ©ort* 

© jjelefrr* 







I 


363 - '- 

gelehrte fiel)* jenc$ feine granjülirenben 
Slnmerfungen für noch etwa3 argerr a($ 
(Schlamm an; tcr granjofe faßt: ja, baron 
tvucjjfen Slumen unb grüßte! unb ber ©euf* 
fcjje: ba$ meinige ifl nicht fruchtbar, aber rei* 
niflenb! 3eber fchiiefjt nach fei«««» einjiflen 

ein«. . i 

Slber warum h«t man benn nur einen: 
©ie ? wenn riete ÜBortrichter fefjon norgear* 
beitet — wenn bie granjofen ihre SSfeft^eti# 
fdx &on=ÜRot$ nun benn oft genug wieber» 
l;oft, uttb burebgearbeitet — trenn bie ^rif^ 

ren bie fjijtovifdx Seite in grtlarung ber 

Silten noch mehr werben erleuchtet haben; 

wirb aistemi nicht einjjeitpuntt für bie 

I ofopfjifd)Ctl ©eutfepen fommen, bie 25or; 

arbeiten aOer biefer ju nujjen, unb ein g«:t* 

jes ^>t)ilofoph*f c I)eÖ ©emalbe über (ie ju 

entwerfen? 3««« haben fchon oiel r rgear* 

beitet; wir auf unferm ©efeböfte, bieiben et» 

wa« nach: unb cieKeicht borffen folgenbe 

brei Bemühungen und naher bringen. 

9Bie? wenn ung jemanb bae ©cljftttuuf; 

fcer fd)oncrt < 3BifTenfd)fljKn / fo au$ ben 

©riechen ouffcplüffeall ^aumgarten e$ 

’ - au* 





















* * ; - _• ’ a 

au$ t>ctt Satemerrt gu erofnen anfing, unb 
*£)0mc e$ au$ feinen Sngfdjibern getarnt ? 
Slicbt blo$ bie Seranberung tmb Neuheit beg 
©efie&t£punffeg würbe ber 9lcff^ctrf gewaltig 
nüggen: fettbern ber SSerfaffer würbe auchf 
wennbie£ Suct>, in welchem bie Saumgarten* 
fcbe 21e(fbetif fehr genügt werben fännte, auf 
3lfabemien gum ©nmbe läge, piet gur Um* 
feilbung be£ ©efcpmaef^ beitragen *. e$ würbe 
bie Lehrbücher perbannen, bie bie grangSfu 
fcbe ober Seutfcbe ©cribenten in ihren ©runbs 
faben wählen, burcb bie ffe SJnmerfungen 
nach &er $?obe burebfcblagen: e$ würbe eine 
Siebe gur Philologie etnftögen, auf ben ©rie* 
chifchen Parnag poßig aufguflimmen, an 
helfen Sufj man fchon fo fchone Sfumen ftu- 
bet: e$ würbe gu einem Phtlofophifeben 
fehmaef gewöhnen, ber in Lefung bereiten 
fel;r nügUcft unb nothwenbig iff. 

Sine gwette höhere ©tuffe: wenn ficb Ue* 
berfegger fanben, bie nicht blog ihren 2Iutcr 
flubirten, um ben Sinn ber Urfehrift in uufre 
©prache gu übertragen: fonbern auch feinen 
„ unterfcheibenben Son fanben, bie fich in ben 
„Gharafter feiner ©chreibart feggten, unb 


© 2 


uni 




4 








_ 

# jl , 

„ un$ bie magren unterfcbeibcnbcn Rüge t &*lt 
„Stogbrucf unb ^ett garbcnton bc$ fremben 
„Original, feinen bervfebenbeu Kbarafter, 
„fein ©enic unb bie Statut feiner3)i$fung& 
„art rieöfig au^brueften. „* — Sic£ i(l 
freilich fd;r oid j aber für mein 3bcal citteS 
Ueberfq$er$ noch nicb* ßnug. Sic meiffett 
ilcbcrfejjer trotten beeb gern ein 5Bort mitre* 
ben, in ber SSorrebe, in £ritifd)en 9»cten, ober 
im Heben ibret? 2lutcr6, unb bie meiften rebeu 
in ber SBorrebe Komplimente, ober von ben 

2Iu$ßaben i&rc$ Qlutorä: in ben fftefen aber 

_ ■% 

? ft langweilige ©rfldrungcn, bie bem Hefer 
einett guten gefmtben£ausocr|Ianb$ufrauett; 
ober Raufereien, bie ilm nccj> weit weniger 
anderen, ober ein ftratn oon 5pf>ilologifd)er 
©elc&rfamfeit. Snblicb wirb batf Heben be$ 
3lutor£ ba$u überfe^t: unb fo ifi ein 0uc& 
fertig: für ben Uebcife^er Sagdojm, für bat 
SSerleger Stfefjgut, für ben Sdufer etn 9?uc$> 
in feine ©ibliolbef: für bie Hitteratur? nicj)t$! 
ober @4mbe! SRutt ober negatioe ©rüge. 

Siber — 

®emt 

* Wb «* &» »> 

• «* 

hi * 


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I 


* 



2Benn tin£ jentanb ben 5>afer ber 
furtflE #omeC übctfeyre: ein ewige$ HBcrb 
für bte 3)eutfcbe gitferafnr, ein fejjr nujlU 
cöc^ ffierf für ©enieö, ein fcöa^bareö ffierf 
für bie SDhife be$ $fltertjjmm£ ; unb mifre 
©pracjje, ja fo wie J0ma fange geit bie 
Duelle aller göttlichen unb menfibficben 
Sffiei^eit gewefen, fo wie er ber SDfittefpunft 
ber ©rie$i|c!)ert mib SWmtfchen gitteratur 
würbe, auej) ba$ große £>rigtna( für bie mt* 
fere — aUe£ bie$ fann eine £ontenfc&e 
Ueberfe$$ung werben, wenn fee fiel) uberQ3etv 

fud)e erbebt, glcicbfam ba^ganje Seben e U 

neS ©clcbt’^n wirb, unb un$ öomer $eigt, wie 

er ifl, unb wa^er für tin$ fepn fann. 5Bie 
fefw haben tw$ bie Sngldiiber hier fcboit vor* 

gearbeitet? §#oma$ 35lacfn>ell$ Untere 

fudjtlrig über baß Ücbcn unb bie @cf)rtftctt 
vpomer^ (unb leiber! iff büß fcfcäftbare 
ffiueb, baß in ©ngfanb fo (web aufgeuommen 
warb, faum halb intS'Seutfebe uberiejjt); eine 
Uuterfuebung, bie ficb ben hoben 6a$$ auf* 
gibt: „welchem S^rammenfliug uon uatürii# 
„ eben tU'faeben femite ben einzigen .fwmer her* 
a Vorbringen?» bie biefen ©njj au3 ben (Be- 

© 3 beim« 


i 







Jkimniffcn ber ©riechifcb<n Eifferötnr unb 
©efcbichte mit magrem Äritifcben ©eiff er Hart, 
mib jurn $Otttfr ein Schlüffe! iff — £)iefe 
Slbbaitblung foQte ffatt Einleitung fepn: eine 
Einleitung, bie fajf nie fo nothmenbig iff, 
ol$ ment» mit xmff bem dlteflen, bem göttlich* 
(feit, bem uttüberfejjbaren $omer nähern. 
9hm folgen bie mi^tigffen ilnterfucbungeti 
ber SJlten über ben $omer t unb waö er bei 
ihnen alle£ geworben iff ? 5Ba$ er bei un$ 
fet;n fann unb fofl ? $ßie wir ihn, ohne SÜ2tg* 
brauet) nujjen muffen, ohne hoch jemals $0* 
mere werben $u fönneu ? 

‘i)ie$ iff ber Eingang unb bie lleberfej* 
jung? SSeileibe mu|? fte nicht 1?crfd)6nett 
fejjn, wie noch je$t bie neue ^itaubefebe 
a\# ein ©reue! ber SSerwüffung baffehet. 5)ie 
granjofen , ju (fol$ auf ihren Üfationafge* 
fehmaef, nähern bentfelben afleö, ffatt fich 
bem ©efcjjmacf einer attbern 3eit ju bequem 
men. §emer mu§ alö SBejfefltCh nach S^nf* 
reich fommen, (ich nach ihrer 9ttobe fteiben, 
um ihr Sluqe nicht ju ärgern: fich feine« ehr- 
würbigeit 2$art, unb alte einfältige Jvachf 
«bnehtnen (affen: granjöfifche Sitten fofl er 
’< ' ' 1 ' -an 


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an fid) nehmen, iinb wo feine bdurifche £o. 
^eit noch h«roorblicJt, ba »erlacht man ihn, 
a U einen Sarbaren. —üßir armen ©CUt# 
fcf>cn hingegen, noch ohne *|Jubtifum beinahe 
uub ebne Saterlanb, noch ohne Jprannen 
eine« Sftationalgefchmacf«, wollen i&n feben, , 

wie ‘er ifJ. ‘ 

Hub bie bc(fe tleberfesjung fann bie« bei 

Monier nid)t erreichen, wenn nicht 2lnmer* 
Jungen unb grlauterungen in hohem Äviftfchen 
@ei|i ba$u fommen. ©ie woöen gern mit 
bem Ueberfejjer biefe SReife tjmn, wenn er 
un« nach ©viechenlanb mifnahme, unb bie 
0chajje jeigte, bie er felbff gefunben, 211« 
Senfe, bie biefe« Steifen« nicht febr gewohnt, 
}utn 2!;eil brau oerecJelt jinb, mache er un« 
aufmerffant, fuhve un« al« ßunbfcbafter um« 
her, bie (ich nicht um Scbulgefchicbten unb 
©ortJIaubereien, fonbern um ba« ganjegroße 
©taat«geheimnig ber ©riechifchen Sitteratur 
bemühen. ©an weiß, wo« §ra;ijeli|che2(ns 
merJuitgeu be« ©efebmaef« über bie 2lltctt 
finb: meiden« Serglieberungeh einjeiner, unb 
oft unwefentlicher Schönheiten, bie ihrem 
(Uublifum luv Sertfreuung, Erholung iinblfr- 

© 4 flöj* 




\ 


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a68 



gojjung gejj&rieben fmK Sttan weifi \, wie 
ßcbutmanner bie Sitten erläutern. äfiatt 
fennet bie ®rittunifd)Cn Sitten $um $(na* 
ft’eon; unb bie (£bertfcben $u ?)oung; matt 
fann alfa ati^ einer $?orgentÄtbe auf bennöl* 
ligen ©onnenanbrueb fcbließen, wie burep^O* 
Itter ein $ubUfmn fünnte gebilbet werben, 
nacn ©rieebifebem ©efepmaef. 3cp würbe 
fiic&t gern ^poefte mit) £e)ramefcr bei biefet 
Ueberfe^img oermiffett j aber £erameter tmb 
gjoefie int ©rieepifepeu ©efepmaef $ feilte ei 
auch nur ©elegenpeit geben, uttg immer auf* 
inerffam jn machen, wie weit unfre ©praebe, 
nnb geeite pittfen bteibe. *— SiMfl riel, 
wa$ icp aufgebe, aber burep afle£ biefei wer* 
ben bie ©cpbnpeiten iraum etnigermaaßen er* 
fe$t, bie im §omer unüberfejbar bleiben. 

Um bie$ mel;r itti Siebt $u fe$$en, füge icp 
ein^ Urfbeit be$ Oefdjtttacfi über ©{ein* 
btudpeli Ueberfejjung be$ ©oppoflei unb 
(Sutiptöci baju; ein Urtbeil beg 03 C* 
fcf)tnacfi / ein Urtbeil naep ber ©ramma* 
tif * paben fepon bie Sitteraturbriefe ge* 

\ - ' '■ . .fiat! 

4 * ^ £ i ' 4,, 

♦ fitfcfer.£l,*o. p> i$f. u.£Mi. M.i|. 8t- 









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26$ 

f \ f » 1 ^ * *1 

fdfft! 3cb fami fie nebntlitb, tim uofltldnbig, 

bauen gu urteilen, jungen Sragifcben ©entCff, 

Stebfjabcrn ber ©rieef>ett, unb ©cuffc^eti 

@prad)rtd)tern in bie £>dnbe geben; m$ 

tu erben biefe barüber urt^eifen ? 

2)en ©ente%, tu bfoä Sfetfj'crtfcf) lefe«, 

i(l fie eine fiebere §anblefterm gu einer ffareit 
Quelle* 0ie feben ben Sragifcben ©eijf ber 
©netbett, lernen ba$ ©igentbümlicbe ihrer 
IDcnfart unb ihrer Sfubrung: fennen ihre 
©infalt unb ihre Bufafflmcnfejjiitig, ihre 2ln» 
läge unb Sortleitung big gur ©rreiebung be$ 
ptueef^ verfolgen; aber tue wirb in ihnen ber 
©l’iecbifcfK ©etfl ber Jragbbte aui ihren 

g>arroui>mtfcben unb ® pt^logifd&en ©e* 

fd)ief)lcn enm>toelt ? unb tuo ifi Di cd mehr 
notbig, af$ in ben ©bereit, bie ganj in bie 
©tieebifebe Saune nertuebt fmb? 35ei allem 
©ebtueijerifeben ©cbtunlfl l;6t*f ein ©enie 
mH bie tuabre ©pracbe beS ©riecbifdxn 
.SvOtfjtirntf, in ihrer gattjett ©Cbreibarf, 

unb m ben Söinbungen , bie bem SJJoefifcben 
Dbt im ©rieebifeben (0 fiart tonen, als fie 
fifb int 2>eu(fcben tu bie ^rofe uerliereit? 
©ntgeht um$ bei ben ©hören nicht ba$ ©oforit, 

© 5 ber 


* 


V 






* 7 ° 



* 


4 


1 


I 




4 


* « 


fcer ©cfcnning, ber J(Katrafifcbe Xritf, bie 
€DJuf*fa(ifcl>c £>örmonie ihrer Driginalfpracbe 

Port bcnen ficö ncd) ein# unb ba# 
anbrc burcb ba# Svlopflocfftf)e freie 6plben* 
maß# ^atte retten (affend (£in ©eutfebe# ©e; 
nie uerfiiebe e# 1 nach @tCtnbl*UCfKl/ %ta* 
gifebe naebjubitben, werben ftc mefct 
im ©rtec^tfcbc« ©cif! fep? 2ftibeffen gebe 
ich# ju, baß 6t. burcb feine Ueberfe$jung 
weit mehr Drigiual ifr, ba er ©cutfcblanb 
mit beit größeren 2racjifdben ^Joeten bef an nt 
macht, al# wenn er un# $e{ut mitleibige 
©cbmei$ertragobien nach ©riecbifcher äRattier 
gegeben batte. 33i>n ben ©riechen bat uufec 
Sbeater noch am menigfiett, ober lieber gar 
nicht# gelernt. 

Die tiebfjaber öcr ©rtcd)ifdf>cn bitte# 

rfltltl' leiten il;ii aiii ber .f)<mb! üKan fucjjt 
»ergeben# etwa#, ba# un# ba# ©enie ber 
©riechen, ihre# X&eater#, unb ben Sbarafs 
ter feine# 3Jutot# loftet, unb ju febmetfeti 
giebf, 

Unb bie ®prad)C? i(i freilich in ihrem 

©iafeft unangenehm; niebt blo# bi Ä * |H|jj|B| 
jerwerter werben tmau#f?ehficb: fo 


* 


4 


1 


I 




4 


* « 
























Golorit ber ©riecbifc&eu (Einfalt foff burcb 
eine übermäßige garbengebmig, bie oft ben 
gerieben verzerrt, crfe^t werben: ba bUibt 
©opbofle^ gewiß nicht mehr bie ©prene 
©riecfcenlanb^, wie ihn bad Drafel nannte* 

■— 2Jber bie £ui)tt!)Cit Uß lieberfejjerß oer* 
bient SJufmunterung, „ bie ©riecbifcöe üöort* 

, w 

„ fugungen nnfrer ©pracbe anpagt; „ nur 
muß fie feine btinbe fftacbfolgcr buben, bie 
ein Gjrempd fogfeicb $ur eriaubten ©eroohn* 
beit machen; unb gerechte Siebter muffen 
fepn, bie baß Glaßifche änfeßen fofeher ©er* 
fuebe beurtbeilen* v 

, m r li : ' + ' t * + * ^ * ' ■ * r 1 ^ ~ m i ! * - 1 5 * , 

* f . • n . » 

©t fahre alfo in feinen Semuhungett fort, 
unb taffe ficb bie Äritifen b!o$ jur Jg>uffe bienen. 

3Jueb ^inbar — ein für bie Seutfcf>en fo 
uerfcbloßne^ 25uch, ber ben ©riecbifchen 91a* 

ttonalgeiff fo fehr.in feiner ©tarfe geigt, unb 
für untre ©orifche Sprache unb©cnie£ bilbenb 
gnug fepn fonnte — auch %Mnöar* muntre 
ihn auf, ein großer Ueberfe$}er, aber auch 

jugteicb 

* • \ i * 

•* «tt. 85« Sfc*.' • : " ' ' . 


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I 



' gußkicf) im ©riccfjifc&en 3 >er(fanbe, ein Soll- 

tnetfefoe* beffelbcn gu werten. In tnntis vo- 
luiffe, laboraffe, fudaffe, at eft. 9?u£mlic{) 
ful;n ifl bie SÄufe, 

s. • • ^ * r * * " i, ' ‘ r ^ 

, Pindaricae fontii, quac non expallüit häuft us. 

1' ©tatt ba# icf> je£t ein ÜJergeic&niß ^ins 

fe$$en faßte: „welche ©riechen unb aus wet 
,> cfcen*@rtmben fre 511 ubcrfcjjen waren,, will 
id; lieber bie tlcbcrfcjjimg &e$ ^tjrtaug,* 
tiitb noch mehr 2)ttpl)niS Uttt) 0)loc a\i$ 
bcm 2ongu$ mit bem perbienten Bote nen¬ 
nen. Sind; mir tbut tß Seib, „baß bie uns 
„genannten Ueberfegger nieöt barauf gefatteit 
„ finb, ben ©riecfeififccn Seyt beibrucfen gu 
„taffen. 2)?an foßte roirffid) afle ©elegen* 
„beit ergreifen, bei nnfrer Station, bie faff 
„ vedofet)ene üiebe gut ©riecfcifdjen ©pracbe, 
„ bereu ©cjwiftffeßcv bie reinffen Duetten be$ 
„ ©efeßmaetf ßnb, in ctroaö wieber angtu 
„fachen. SBie rüCmilicb wäre e$ auf attc 
„ 3 lrt, wenn wir bie gttglifcfce SRntion lieber 
„in bem ©tubio ber ©riecfcifc&eu Sprache, 

/ *al i 

' * ?itt. $6r. £&. 17.: p. 11* . ___ 

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■ ~ -■ 273 

.** j * # 

in geroiffeit anberit Singen tmcjjalnneii 
„ wollten, „* f 

3£o tfl aber noeb ein Seutfcber^JßtnFel^ 
mann , ber miß ben Sempel bet* ©riecbHeben 
ÜBeißbeit unb Sicbtfun|f fo erofne, alß er ben 
Äünfllecn bn$ ©ebeimniß ber ©riechen reit 
ferne steigt? ®n ^Binfelmapn in 2ib* 
ftcjjf auf btc SvtUtjl fonnte bloß in 9Tom aufs 

Hüben; aber ein < 33ßtnfefmann in Slbficfjt 

ber Siebter farm in Seutfcj)lanb auch {w* 
»ortreten, mit feinem Slontifc&cn Vorgänger 
einen großen ffieg jufammen f{mn. • ' 
Siefe ®ejc&tcl)te ber ©neebifeben Siebt* 
fünf! unb üöeißbcit, $wei ©ebtoeftern, bie 
nie bei ihnen getrennt gewefett, foll ben Ur* 
fprung , bai 5Baeb&bum, bie QSerdrtbenm; 
gen unb ben gaff berfelben nebff bem uer* 
febiebenen 6til ber ©egeuben , gelten unb 
SMdjfet febren, unb biefe^ au£ ben übrig 
gebliebnen ®erfen be£ 2llfertbum3 bureb 
groben unb Seugniffe beroeifen. Sie fä 
feine Möge ©tidblung ber Seitfolge, unb 
ber SSerdnbmmaen in berfelben, fembem 

laß QBort ©efcbidjte bellte feine weitere 

©Vif: 

* Pt & 


i 







»74 ' ■. 

©riecbifcbe Sebeutung, um eilten SSerfuefr - 
eittel £el)Cjgebäitfeeä liefern ju »ollen. 3)Iart 
tmterfiK&e nach ihrem Kefen bie Didjtfunff 
ber ©rieten: ihren Unterf4)ieb non ben t"tbri= 
gen 236lfern: uitb bie ©runbe SJoqugg 
in ©riechenlanb: liier rourbe ficb ein Dceon 
von Setrncbtungen barbieten, reie fern ihr 
Fimmel, ihre SBerfoflitng, 5reil;eit, geibetu 
fünften, 9iegierung$ * Senf* unb'£eben$arf, 
bie Qkbtung ihrer Sichter unb ‘Keifen, bie 
Sinroenbung, ba$ oerfetjiebne 2(Ircr, ihre 
Sieligion unb ilire SWufif, ihre Sunfi, ihre 
(Sprache, -Spiele unb Jänje u. f, n». fie ju 
ber Rollen Stuffe erhoben hüben, auf ber 
roir fie bewunbern. SKait jeige un$ bng 
wabre 3beal ber ©riechen in jeber ihrer 
Sicbtartcn jur gfacpbilbung, unb ihre 3n* 
bioibuefle, National • unb goeaifchönheitcn, 
um un& non foldjen 3}acbahtnungen ju ent* 
ujöbncn, unb ung jur Sfadbahmung unfrer 
felbf! aufjumuntern. Ser Sluäbrticf, bie 
«Proportion, bas Qlcufjere ihrer Kerfe »erbe 
erflort, unb mit uitferm Stil »erglühen. 
Sllöbenn ooit ben oerfchiebneit geite« ber 
©rtecbifcbw Sfoefie; roieberum mit einer 

• iprag« 













4 


% 




gjragmötifcbcn Staroettbung auf unfre Seit: 
wie bie Corner »on ben ©riechen gelernt t)as 
ben, unb mie wir »on t&ncit fernen feilen.— 
HinDaan »on Setrfic&tungen, in ben fiel; 
&Io$ ein Kenner bet* 5(lfen,, ein QMtwtfer, 
ein ©efcbntacfüoaet* Xmfbciftttt , unb ich 
meclKe beinahe fagen, felbft ein lieblet* wa* 
gen fann: ein Dcean, aug bem bie meiffe 
tinfitr ©eifert nur Xropfen foflen; an bem 
bie meinen Siebter nur fo trinfen, M bie 
gum Siege beflimmte Streitet* ©ilertC 1 ^^ «nb 
bie Äunffric&ter ? — bringen bem ©open 
ihres 9Ieon£ mit bemutbtgem Stolze eine 
Öanbooß ©affer aut? bemfetben bar, wie je* 
ner Settier bem ^erfifeben Stfonarcben, 

©in ©ert »on tiefer 9Irt muß bie ©ries 
eben unter Hn$ bekannter machen , bie mir fo 
wenig fennen; e$ muß ben Duett be£ guten 
©efcbmacf$ äfneit, «nb un3 »on eienbtn 
9?acbabment bei* ©riechen befrepen: ben gan* 
$en Knoten muß eS entmiefefn, wie beit ia» 
«neu fie? unb warum fo wett? — wie weit 
finb mir i&nen nach? mie oiel Reifer Hmttt 
unb fetten mir ? — wa$ merben mir nie er* 
reichen? unb warum nicht?*—. 

aH'^SS *' Sufofge 


/ 





qufofge ber Senterfungen ber Bitteratur^ 
triefe über &Clö 3Dcal, * unb bic uoflfonu 
menen 3>tamatifcbcn unb ©pifchen 6&araf tcre, 
(Semerfungen, bie ich fejr fcha$$e) butte ich 
hier eine 9(bhanbfuHg über 3öeäl bet 
j©vied>en in jebet* £)id)tart emgerueft, 
unb mit bem 3bea( untrer autfgearteten Seit 
uevßlicb«« i bei ber $ wetten Umarbeitung mei¬ 
ner gragmente vermehrte ich ftc; allein bei 
bet britten — lieg ich fte au£,-weil fte mit 
itoet) felb|l auf ©eiten ber ©riechen jn wenig 
gmig tbat, unb auf ©eiten unfrer, ttoehwen* 
big hie utib ba frei werben mufle. 3eb fahre 
atfo lieber im Son meiner gragmente fort unb 
frage: • , . ' 


2* , , 

t(®ie weit ^aben wir fte ttachgehilbef?) 

* 

505ie weit ßnb wir beim im Sßachbilben ber 
(Jjlücdjen? $5ielkic|)t haben einige 2)eutfc&& 

©enie$ 

- . ‘ > ~ „ ' % *. .. \ ; ' 

* Sitt. Sßr.lSb. 7 , 0 , i£4- uj. M9- £K 

. 14. p, as«, 

« 4 ^ 1 

' l . '• l ..- * ' * ' ' 

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©enieg in ber Stille b!o$ unterbeut Singe ficht 
i^trer SÖIufe bie Sllten jntbirf, rießeicht in bet; 
(Stille ihnen %'crfe nachgebilbet, bie für ung 
<3riecfjifct>e Schönheiten enthalten. 23ie(= 

leicht # ifl $8at>mei‘ unfer «^omer, ©leim 
unfer ?lnafreon, ©ejjnei’ «nfer $$cofö{t, 

ber ©renabier unfer Syrtäutf, ©erfienbetg 
ein SflcipfjfOn, Äarfchin unfre ©appjjo, 
ber Sithprambenfanger unfer ^tttbav! k>u 
hetba! ein glnnjenbeä Siebengefiirn, viel* 
leicht twtreflicher, ali jeneö am £pfe be$ 

Böhmen uttb Corner! Stein ich wage 
c$ nicht, über jroei fo ehrroürbige ©reife ju 
urtbeilen; Stoah mag fteütgec fepn, er mag 
moraltfd)evfepn; ichfmbe boch nicht Slnfrieb, 
il;n in irgenb et »a5 mit >£)Otnerju vergleichen; 
unb jum ©lief befinne ich mich, baß er alter 
fep, alä ber geitpunft, über ben ich fchreibc. 

9lber J^omer unb i fopjtocf! 2Bo hat 
5t. ein .£>omer fepn wollen? stach feiner 
yilhanblung con ber heiligen ^oefie, fepeint 

* Citt. $5r. £&. i. p. 34* 

** in feine? Ue^rr* 


* 




378 =====-- 

er mehr vom Birgit a» machen, unb ifl 

auch e(Kr Q3trgiltamfci) at$ £omerifci). 

gjießeiit befolgt er, atö ein heiliger SStrgil, 
tie ©egenftdnbe be$ Orient^; unb vielleicht 
rdjt eben tiefet SSirgitianfch* mehr, ate ba$ 
Seltene in feinem ©ebichte.— 21ber $o* 
mer? 3a! wenn ich Stopfloc« 3nhalt ber 
©cfdngc lafe; fo benfe ich (mer mirb bie$ 
nicht für miinbetlicf^alten) beiben6mmna* 
rien beute ic|) noch anbenSRhapfobiflenj aber 
bei bem ©ebichte felb(l nicht mehr. Ser 
große 9?ci<S)tfnim von ©orten, von fchonem 
21u*brmf, t>on SKalcrcien auf ber Oberfläche; 
von auSgeführten ©Idchnifien, reißt mich 
fort, baß ich nicht Oiuffobruitg gnug |>abe, 
jenen ©riechifchen ©dnger in i{wt ju fucfKn, 
ber arm an ©orten unb reich an £anblung 
ipar; ber jebe ©chenheit feiner 25iibung tief 
eiubrucft, unb feine 3b«n nicht matt, fen* 
bern mit lebenbigen Körpern umhüßet, bie 
von SKorgenr6tbe itralctt. 23ießeioht ifi es 
für 5t bie griffe ©hre, wie ich beßbalb an 
baö peugniß eine£ gran$ofen mich erinnere, 

gar fein #omerifdM 23ilb gebraucht ju hft* 
beu: vießeicfit ifl s$ unfrer geifitgern Seit 

, . r gemäßer. 





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% \ • l % * . f I 


• • ■ r - ' 279 

f > • I * , J * * * * i J * p -- 1 

gemäßer, tag er feine Silber, gleicbfam uii« 
ftcbtbar in bie Seele malet, fo wie Die finiis 
liehen ©riechen fiel) an ihrem fimilidfjen $0, 
mer ergäben; uieHeicbt ubertrift baß 

raltfcf^e im S. aßeß ftfjone ©irrnliclje im 
ferner; ja t>ieli eicht iflt fein großeß Salem, 
bie Seele jti Kbilbern, mehr werfh, alß alleß 
im alten ©riechen — afleß biefeß t)i(!leicf)t 
fep meinethalben gewiß; eine fo ntijlicbe Un. 
terfuebung mag eine ^cctifcjfe Q5tbliof^lf 

5111’ €1)re bet ©eutfefren anfteüeTi. * 

34 > fchweife hier lieber auf ben aBacbf* 
fprueb eineß Sunflrichterß auß: „ Corner warb 
„ eben fo wenig »on aßen ©riechen »erßanben, 

„ alß £. «on aßen ©eutfehen! ** Siewahrcn 
„Senner ber Sichtfwtfl fittb 311 aßen feiten in 
„aßen Sanbern eben fo rar, alß bie Sichtet: 

„ felbfi gewefen! @0 iß eß roirflicj)! „ öhn= 
geachtet biefeß üßirtlich hier alß ein Simen 
ßel;et; fo miß ich hoch eben nicht im jmeicen 
Cher antworten: Simen! fonbern efroaß 

außnehmen. 

Saß Alle ©riechen ben £omer wrffanften, 
wer wirb hieß behaupten, ber jentafß hie ©rie> 

},■ 31’ w. >9 1 

* fiittr. 9 Br. 19, p, 15 s. i*6, 

** Wer, $», i, p, 49, 




* 


> 











1 


2 go* süs • 

eben auch nur twn ferne gefeben ? ber ba weif?/ . 
ba§ jebc ©pracbe alle 53iertbcil 3fl^^unberfe 
fiel) merflicb »erdnbevt, unb ber bie Seit bc5 
£omer$ fennt, wo bie ©rieebifeben ©taa* 
fett ficb evfi |u bilben anftengen, unb alfo 
ttof^it^cnbiß mehr unb wichtigere Scrdttbe* 
rmigen in ber Sprache erfuhren, a\ß wir in 
einer gebilbeten ©praxbe, unb einem ruhigen 
©taaf* mu§ alfo notbroenbig eine Seit 
feftfe^en, wenn würbe ber £omer fo unb fo 
wenig uerffanben ? flBie er fang ? Sftun! ba 
fang er aB occ/Jof, unb notbwenbig alfo, wenn 
eß bamatö nocXxs Kayudas gab, bie gute 
fcubfcf)« Sctltebebeuteten, biefen oerfidublicj, 
3ft baß Beben £jonter$ wahr, ba$ man bem 
£>erobot jufebreibt: fo $og er umber; fanb 
in einigen ©tdbten Beifall auf ben ©tarften, 
unb 6&re in ben ©taaten: feine ©pracbe 
war gättlicb, neu; aber im ©anjen »erffdnb? 
lieb; weil bamatö nod) nicht ein Unterfcjjieb 
SWtfcfieti ber ©pracbe ber ÜBeifen unb Uß 
2>oli^, iwifAen ber ©enfart ber Vornehmen 
unb ©eringen war; naß $omer fang, war 
bie ©pracbe ber@6fter unb zugleich eine oer* 
cbelte Sprach« be$ ?Qbel& 9?ur in einigen 

fitepufeli* 


V 






—■ — 28 f 

« ~ " p * m 's “ \ 

f - ' - ■%■ * 

Slcpublifen, wo bie Sfötmbart f$on mehr $o* 
litifcj) geworben war, ba war feine ©pracbe 
fremöe, ungewöhnlich, unb in 9ftf>en, wo 

er nachher fo oiel galt, fojicte i(?m feine 9ta? 
ferer 50 Sractmten. 3« tiefer i)Joetifc£eit 
>teit befrachtet, mochte alfo ba$ eben fo WC* 
,-wig, ba$ ber Äunjfrichter behauptet, nicht ge¬ 
nau eintreffen: bamatö war feine ©prache 
eben bie Sprache be3 2 >olf& bie jlenner ber 
Sicbtfunfr waren häufiger, unb bie Siebter 
fefbfr — wer bie Siebtem ber alten fc&yp<y 
Soov unb ccoiSmv feintet, wirb ihre Sicbtfunjf 

unmöglich mit ber unfrigen oergleichen* 

Steint aber ber Stunßrichter, bie $ät, ba 
43 omer gelefen würbe: fo triff ti eben fowe* 
nig ein* Sie ©lieber bt$ Siebter^ würben 
erf? iit ber öi.Dlompiabegefamlet, ba ec hoch 
nach ber gemefoffen §?ecj>nung immer oor bett 
Dhjmpiabengelebt l;ar. $ier muß man nun,, 
au^mac&en, wer waren trie alle, bie ben £o* 
mer oerflehen foflren? 3 c&nehme eine mitle* 

re ©röße an: laß e$ gute bubfdje £eufe gc^ 
wefen fepn (koc\o$ xuyocda) I 9hin! weiß 
ja aber, wer im ^Matü auch nur bi# in bie 
SKittt feinet erßeu ©cfprdcb^ gefommen, baß 

S 3 






* ** • _ Ä JP# 

4)ippdtd5ltf/ brr 0Dbtt fccd spififfratuS, tut« 
ter vielen ottbern großen ber 5BeWbcit, au# 
Uß Öotticrd 23ücbcr jucrjt nach SCt^ett gc* 
bracht, tmb bie SRhapfobiffett angetrtebeti, frc 
bei bcn offenrficöcii ©pietett $u fefen j eine (§u 
rcobubeit, bte biß an ^(afong $elfen reichte. 
Qöo fint mm bie ^anafbenaa, ipo uufet {jo* 
ntcr imfenn Vorgclefen tmb crHdret 
n?itb ?-— S$ fage: er Eiart marb: benn 
bi#$ jeißt^Ma(Ons gatyeg ©efpradf): S° " 

eine Unrembwng, bereu Siame fc&on gmig iff, 
bafj icbtr, ber fite gelefen, baß vorige eben fo 
Wenig emfebranren wirb* Sftit tvelcfren? 
<Entbu(tafmu3 fpracb So, fm fRamen alter 
SRbapfobifictt vom £omer? konnte er i(;it 
nicht biß auf ein ©ott au&renbig? ©ar e$ 
nicht alle feine Arbeit, fein ganzer Eebenelauf 
vor bem £obe, unb auf bem Eekhenjleitte, bie* 
fer l)at ben ferner au$n?eii&ig gercujf, am 
bc]Icn beffamiren, am grünbüd)f?en erfiarett 
fAnnen! ©a$ richtete nicht feine Sffbavfobie 
bei bem 5>olfe a»6 ? — Unb ba$ atte$, ob* 
ne $otnef mehr nu vergehen, at$ nnfer ^olf 
ben ÄfopfföCf? 3$ glaube, bie ^araHettk 
men neigen ficb von cinanbet; unb fie enu 

fernen 






fefrtcn fid) merflrcfjcr. Sag ferner in ben 
©ctmfen bei ben ©riechen gelegen rcurbe: fagt 
SBenopfjotl,—boef) nein! hier flöge td) mifer-- 
ne ©teile, bie oidleicjjf jtvifeben 2Biefanb imb 
g((. ©eiegenbeit jum ©freit über v.uXos v'ct- 
yaQ-oi gegeben; ic& fejje «Ifb lieber badpcug» 
ltig cined ©riec&ifc&en 9iattimfer$ bin, ted 

forgfaltigcn 3fofratCö: cijjicu Ss y,ocj Tf\v 

OfAtfgS 7ic[Y\(TiV fAEi^OO A CcGsiV So^ccv , CTt 

xcchooc rfff Trohe( a^tuvt cte ras StyGxgöig 
sv&CGofjttcKre. K oef otx tbto &Ajj9jjra/ T8s 

TTQOyOVÜS VfAtoV eVTifJLOV 0CVT8 7TClf]TCij T‘ty 

T£%v>jv, evre tois tjjs* fA8(?Myf£ uSkoity y.oef 
tjj TTcctoevtret toov leoorsgcov. hoc ttöAA«- 
YA9 CCK80VTSS rm e7Toov SKfAUvBcCVtefAeV Tyjv 

S%ä^CCV TfjV TTgQS CCUT&£ V7JCtz%Ü<T&\,'. * 


ffio tvirt nun in unfent ©cfmlen unfer 
Konter in tiefem groetfe ßefefen? ©e> 
fcfuct)fcl)en vom alten ^omet* tvctf ein Äita^ 
fee roof)l auf? feinen hifloriis fe’edlis, tag 

Sncibia&Cö jenem ©cöulmeifter eine Dürfet; 
&c #a&, fccr nic|>t fcen isomer in fcer 6c{m-- 
!e&atte: Summfcpf, faßte er, au$ betne 

f»L< . , <2 4 6 d;iu 


* Ifoeratcs In Panegyr, 






384 - ■ . , ■ ■ 

* ' v r . * * 

©«üler wiflfr bu ju 3)ummfcpfett ma«en ? * 
S)kg ©cfc&i«f«en, nun wohl du Änabe 
gelcfen, aber £>eutf«e öomcre ? 23 id ef>er / fas 
ge i«, in ber 9lngff, ben ©rie«if«en fdbff* 
Unb no« weniger gilt ber Sinrourf, ben ber 
Äun|fet«ter wiber bie 2kfanntf«aft £omer£ 
aui bem 3Bcnopljoit ma«f, unb wie i« faff 
bajufe^en fann, SKyopifcö ma«t. SMatt warf 
bem ©oPretfeS uor: er habe Stellen au^bent 
^DUtcr angeführt, nicht bie an ff« gefdhr* 
li«e £ef>ren enthielten, fottbern bie er in ei« 
nem für ben bamaligen 9lthenienfff«en ©taa-i 
gefährlichen groeef angeführt. Seicht, aUfyatte 
ihn ©ofrate$ ©rammatif« ober 9toetif«miffs 
gebeutet; fonbern Spolitif«; übet atigewenbef. 
•E^ff i« nicht na« meinem lieben Gdgeitfiim 
beute; fonbern baff e^'cEenophon felbff tagt, 
jeigeit feine SBorte augcnfj^einli«: „ 

„ ttf, fo fagte fein ?fnftöger, pflegt au« oft 
„$otncrg ©ebi«te anjufuhrett: baff j. ©♦ 
»!ilrfr<* ben SSornehmern mit freunbli«eii 
„Porten $ugefpro«en, wenn ff« aber eitt 
„Geringerer iinnü| machte: fo fcplug er ihn 
„mit feinem ©cepter unb befahl «ntruhid 

n|«' 


* p lutarch. m vit. Alcibiad. 















ju fepn. ©ic$ bat er fo aufgelegt, ald 
,, wollte ber foet, man follfebie ©ertngern ble$ 
„mit Schlagen pichen; allein fe$t Xencpboit 
„ba;u, ba$ &at®ofrate$ gar nicht gemeiner: 
„fonbern k.„* Unb m$ folgt hierauf? 
Saß Kötner Bereit wiber ben Staat entlief# 
te? ©ar nicht! fonbern baßSofrate$ \dnt 
Sehren wiber ben Staat cm£ eittem bei bent 
S>olf fo viel geltenben Sichter gu beffätigett 
fuebe? ©agt ber Qlnf läget*, baß £omcr bie 
geringem «nb armem i^eute ju fcblagen ra* 
tbe? Sßicbt! fonbern £omer mache biefeS 
ben geringem unb armen Leuten glaubenb! 

Siefen geringem unb armem Stuten 
fonnte ja ein Sofrate£ leidet wa$ glaubenb 
machen, unb SSKelttU# mu|fe ai$ ein 23eref> 
rer be$ eben bagegen am meiffett 

eifern, baß ©ofyafetf, feine Stebiinge, bie 
Siebter fo mißbrauchte. Sie aufgebrachten 
dichter oerurtbeüten, ohne baß ftc im $omer 
nachfabett, ob bie£ ber wahre $er|Ianb fet) 
(ba<? fl;at hier ja nichts |ur Sache); fonbern 
weil er ben Staat (forte: wenn fie auch &u* 
te gewefen waren, mit benett man tn berjSu* 
/Sf‘L 1 . , • $ 5 genb 

* 3m crß. S5u<& ber ©entio. Sieben. 






















genb ben ^omet* gefefen, fo betraf ti ja hier 
leine $D?oralifcf;e £ebre, unb noef) weniger 
gjocrifcfec Schönheit; fonberif eine ^olitifcbe 
(Situation. Unb icb famt noch weiter geben, 
wenn ich ben fruchtbaren gofgertmgen, tie 
biefer gff. bei feinen ßritifcbeit Srreitigfeifen 
fonff i reichlich beroiefen bat, naebabme: eben 
weil bie Siebter ben £ieblinggbicbter ihrer 
Sugettb in 6ofrafe$ Sunbe fo gemifjbanbeft 
faben; eben weit fte riel von bem Sltifebett 
eine£ fpoeten ju befurchten batten, ben jeber 
für göttlich hielt, ben bie nccXot xuyc&Sot 
mi^wenbig muffen — fo nahmen fte bie 6a- 
ehe fo ernflbaft. 

Ueberbaupf jetgf biefer gan$c <J5roeeg, baff 
wir feinen $omet‘ webt haben fonnen, 
bem bic ©btennamen: Q3citct* öcr ^Bei^ 

Mt, Der $apferEetf, her ®id)tFimft, im 

hoben ©rieebifeben 6inne gufommen fönn* 
ten; feinen liomer, ber für un£ fo ein Öru 
ginal nach Sprache, Sitten, ©efebiebte, ga* 
befn unb gelobte fern fatm, al6 e? jener für 
bie ©riechen mar: jene liebfeit jf>dbener$ab* 
hingen von ihren Vorfahren an*? einer alten 
Sage: SEpt wlogien non ©öfter », bie ihre 

SSatcr, 






' 287 

», ■ ' * * * % 

2 >&cr, bie $dupfer tyrer Familien, bie ©tif* 
fer ihrer ©taatett, ttttb bie tlcbcrrcinber ib* v 
rer ©rbfeinbe traren — llnfere gcfer ber 

Seutfcben fernere geben oermutblicb in Sein? 

Reibern ober langen SRocfcn nncl) Staitjjfl« 
frftem ©cfjniet: fie lefe» ffatt üttptbologien 
©eflertfcbe Sabeln, unb flatt $ejramcfer tmb 
9?bapfobicn fingen ftc Ättcbcnlieber. 9tadb 
ber SSefaitntfcbaft unb SSifbnng M ©efcbmacf# 
i|! enfroeber ©cllerf wtfer ferner; ober 
er feil noch geboren roerben. Senen, bie 
borüber flaumn, n?ie ©cllert unb ^omer 
jufammen fommt, fcfjretbe icb eine ©teile 
ab, bie richtig gmtg if!: * 

nSurganü ©euffcblanb ift c&ofmc ©iber* 

» fi*ru cb ©ellcrt, beffen fabeln toirflicb bem 

p ©efejitmcf ber ganjen SiattOrt eine neue 
» *pülfe gegeben haben» (gragt bie erfle, bie 
»hefte üanbprebigertoebter nach ©dlet’fß Sa* 
„ bei« ? bie fennt fie—- nach beit ©erten anbrer 
» unfrer berühmten Siebter? fein ©orf.)—* 
„ üi<tcb imb noch l)abm fie ficb in bie £dufer 
5> dngefibWe&eit ©abureb if! ba£ ©ute in 
„ber ©icbttuitfi in Ejrempefn unb nicht inSRe< 
! ' • v „ geln 

* 9Jb$t uom Söerbienff p. 367 * 77. 


















288 


* gellt Seiannt, unb baß <8(bk<btt »cradWidb 
„gemacht tu Arbeit. !Denn ber ©eif! unb ber 
„ ©efcjmtae? einer Station fmb nicht unter 
„ ihren ©efejjrten unb Leuten oon »ornebmer 
„©rjie&ung fueben. Siefe beiben ©e» 
„febjeebter geboten gfeiebfam feinem ßanbe 
„ eigen. 91bcr unter bem Xbeifc ber Station Ke- 
„ ge» (k, ber »on fretnben (Bitten unb ©ebrdu* 
3 , eben unb Äemttniffen nccf)-mcf}f£ jur 
„abmung fiep belannt gemacht bat.,, S)a$ 
ift nun ©cfyert in SHbftcbt be<? ©efebmaefä — 
Aber mß marmorner in&bfichtberSUKgtOit, 
ber Äuttftlefy ber Steifer, ber Dveöner, 
ber helfen, ber @ptacf>£, ber ©ittert, 
ber (Jrjichunj, für bie xochüs xctyocQas 
ber ©rieten?' 

£)ie3 bofe ©r^edhtfc&e ©orf »erfolgt mich, 
fo Hbr ich »or ibm fliehe, unb mein Änofen 
i|T nicht eher auf^efofet, bi$ tß befummt ift» 
Semtfo frage ber Ännfleicbfcr: * „ ml) r, 
„baß bie alten ©riechen ihre 3 ugenb auß 
„bem ^Dtlter ^i>ci^eit4ebrten ? Unb würbe 
; .§omer auch nur oon affen betten oerffan* 
„ bcn ; mefeben ba$ 33eit»ort xctAot xccycc&ot 

„jufam ? 

* Sitter, 35r. i* p. «6, 








289 


„jufam?,, — (Seine große ifffo viel a\ß 
Stein! meine Slnfworr ober 3 a ■ SfettUhUÄ 
(Scaurutf leugnet; Q3oIcr£uö befaßt; wem 

von beiben glaubt tyr ferner? 

SMuffer bem, wa£ icp feiert angeführt, 
fonn id) mein erfief? 3a mit fofgenber ©rette 

*u$ c£etiDpl>on$ 0d)maufc gültig machen : 
„SDtein 93ater, fagt 9fötrattt$, ber mich 

„gum tüchtigen reblicpen üttann {ccyocQos) 
„machen wollte, hielt mich an, alle ©ebicfjfe 
„0omer$ au&oenbig gu lernen, fo bag ich 
„ noch jegt bie gange 3liobe «nb Dbpffee bcr= 
„ fagen famt* „ — §icr wor ein guter bÄbfcper 
Sftamt, ber feinen 6o(m auch bagu machen 
wollte, unb lieg ijm affo .$omer lernen * fo 
würbe alfo §omer mix ber 3ugenb getrieben: 
fo tpurbe er gewig non beneit ver|lanben, bie 
gute ^ut>fd>c £eute waren, benn ße waren 
burch ihn bagu gebilbet. 

Ölber heißt x#Acf* KctyuSos ein guter 
bübfeber SWamt, ober iß c£ ein Schweiger* 
93lCtU0ft? ©eibe ^artbeien t innen Stecht 
behalfen, wenn ße fiep andren motten, unb 


Wenn 



hat 


? Wt Jfc I» Pi J»r 


[ 












hat e$ uiefletcbt feiner non bdbett* ffftehr als 
ein.guter fmbfcber statin, unb »eie weniger alg 
ein ©baft^uiifcön’^Sii’tUDfO/ it ad) bem ho* 
f)tn ©efebmaef unfrer peit. 3c& erinnere 
mich bie 9lbbanblung eineä ©rammatiferä 
über bie3 ©ort gefehlt gu haben; unb »eit 
ich Hiebt gern t&uit mag, »a$ ein anbrer vot 
mir getban, fo miH ich nicht ein SKegiftcr »oit 
ben ©tefleu machen, »o bie$ ©ort por- 
fommt* 3cb febreibe auä bem ©ebdebtnig. 

3 » jeber ©pracbe muffen (ich affe Werter 
perdnbern, bie ben eigentlichen Sharaf ter beg 
geitnltcrtf auäbrücfen; unb eben bh$ bunft 
mich Pon kccäoc x*ayu&cs. 3 n ben dlteffeu 

©riechen erinnere ich mich nicht, e£ gefefen 
gu haben: e» iff ein ©ott au$ bem geitalfer 
ber fchöuen *J$rofe unb ber feinen SPelitifchcn 
©itten* 3 n ben feiten, ba u^sr^ Jwgenb, 
noch allein Sapferfeit be£ $$rper$ unb ©d- 
f?e$ bebeutete: galt blotf ein trabet’ ©amt 
ccyuSos. ©o tpiffen tut ©omer bie gelben 
fein beffer ©ert ihrer ©urbe, affS »enn fein 
gigamemnon oft gnug fagr: ccyctSoryx? 
fAh ©o »enig hier batf.flfy^#3'^?s , eine ‘JKo:# 
WfifcÖe ©Ute bebrütet, ju einer geit, »o 






1 


Sapferfeit über afleS galt: fo wenig litte b(*\ 
fes Jdtrtfter Koches KocyccSes im feinen $>er* 
ßanbe be$ ©hftfa&mrp. 2tud; ba$ ü£c xt 
kocKos bat tiefen Urfprutig gehabt: unb rour* 
be von teil etiogctmv ccyocQcts gefaßt, bie 

in bet ©cbfacbt s y unb kocXccs (tflpfer) ffrit* 
ten: 2Jber mit bet: Seit verfeinert? ft# ber 
©ei(I ber (Bitten: bas üöort oc^ery fmjt 
Sraucbbarfcit: ba$ 2Borf ocyuöos ttnb xct* 
hcs ein tüchtiger SBann in ©efcbaften, 
unb fefbfl ber @brcmtame om\% verlor etwa£ 
von feiner 33?annl;eit, ~H>etl in ber bamali« 
gen geit bie ^Xßd^dt au# no# allein eine 
©ienerin be£ ©taat3 war: fo Übernahme^ 
e£ ficj) nlfobie 28eifen, folc&e brauchbare STOans 
«er $u hüben, bie reölidje ^cnfctjen unb 
tüchtige 35urflCr waren: fo fragt 3Eettü* 
pjjon ben ©offattö im S)iogene£ £aer* 
duä: fage mir, wie fatm man ein mhos 
xocyccöcs werben ? unb biefer fuhrt ihn in 
feinen Unterricht. ©o faßt Sfjicerat in ber 
angeführten .©teile: mein SSater, ber mi# 
gum tüdjttgen Mann (uyu&cs') machen 
wollte: lieg mich ben ferner lernen* ©o 
trugen e-£ bie 9Itbenienfer, bie porjügli# im# 

• > . v biefer 

















* 



bieferSpolitifcbcnCuItur ffrebfen, beflänbig im 
SRunbe (xxAoe xxyxBos ); unb ei trat bei ib* 
tun, »wie ein ©cbotinfl fagt: fmnina omnis 
laudationis! Unb aifo geroig nolbwenbig 

mehr, otö ein guter b»ibfcb«r SW««« bei un$. 

Ser Dtecenfent will auch nur einen einjigen 
S3?etweiö, bag kxAcs xxyec&os etroad mehr 
öW bic$ bebeute ? ffiobl! ei fei eben bie 
©teile, * in ber er nichts al$ ben guten bübfeben 
«Wann ftnben will; ©ebabe, baj; ich mehr bar* 
Inn ftnbe, unb eben bie ©efebreibuttg be$ xx- 
hs x'xyxöe- ©ofrateö fragt ben jungen 
Qll)CCtge$ im fjMfltO: n öv; 8X siutaj-xro 
tst o irxTtig xotf e7ruiSevffsv oMegnäaai oi 
ccAAoi TtctttSsvovTot!, oi row xxAwv xotyx- 
San> itetrega» vistf, oiw ygxjxfAxrx t e, 
xcef xi&xgt&v, XUj ttxAxisiv, xxi tuv xA- 
Ayv xyxnxv i Sennen hier xccAei xxyxdoi 

fiigficb gute ^Übfcf)e i'CUtC bebeuteii, wie 
wir bied üBort brauchen? 9Jein! ft'e liegen 
ibre ©4bne, um fie auch 8“ xxAois xxyx- 

Boie au machen, 2Bi|Tcnfcf)aften (nicht blo$ 

fca$ 31S 6 lefen unb febreiben), bie SDeUfiF, 
hie nach ber ©rieebifeben Senfart weit mehr 

ich*. 

* Htter, ©t.Ib.t* !*•»» 








■ 


393 

fcf>6nc Äunfr, a'i bei um*, unb oon bet Siept« 
fünf! unjerfrennlicp war: tmb fcijßnc ieibcfc 
iibungen erlernen. ®er alfo feinen SSerff (inb, 
feinen fd)6lien ©efcprneuf unb feinen 
PCI’ ausgebilbet patte: ber war ein Sftrifcpet 
xochoy.oeyc(Bot : er war weber ein Sßeifer, 
tiocp Siebter, noep geepter; aber Sfufage 
patte er, 3Beifer, Sicpter unb Dfpmpifcper 
©ieger ju werben. ÜBcr einen ©rieepifepen 
k«A os Kotyctdos in feinem gonjen ©lanje 
fepen will: ber lefe, oogleiep niept ba$ üöort 
feibfl al3 Ueberfcprift bruber fiepet, einige 
afiiibarifcpe Oben auf feine ©rieepifepe 3füng= 

finge, -bie boep mepr a($ gute pübfcpe 3un# 
gen$ waren. 

3 lbcr freiiiep auep niept SBirtuofett im ©ie. 
(anbifepen popen@ufio! ober lieber gleich im 
©efepmaef bei ©paftet'gburp : bem 5ßie* 
lanb niept bloä ben ©egrif beS aJirtuofen, fon« 
bern auep bie Sinologie mit kxAos xctyceSos 
abborgt. Siefer 9Beltweife, ber ben spiafo* 
ni^muö naep bem üWobegefepmacf feiner Seit 
einf(eibet, unb enbliep auep in ©riecpenlanb bie« 

fen PieblingSflefepmacf finbet, befümmt feine 

U . • 23ir? 


* 






* 


l 


294 .-— - 

SSirtuofen fo : * the real fine Gent lernen, the 
Lovers of Art and Ingenuity; fuch as 
have feen the World, and informed them- 
felves oi the Manncrs and Cufloms of 
the fevera! Nationsol Europe, fearch'din- 
to their Antiquitys and Records; confider’d 
their Police, Laws and ConfUtutions, ob- 
ferv'd the Situation, Strength and Orna¬ 
ments oi their Citys, their principal Arts, 
Studys and Amufements; their Arehite&u- 
re, Scu !p tu re, Painting, MuJick, and their 
Fafte in Poetry, Learning, Language and 
Converfation. Sttit biefem begriffe »er* 
gleich* er «öcf$er bag honeftuin, pul er um, 
xuAov ber Siftert, tinb phifofopbit* in feiner 
lieben^roürbigen Saune ©eiten fort* — Ob 
e$ nun gleich in Sitten freilich auch ein geit* 
alter gab, ba bie giebha6erei ber jtlunffe, ber 
©efc&ntatf an ©khtfoin|f, unb beti fefjonen 
ÜBiffeufchaften, ber feine Sott im Umgänge, unb 
fcer Urtheitögeifl über 95olicep unb SUtertl>u= 
tuet, bie herrfd?enbe ÜEobe trar: fo tann 
ich mich n * c überrebe», bag bie xotAot 
KctyxSat in bem weiten 23er|fanbe be$ ©haf- 

te^burp 

* Charafteriftiks Vo'. 3. Mifcell. Reflex, p. igj 


/ 


\ 


\ 


« 





. 3 95 

ttibtm) bamaß gebluhek fcbeint rief* 
mehr biefer fphikfoph fich felb|i $u malen, 
unb ben ©efcfjmact, bei* bamaß am $ofc 
©arß be$ $meiten gak, biß 3 « einem gemiffen 
Steal s« erhöhe« nnb uerfeinern, bag immer 
in ben neuen geifett ein SKuffer eine£ brauch* 
baren, gefcfjicffen, angenehmen Spanne# fepit 
fann,aber ben 25egrifbeg ©riechtfc&ett *Borß 
immer umbifben mufj, felbfi mie tß iutarcf) 
imb bie neuern ©riechen brauchen* ©Ijafc 
teefturi) fobert $u feinem $irtuöfen, menn 
er in ©riedhenfanb fpfffiirte, freifidh baß 
Sefen btß £emer£, «nb baß $mar alß baf er? 
ffe 3 f ® CE; aber ein ?)tOraltfd)e$ £efcn be$ 
£>omerö? ©in £>immdmeitcr Unterfchieb! 

3Do$u aber fo Diel über ein ®orf ? lieber 
ein $Bort, baß immer ber Üiusbrucf ihre3 
Qbavatttvß, unb ber ©ipfel ihrer Sobfprnche 
mar, fann man nie $u Diel fagen: biegt* 
ffarung fokher Wörter fcbliefst uni Senfart 
unb Folien;, £aunc unb6itfen, fur$ba£5fia* 
eionalgeheimmg auf, ohne bag mir immer 
von einem SSotfe, fcj)ief urfheilen, fc&ief fernen, 
unb unleiblidh nachahmen. 3ch mürbe tß 
aß einen Beitrag jur ©rkebifchen unb M* 

H 3 milchen 






















nitfcfjen©efdbic&fe ber £itteratur einem SWmtit 
von ^M)i[Dlogie7 ®efc&ic&tfänutm|{ unb ©e* 
fcbntacf empfehlen, ber Üftefamorpbofe genau 
nac&jufpnren, bie ün ©riecfcifcfcenbie ©orte: 

an} f, c&vÖgüonofß ocyccSos^ Koches, (piho* 
KCChoSi KOChoKCCyocdoS, KCtKQS,G7ti'XjeiQOiyOl’ 

Qos : int £ateinifc&en: vir, homo, bonus 
unb melior unb optimus, honeftus, pulclier 
unb liberalis, flrennus unb dergleichen 9ßa* 
tionatnamen erlitten haben, bic bie 6^re ober 
ßd&anbe ibreg 2 ei *alterg waren, unb fieb 
mit bemfelbeit dnberten — ©o lernt mau 
25611er feinten, unb nuföen. 

3ch will eg j)ier nicht mtterfuchen, toie weit 
einige ©chwei^er ®. ^tCEanö, Sfeltn, 
Sßßegeltn, ?0iablh, ung wirtlich ©riechen 
ietdj)neti ; * wenn ffe ihre ©r^ebung unb tyo? 
littf ung anpreifen* SBeinabc oom 2>iogeneg 
bem Saertier an, findet man in ben ©riechen, 
mag man in ihnen finden miß: uerfebonerfe 
©efiebter, unerträgliche 3bole, halb 3beal, halb 
©riechifch/ halb nach neuerer $orm. freilich 
f innen wir ben@riechen oieleg ablernen; freilich 

m _ 


* Citt«. SSt. £6. i, P. 4«. 5 ». 


V 




z 97 

I 

ff« jtitit SÄufler nehmen; aber Sftachbifbungett 
unfret 3«*t flemafj machen: fonff tt>irb alle# 

Carifatur! — Schon Wato unb&cno* 

P^Dll malen un# ben ©oFrate# »crfchieben; 
aber man muff beinahe ausfpeien, »tim 
OCBfelCttli) * auftritt unb fagt: „egeht! ben 
»Äopf be# ßofrate#!,, $ier faim matt 
wie Farcen breujl antworten: ®ic ? ba# 
i(i ©olrates ? jener lieben#roürbige 3ßibcr* 
fptecher, jener ebrwiirbigc Uttrciffenbc, jena- 
feine 3ronifche @ei|1, unb ber rcblicbffc 25ür-- 
ßer, lurj! ber ÜDejfe|ie unter ben ffieifen 
©riechenlant# — ba# feilte ipr ©ofrate# 
fepn ? Sieht! mein $crr! tiefer unau#|Tebft* 
die SJifputirer mit »ottem «Nunbe, tiefer lä* 
ehrliche «BJcidheit: unb Sugenbframer, biefes 
grobe gänfer, unb SDlifantbropifche ©epim* 
pfer iff ein ©efcpbpf neuerer Seit, ein SSeifer 
au# ©djweijerifcbcn Slepul'lifen. — Unb 
boep ®. ja wirtlich bie ©riechen gefe» 

fen? — quid fiires faciant, audeant cum 
talia domini? — ©o fehr bie ©riechen 
ihren £omer imjfeit, fo wenig brauchfett ftc 

H 3 , ihn. 

tu* Sitter. Sßr. 26. ?. 

















/ 


ao8 - 

* * * i * <■ f* 

ihn auf ©iefantfcbe 9Irt: Demi @|affe^ 
burfö ©eift unb ©cbriften berrfcf>ten bamalä 
wabrfcbeinltcb noch itic&t bei ber SKöratifcbcn 
25tfbung bet: 3ugenb; unb bie 2lrt f wie 
0Dfcateö au$ bem ^omer te&rt, unb man 
i^n bei ber Sitbung bet: Selben unb braueb- 
baren 3üngttnge anwanbte, ift Ja äugen* s 
febeinttej? mb ma$ anberä! unb in uieteti 
©tücfen mß anberS, M wir beut nac&* 
abmen fonnen, wenn wir auch Homere 
hatten? . • M‘ . 


2 . 

5>inbar untu ber SDitfjtjrmnbenfdnger* 

fernere berften wir affo nieijt eben hoben, 
aber einen ^tnbar? 2)ie Seit hot bem ^in< 
bar feine beften fronen , unb unter antem 
aueb ben ftebenfacben ©pljeufranj ber £)itfn)- 
ramben geraubt — einer t>on unfern S)icb* 
tern fe$t (ich fefbft bie$ 6iege£|ekt>en auf, u»D 
ruft: flacht Oiaunt, Knaben! 3ft er ber 
53ater Q5ctcd)U$ , ober tragt er bio$ ben 

Shbrfu^ftab ; um e$ ju fcpit? 

* . .* : - ; gum 


i 









, 


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V. 



MHPVIHHM' . 2 99 

* ' *, | p _ . »• 

3um 23orau$ ein üöorf in einer *p a* 
rempele« 3$ glaube, wenige 2$eurtpei(un* 
gen t>er Bitterafurbriefe finb fo fci>rdent>, unb 
gebrechlich , atö tiefe, * bie einem Seprmei* 
ffertone fich nähert: bic bei bem ©eratifche 
arm, bei aller Spracht von Sefefenpeit unb 
Sritifdber ©inficht fur$ftchfig, unb bei allett 
planen unb 2>erfcf)lagen butte fet;n mochte* 
Sie angebohrne Bebhaftigfcft beö flfecenf oer* 
fpricht bem SDitpprambenbichter fcharf juju* 
fe$§en, unb jucft jebedmal jurucf, um fiep in 
^racepforprebigten $u üerlierem fott 

bie grage Jjctffen: $ann man ©CUtfd)eS>i* 
tbpramben machen ? 5?ann man nicht ©CUfc* 
fd)C, fo'fatm man auch teilte 5D?afabarifche 
Sithpt*amben machen, wag bie Sprache be* 
trifft i unb bei SBitppramben bbrfte biefe nur 
julejt in betracht lammen. fßtog barf cg 
her -Reeenf. mit fo oieler ©elehrfamfeit be* 
weifen, bag mir feine ® if hpratnben übrig pa* 
ben? ber SSerfaffer bbrfte biefeg ja aug bem 
lieben 6. @d)miÖ aflenfaßg wißen ! Unb 
womit betoeifet eg ber fömßricpter beim, 
i '• 4 bag 

* Sitt. 95t. si« P. 57 « _ 


V 


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300 

tag wir nach beti überbliebcncn ülac{)ncl?fcrt 
feine 2)itj»;rambeu tnac&en fonnett J — 
fwcbffenä! bag ber QSerfafle? feine gematbr. 
3 Bomit bebautet er eS, bag jeber neue ®e* 
fepmaef vetfeprt fepn mug, ber von bcti SKes 
geln beg weifen 2lltertl)um3 abgept? Üßarmtt 
i(i ein SeutfdM öelbcngebitpt, eine Dbe, 
eine 2)irtn;rambe epne ©rieefjifcjje unb £ateu 
nifefce dufter beim an fiep unmöglich? üöa$ 
tbun bie Spinbarifdjen Oben beg Seidiger <pros 
feflorä pier $ur ©aepe? 2(uf welcher (Haffe 
«mg beim ber ©it(n;rambift fi^en, wenn er beit 

■ n * 

Spiubar intus et in cute femien lernen, ben galt* 
Jen Spoeten in fuccuin et fanguinem verti* 
ren, «nb «bfolut evfl imdf) 20 3 apren Swi* 
tationen nad) bet* ^inbarifepen ®tgregioit über 
ben 85erg Sfetna ntacjjc« foH? Sßdcp ein 
geftiiUon berrfd&t fo butebgangtg, fomfonber= 
fielt ©♦ 59 ? 61 . ;®eld;e Sammlung von 
^inbarifepen 35eim6rtent foH man (\\ 70«) 
griebricö geben? 2 Bte lange mng noep ber 
©itbvrambif! $tyfbolößie lernen, «nt fließt 
tljr ©pffem nieberreiffen ju wollen ? 3 ft e$ 
wahr, bag <|5mbar fiep feine 3nverfionenbe£ 
§abelfiiffem$ erlaubt, «nb afleS fo (ie^en tagt, 









r» 


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■»I 1 

wie i$ ifmt vom 55racc^tov biftirf toorbett iji ? 
— llnb nun enblieb bic belle unb 

♦ 

Slmnerfung raiber bic minbiebten, eitlen, Jim* 
gen 3)Jenfdtjen, biedrem 3[>?dbct>cii )u gut©e* 
biebte ^crau^gcben — mobei freilieb ber25e* 
toei$ möngelt, bog ter Verfaffer ber ©i t%y* 
ramben fo emwmbicbter, ekler, junger Sttenfcj) 
fep,ber eine ©trafprebigtuberfemSKdbeben 6 

©eiten lang anbovennutg. üBomit (amt eöber 

■ • ; . % 

Svecenf.betveifeU/bag^inbar in feinen oerfobr* 
«en £>t>pordKmaten nnbSifbpMntben in einem 
ern|ll;aften ?pi;ilofüpb*fcbcn Jon trunfen gern* 
fet? 2Bie mag ein Kompliment (affen, baSntan 
uic^t au§ freiem Quitten, fonbent au$ Sftug 
im Vorbeigehen macht ? Unb tote oicl nimmt 
ber Piecenfent für ein Kollegium, barinn er 
, tote matt Spinbarö gan$e Spanier ju 
malen bi$ auf feinen 9lblev lernen fofl, ba- 
mit nnfer ®eutfcber £ora$ auch für ben £>t* 
tbprambiflen eine Dbe roeihen tnujie? 
Steine c |5arentbefe toirb lang; aber bent üRc* 
cenfententoürbebie3(tttn?ortauf meine gragett 
uod; langer feptt,bie ich auch, „au£ einer mir 

„angebobrnen Jebbaftigfeit, tbue; nicht alg 
„Sritifen, fonbern al$ eine f leine £mlfe, mich 

« 5 >&W 







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4 






f 


302 - - ■ . ~ 

„jelbflauf ben 2 Beg ju drht^en, unbmai ic b 
„beitfe, jii fagen. „ 

3cj) bin nichts minber, ali ber QSerfafTer 
;jober ber SSertbeibrger ber ©itbpramben; itb 
Jbabe fefbfr mehr miber fie, a(S bie fiiffcratur^ 
bricfe, aber wie ich boffe, anS nnbern©rün« 
ben, unb mit memger ©ebufton* £>bnmog* 
iitf) fann tiefe Seurtbetfung von einem QSers 
faffer ber Sitteraturbriefe fepn; nermntblicb 
i|t fic eingefebieft; meif ij>r So« gemifjf $u 
merfiieb abmeiebt — 2 fber gnugf meine 
SJarentbefe i(I 311 ©nbe.) kennen mir ©i* 

tbpramt'en machen, ©riedbifebe ©ifbprams 
ben im ©euffeben machen ? Drigtnalb*tbpram= 
ben machen ? • - ^ , 

* 1 f ^ i 

5£o&er mag ber ©itbprambe beiten©rie* 
eben eutffanben fepn ? ©arf icb eine ^ppo* 
t&efe oerfueben ? — ©ppotbefen mug mau 
vnfuebe»/ mo man feine Otacbricbten bat: 

wäre ©cmofll)ene$ m# Ji%^fxßo^oiüov^ 

ober Sfl’iflofClÖ grüfter Xbetf ber ©icbtfunff 
nicht oerforen, fo mürben mir miffen, (fatt 
juratben. 

• X 

©in 





■ * f 
I 


305 

©in 55o it in feiner ©ilbbeit ijl in ©pra* 
cjje, Silbern unb Safteru flarf: Srimfenbeit 
unb ©emalft^&iöNt ffrtb bie gieMuigölafiet 
einer Mafien t bie noch !9?annf)eit (ctgert}) 
für Sugenb, utib trunfne Siaferei für Sergnü* 
gen bdlt 5ifle bie feine ©cbmac&beifen tua* 
reu bamafä »oeb nic&t, bie beut gu Sage uns 
fere ©üte unb gebier, unfer ©lütfunbUn» 
glücf bilben, bie im$ fromm unb feige, lijlig 
unb gajjm, gelehrt unb müßig, mitleibigunb 
üppig machen. £>iefe Srunfenbeit ge* 
bar roilbe Vergnügen, ben ungegdbmtenSang, 
ein? ro(;e SDJufif, unb nach ber bamaltgen un= 

gehüteten ©pracbe auch' einen ro^en ©e* 
fetng. . . .. ' 

Stiebtu« Altären, fonber« in roilbengreu* 
benfdngen emfprang ölfo bie Dicbtfunft, unb 
fo miß man bie©emalttbdtigfeitmitbenfcbdrfs 
(len ©efegeu bdnbigte, fo fuebte man bie 
trunfneit Steigungen ber SKeitfeben, bie jenen 
entmifebten, bureb Religion gu erbafeben. 3 b 5 
re ©6ftey trugen bamalg Jveulen unb Sliße: 
bie fanften ©ratien waren noeb nicht gebo» 
reu; man oerebrte bie Grafte ber Statur; 
raub war ibr ©otteobienf!, roie ihre Statur, 

- bureb 













burch Dpfer unb Srunfenheit — unb unter 
ben alteflen ©Ottern war immer auch ein Deno* 
triuö, ein fIBemgottj man heifse il;n, wie man 
wolle. 

3ejf würbe alfo bic mmfne SMehtfunff an 
bie Sütare $ur ©utfunbigung geführt $ie& 
befahl bie Religion ihnen 5ntnfenl;eit in üBein 
«nb Siehe, unb ihre Srunfenheit bequemfe 
fich alfo roteberber Steligion: ihr ©cfaugwar 
voll oon ber ti)tenfd)finnitd)en Sprache bc$ 
ÜBeimS f unb ber ÜOcirr erhob ftch roieber Jtt 
einer gemiflen ?OJl)|lifd)ftnnHd)cn ©pra* 
che ber ©Jtter: ein fettiger ©efang in bop* 
pelfem 23erffanbe. £)ic ^rieffer, zugleich 
SDicöter unb ©taatäfeute, webten au$ 9?atio= 
ttalfagen eine SKpthofogie jtifammen, bie fic& 

W}'- W m 

gu ihren rauhen ©efangen bilbete, mit benen 
fie al$ mit einem gaume, mit einem ©tuet 
bef? ©ottesbienfiet? r mit einem geitoertreibe 
unb Vergnügen baB 93off (enften. 

£inu$, ben wir im fertigen ©chatten äii ben 
2$ater ber ©«htfunff erblichen, f4>rieb noch mit 
^c(a3gifcben25uchffa&en,ben gelang beg^ac* 
d)U$. 2lt tt§t$ ber ©dotier fang 1Sacd)tfcl)c 
$ymnen: Ot’pfjeaS, ber lahmer ber ©rie= 

epen 








i 


/ 


eben burcj) ©cfejje imb©otte^bienf!,meibtebie 
Snmtenprit in feine §{euftmf$en £eüig* 
f&ümer ein, tim fie ju bezähmen, baber et: 
an* il)x öpfer mürbe. 9 )Iufduö unb fein 
0 o(m (gitmofpllS fangen ebenfalls ben £3ac* 
cbu£ — $ur$ bie alteffcn tarnen bet 4 £>icb* 
ter, bie bepnabe felbjl gabeln finb, afle pa* 
ben fid; mit Bacd)U$ befcfwfttgt. 

®o*u fage icp aUt$ biefe$? Um $u jeigett, 
baß ber sutpprambe aus bett gelten bä* 

3Büöj)ett unb ^runfen^ett feinen Ur* 

fprung unb £ebett äiepe, baß mir alfo mm 

ipm aueb nae& Bejd)affcnpeit öiefeS gelt* 

dtet’Ö urteilen muiTen. gntfprungen unter 
fceraufepten Sdnjen beS 53ol£S führte man t|>tt 
in bie Xempel, um ipit ju jabmen. ©eilt 

Snpaft, feine ©praefte, ©plbenmaas, 
Bearbeitung, «Kujij, ©eflamatlon, 

aUeS $eigt oon ber geit, bie ipn perrorge= 
braept bat: et mag mm in ^[)ebc, ober 
bem mofluffigen ^orintp ron einem oberbem 
anbern erfunben fepn: gnug, t§ mar noch 
eine Jeif, ba fiep bie £)elppine con bem Slrtott, 
bem angegebenen * ©rftuber, bezaubern lief? 

;t 4$ i.K: . fett. < 

* 933ie ^eroöot nnfäprt, ben icp für nte&r, als 
. £at>ei|cpm&cr palt 4 

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fen. 34) fage: fein SlÜKlft: beim ba ei¬ 
ten ©ater be$ 2Bein$, t>on feinem ©lihfrrale 
getroffen, mit fcraufenbetn ©lunbe fang, nnb 
in einer ehrroürbigeit Seifigen Jninfenpeit 
fang: fo pagt er am meiflen aufbenAbgrunb 
fccr feiten, ba man au$ Aberglauben bie Äraft 
einer göttlichen ©egenroart fühlte, ba man 
mit flarfen finnlichen ßmpftnbungen begabt, 
ben ßittbrucf ber 3ugcnMei)ren unb SBationaf»' 
fagen beinahe ju einer »irflicheit Anfchauimg 
erhob, ba man au$ Unroiffenheit nicht blo$ 
%>ie ^obetgefcbicf)ten al$ -Bahrheiteit glaubte, 
fenbern mit ber Sinbilbungsfraff fie biS jum 
Seben auSmalte, unb alfo bie Scgeifierung 
fehmeefte, bie Apoll über bie ^pthiffe, 3»* 
«iter über bie ©ibpüen, (Epbele über bie ©Cll# 
Icp, unb 55accbtlö über bie Sitbprambem 
fanget auSgof. ©aber naheten fich bie lej» 
fern ber ßntjücfutig, bie einer Diaferei glich, 

Auvuswe ctvaKTos xaAcv efycqfcctj peXoe 

eiSoc iAvgctpßov, oivu avr/^ccwmöets 
<p(sr<xr ‘ baher fing er gemeiniglich mit bent 
Segeifrerten: u/xtpi jaci xvccj*, an: baher je= 
ite Ausbreitung ber ©cele, bie tm sparenthpr* 
f u gber Jrunfenheif unb ber Sefchauung himm, 
iifcher Singe ausrief: 










3°7 


Auditis an me hidit amabilis 
Infania? Audirc et vidcor pios 
Errare per luco*: 

baper jette gßttlicpe fBJutft: 

k.,' m i| V % I TP 

—■ — immanis in antro 

Bacchatur vatcs, mag num fi peflorc poflit 
Excufllife Dcuni: tanto magis illa fatigat 
Os rabidum, fera corda donians, fijigitque 

premendo. 

Uttfe von tiefer ftrnt lieben SSegeifferung würbe 

t>te gange Bearbeitung fo belebt , tag <pia Ä 

to bem Sitj^ramben fogar bie $}ad)afj* 
mung abfprecben will. 2M fu(mer Mbct 
nnb groger Sfnfpiclimgen folgte er feinem weU 
tern «plan, alß ben inncrficfc bie giubilbungd- 
fraft malte, augerlid) $um Xpeil baß Sluge 
f^e, unb ber Sang foberte: mtb fo warba* 
ein ©emdfbe ber ginbilbungsfrnft allster 
SBacdpifdien ©efc&icbte, be$ 25accj)ifd&ett (Bot* 
<e£btenffe£, unb be$ Xange^ : wo nüchterne 
Seelen wenig SSerbinbung^iefUebertriebeneS, 
itnb alleß Ungepeur guten muffen. Unb tie¬ 
fe ^Bearbeitung, welcher geit war fteam ange^ 
meffenffen % 9Sermutplic|t jener, ba bie ©att> 

/■ . ren 







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308 

reu ^offenffucfc, bie Svomobien ©atpren, unb 
Dben unb Jragobien m>ct> nicht geboren n?a^ 
reit* 2Sor ben regelmäßigen ©tucfen im fci>6^ 

neu ©til muffe ba$ gyvffe wüjte ürttcgel? 

mafffjje voran geben. 

Unb eben btefem Seifalter iff auch Die ©t* 
e^rambtfcöe ©pracbe gemdg, Die in Porten 
neu, fuf>n unb unfor|nlicf); in Sonffrus 
etionen vei’ffodjten unb unregelmäßig mar: 

eine ©pracbe, n?ie fie vor ihrer 3fu$bifbung 
iff. Sllsbetm bat noch jeber ©dnger bag 
Stecht/ neue SBorfe |u machen, tveilmanvcn 
ihnen noch feine gehörige Slnjabl hat; fie fon* 

nen fühn jufatnmengcfejt fepit, rveilgorm 
unb ßenfmtg nicht gmig beffimmt iff» £ins 
gegen eine völlig gebilbete ©pracbe iff nicht 
©ttbvrambtfcb, fonber» vernünftig nnb mit 
©efeyen um f# ran ft. 

©o aiKhba^0hfbcnntaa^: ©efe&log, tvie 
ihr $an$ unb bie $öne ber ©pracbe; aber 
notbroenbig beffo ^olpmetrifcber, tfnenbev 
unb äbrvechfelnber. 

©o auch bie Stupf: S)ie «phrvgifchc 
6t, bie rgfenh nmcjne, bie ©tejne belebte, 

‘ . ium 






— ■ 309 

v " . -vr 1 . j ‘ , , * 1 \ * ' t* . \ 

jum Jreffen unb ©iege reif, unb ©ntponm* 
gen irt ber 55r«fJ anrieftfere; bic nachher nb^ 
gefchöjft nnirbe, meil fie bie £D?uf# rerbarb, 
bie Splöfo a»6 feinem ©taat unb 2friffoteIe$ 
au$ feiner ©nfaiehung rerbamite — Surj! 
bie ßftefie unb rcheffe Sontunf?* 

3lfle3 atfo, ma£ $uw At&vgc&fjLßaSee ge« 
£$rte , unb goern, trilb ©prache unb 

SDtafif unb ©pfbenmaa^ tragt ©puren be$ 
finnlichen Zeitalter# mit f<c|) 7 tvo afle$ bieg, 
unb bieg aftei« bep bem rohen 2Solfe feinen 
gmec! erreichte , unb hier i(l bie ©tffarung 

tt$ Sprofiu^: A&ugocußos S^t KSKWVfJfASVOl 

Key TTtfÄu r<£ eüvioQöss fxehcc %c%eius eu~ 
(peuvetv s eis 7tctS*} y.cctms Kvx£<v(Aeve? y 
pochtet cm&cc TQ3 ©eö, 

©0 war ber Sithprmnbe, ehe er t>6tfig 
Sdacbafjmung mürbe* 2(fs aber bie ©riechen 
in ein gefitteteg Seitalter ubergiengen; foroarb 
ihre SHeligion über bag ©innfiche mehr erho? 
ben: ihre ©egeifferung fanf: ihre mehr ge* 
bitbete Sprache entfernte (ich pon 55itf)prants 
bifchen greiheifen : ihr ©ptbenmaag warb 
bejtimntf et unb gebunhener: ihre 3RufW 

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3.10 

Da$ wahre ^lÖtjfocfjtSooäes war alfo 
vorbei, unb man fucbte e$ nach$uahmcn* 
3)a&er fann 3irtfiote(e$ ben Dithyramben un¬ 
ter bie ?iad)a^mcnbc ]>0cftc fe|}en, ohne 
bed[) bem^laro gu wiberfprechen, ber ba£@e« 
gentheif; wiewohl in gati$ anbrec 5>erbinbung, 
fayjt. blieb noch immer ein fetrlicbetf 
Vergnügen , fich in ihre SSaterjeifen |urucf« 
lUfe^en, unb bie Sprache, bag gylbenmaa^ 
bie 50t«fif, bieDenfart eine# ober einiger er¬ 
lebten getfatfer $u gebrauchen. 

3« biefer mittfem $tit, bö ßch ba$ Di« 
thyrambtfehe gemilbert hatte, mag e$ alfo 
bie be(!eu ©ebiebte biefer 2lrt gegeben haben, 
bie baher bie Olnfangöffucfe »erbangten. 
Nachher aber trieben bie folgcnben bie Äufnts 
heit immer hoher, um ihre Vorgänger über; 
treffen in t onnen; fie mifchten, (nach 
tonä 3 cu Ä n *§ * n Sftepublif), afle$ un* 
ter einanber: unb gingen verloren, weil bie 
bamaligen Zeitalter in fehr ben ©efebmaef 
ber Dicbtfunff, ben ©eip ber Religion, bie 
©tuffe ber Sitten unb Sprache nerdnbert 

hatten* 

Da« 





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3 


Döher legten ff# au#, na# ber wahr? 
f#emli#ffcn Matt im (JicerD; bie SRömer 
weit minber (minus) auf bie Dithyramben; 
bei benen ber 21 ty$ M CtatulB nur ein wett* 
lauftiger SSerwanbte ber Dithyrambcnfuhn* 
heit iff. Der £tmmel ber SKömer war ni#t 
eigentU# mehr für biefe Di#tung3art: ihre 
Steligiön mar geiffiger «nb spolitifeber: ihr 
25ac#uß lange ni#t ber mächtige König ber 
@rte#en: ja |elb(f ihre fitere ÜJbern fühlte« 
ni#t mehr fo ffarf ben 2 >lijffral beß ©eins: 
fie liegen alfo bie SReffe ber Dithyramben un* 
tergehen. 91riffote(e$ betätigt meine gatt$e 
£vpothefe, bur# bie wenigen üftorte, bie er 
in feiner Di#t!un(I rom Dithyramben ein# 
mif#t, in beffen ©teile bie Sragöbien getre# 
ten feyn follen. 

©offen mir alfo bie Dithyramben $urücf* 
ffnben ? @r(! beantworte man bie Heine gra= 
ge: Könnten wir beim Dithyramben ma#eit, 

wenn wir bie ©rie#ifd>cn no# Ratten ? 

3Son biefer Kleimgfeit hängt, wie i# glaube, 
affe$ ab; unb ein Kenner ber ©riechen wur* 
be baruber ben Kopf noch $icinlt# f#utteln. 
Wo i(l bet wt$ eine 9vcltgion, bie 25ac#uß 

3E 2 }um 















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312 . — - — 

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jum ©ott unb feine ©efange el;rwürbig, f>ek 
(ig, g&ttficf) ttmebt? Der ©rieebüebe Diom> 
fing würbe bk Xrauben unfreg Sanbeg, unb 
unfre Dithyramben megwerfen, unb außtu* 
fen: procul profani! «ffio iß bei ung bet 

©djt eine* geitatter^ ba eine ©acebißbe 
9$egeißerung bureb Sein unb Aberglauben 
ßnnltd) gewifj, ober wenigßcng wabrftbein* 

x ; * ' v J . * w ^Äj| ■ 

lieb würbe ? Die 25egei|?erung ber SWufe formte 
bei einem ©riccben fo ntaebtig feyn, alg ffc 
bei ung oft fo lacberlicb wirb, than Jugglers 
talking to Familiär. — ©0 fittb UnfctC 

$8accf)tfcf)e ©cgtnßanbc, bie £elbenge» 

fd&icbkn, bie bei ben ©rieeben yon 3ugenb 
an, bureb Unterricht, unb ©ebiebte unb @e» 
fange unb Denfmale ihre Seele belebten? 
llnfere Srinfer wirb ber Siäufcb auf ganj 
anbre ©egenßanbe fuhren, alg auf eine Wl\j» 
ebologieoomSBacd&u^bic für uni bag ©roße, 
laß foetifebwabre, laß bem SRattenalgeiff 
eigne, unb barf icb baju fejjen, faß gan$ laß 
Siebt ber Anfcbauung oerlobren lat ! 5Bo iß 
bie ^Stl&eriDelt, bie Sßklt, 00 H Seibenfcbaftett, 
bie ©riecbenlanb in feiner 3ugenb um ftcb 
fa£e? 2Btr wanbeto in einer ^3olittfd)rn 








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3*3 


SEßüfte. Wo iff bie ©ir^rambenfptw 
cf)C? ©iemtfreifr i>iel 311 ipbilofopbifcb alt; 

llüQ , $u eingefcbranft unter ©cfe$$c, unb $u 

abgemeffett, af£ ba§ ffe jene neue, unregef; 

«tägige, uietfagenbe ©prac&e magen Mmttc* 

Wo bie S)it&pi*ambifct)en ©plbarniaage? ba 
unfre ©pracbe unb alte neuere felbff jum >3 1 » 
pamtcv, nocö ttiinber $u ben ©pfbctmtaaßeit 
beg ^inbar$ unb ber 4f;bre vieltrittig gnug 
iff, unb gegen ©riecbifef)e ©itbpramben o&U 
Jig ungefenfig (afett muffe. Wo finb beim 
bei uni bie 'Sünje, bie trunftten 
fprunge, ah greubenfeffen? ©er Siifbprambe 
gehörte ja fo mo$l|ur Sttitnifc&en ate Eprifc&ett 
treffe: unb wie fonnten mir iph affe nac^ 
machen, ba mir bie hohe;Sönjftmff ber Slfteit 
nicht haben, niefjt fernten, unb fo gar 
bei aßen Sfctc&rtchtcii ber QHtcn/nid^t buidj^ 

gc|)enö$ begreifen Urnen — unb mt 

ihr befam er hoch ©oiff unb geben. 

2 lber menn mir ihn aföbemi Mo$ ati eine 
©ac!)e ber^ac^a^nung betrachteten, bei 
ber mir $mar nicht eben bie Urfacbe, gmeefe, 
unb $ülf&nittef beS Original ^atrerr, aber 
hoch eine neue, eine befiele §(tt Der ©ebicf)te 
,rv;r ■ , * 3* ‘ be* 



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314 • .— = - - ■ ■ 

befamen? — £aum! Dithyramben, nacf) 
bem ©riedbifcben ©efc&macf nacbgeabmt, bfei- 

ben für um? frembe. ttmxlnt €5inn* 

M)C f waf? bei if>iten enf$üefte, wäre 
Iei4?t für unfre feine unb artige SBelt ein to* 
gcrnig; baß fRafenbe in ihnen wäre uttg aU 
(ecbing^ buttfd, »erwarten unb oft unfinnig, 
weit ber Dithyrambitf, ber *Bdgager unb 
tlnfinnige mit anfammeitgefcbfungenen J&ans 
beit $u gehen fchdnen, uttb ein ©eftrifcber 
gunfe nach ihren »etfchiebnen Äürpern aueb 
»nterfc&iebtte 3Birftmgen hetworbrtngf. 

Ungebunbenfjeit würbe für unfere ®ram- 

matifebe, unb 91efihetif<b e $efe$geber 95erbre* 
chen wibet bte Regeln febeinen: bie ßrinbif- 
bung^raft würbe ber gefunbett Vernunft unb 
bem @en$ * commirn unfrei lieben 3eitalter£ 
ßititrag tf?un — QSiefieicbt trug atlef? bie$ 
ba$u bei, bag bie Dithyramben »erforen gin¬ 
gen; unb gäbe ei Dithyrambenfanger ju 
uitfrer $dt —* wir würben ihnen einen 6fiet 
geben, um ihr* CqyiAxtccv bejahlett unb 
fie reifen £u 1 affen* H>eg aber feilte ber 
©riet fcpit, ben wir ihn» geben ? — De$ 

2>oIf$ nicht, benn er fchrieöe ja Sithyrams 

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6eit nicht »u $anjen unb SDiimiftwn; fcu- 
btrn jti (efett! ©er ©rnmmatifer auch nicht; 
bie mürben oietmehr roiber ihn fchrepen! ©er 
fdjtfinen ©eijfer auch nicht; beten fct)6ne^ 
3beni möchte babuvch oerlejt roerben! ©ec 
ernflhnften Sunflrichter auch nicht — (£r 
mache fid) alfo fertig, ohne Stier noch Öaufe 

)u reifen. 

3iber wie? er finge nach bent ©efchmacf 
feiner Seit, mit einem foltern -Jener, ohne' 
©oft ©ctccbuö, ohne bie ©ithnrnmbifche 
Äühnheit unb Sprache, ©eutfehe ©ithpronu 
hen ? ©eutfehe ©ithpramben finb ein Unbing, 
gegen bie ©riechen betrachtet; unb gegen 
Hilft;« fthon befannte ©ichtorten nicfjtö neued! 
©in foicher ©ithprambe nach bem richtigen 
©efchmacf unfrer Seit, ofme ©acchuö, ohne 
Sanj, ohne SBegeifferuug, ohne ©ithvrnmbü 
fche Sprache, in eingejognen Sptbenmaafien 
gehört fo wenig in ben ©ncchnötempel, olö 
jene ©efchenfe in ben Sempel bed SWavd nach 
einem ©riechif'hen Sinngebicht: * »5Ber 
„ l;ing biefe glanjenbe Schitbe, bitfe ©iutlofe 

3c 4 » 

Jf * i " I r* | ^ I 9 } 4 - 4 , ' , * 

* f. Sinti eU i* 55. 


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»SBafffety biefe jimtttfe&rte feinte fuer auf? 
»£)em SMenfcben Würger Sföart? folejjen ^a(jfU 
„ f&cn ©cjjmucf ? ÜDITX i&it ntept jemanb an$ 
,> meinem Scmpel werfen? 3# errörf>e gau*! 
„©ofdbe ®eqierung gehört in eine SBvauU 
„farnmer, an ben <f)of, in bie Jrinffafe fei* 
»ger ©aufer; nicht an ben Slltar btg SWar il 
„Slufige SBaffen, aerbrocjjne ©cftflbe, bur & 
t> ftocjWe $elmc, bie ftnb mein Vergnügen! „ 
Sieben« finb folcjje ©eutfepe ©ithbrainbett 
nad> einem feinen 3beai untrer Seit — ent* 
weber hohe Oben ber (Sinbilbungöfraft — 
ober begeiferte Jetoflieber; fie mögen fet;it r 
wie fte wollen* Slttbems ftnb tlj, Sewing, 

SQßeige, ©crftcnbcrfi in feinem ©ebicht: 

SbPCrn: @>d)lttti) in feinem sjjocifj , bem 
*B>emerffnber : ber QJtrfaffcr ber cejlctt 

Satrtate jtmt Scfja** unt) Q3crgnugcu 

untre ©ithptambenbiebter; ober nielmehc 
unfre alte Srinfbrüber, bie fiep einen miff* 
führlichen tarnen geben* 

3 ® uerjmeifle. alfo beinahe an ©itfwram- 
ben, felbflwenn wir bie ©riechifcpe hatten— 
nun aber i|I aH^ b$ auf bie wenigen Diach* 
richten üerloren, bie nicht einmal einen unter® 

fcpeu 










3 


fcheibcnbenSSegvif von ihnen Dcfiiimnctu Grttt 
0 c^oliaff \>at beti anbern au^gefchrieben, beim 
je weniger man weiß, beffo mehr wieberbolt 
man ba$ wenige unbertappet t>icflcic&t beit 
®it&prambenbichfer, fo wie bett Cometen, 
bloS in feiltet* großen ©ccentricifat. vporaj 
in feiner Dbe übet* ^tubctt 1 bat ja feine 3>e* 
ftnition geben wellest, unb gewiß baran gar 
nicht gebaut, baß jemanb einmal jebe^ von 
feinen ^Sorten auffabeln, unb fleh gu$ feiner 
0 trophe einen ^lati afyirfeln, einen ©rtmb* 
riß ab^aunen würbe, um in ihm funfflicl) $u 
tafett, nüchtern $u taumeln, bei Raffte 
ein regelmäßiges ®van! )tt rufen. £>ie 
meiffeit r j?oetifenfchreiDer Raiten fiel; bei ber 
ttoAu/tAo^/« ber -IBorte auf, gleich aW wenn 
bie6 ein $atfptflficf unb nicht eine notbwenbi* 
ge golgc beS SMibprambeiigeißet? wäre. 

Unb überhaupt, ba e3 fchon eine falte ®c< 
geifrenmg ijf, bie bloS atiS 25eifpielen auf- 
gewärmt wirb: fo iflö lächerlich ' M fitf; üfme 

35etfpielc, burcf; Siegeln * ober vielmehr 
c[)uc Regeln bu r ct> ticine 9uKf>ricf)tcti, 

entjücfeit gu roollcit; it&cr $(icfnacj)ri$ten 
ficj) einen ®eg juv SSegeiffevijng tonnen, ou$ 
''ff 36 5 tnpps 


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Jtapplanb über gembla nad) bem fßinbu# rd* 
feit: ba l;at ber Sitbyrambifcbe -Öcgcfan* 
Öd* lec&t: 

fisipotJueSxxxTai , %ou vvWocSoirevffskxSijTUf 
Ao^o t uxTXiO&o(foi , $T&per7}<yix$c£j. 


©nug Dort biefen 0itfiyrambifcften 2fnmcr* 
fuftgen. 3# nmg ben *pian eiltet greun* 
be3 verraten, bet: $u (Fbriftlicben unb ©euu 
feben ^Dithyramben 3?tfie unb SSeifucbe gc* 
macht batte, bie et* aug bem fjnnecn unfrei* 
Religion unb iRation gezogen, bie trunfne 
©efange einet* ^eiti^cu DtcftgtOUÖ* unb 

0 taatöbegei| 1 ci*ung feyn foHten. (iß er* 

febieneu unuermutbet Dithyramben: bic 
$war gar nicht in feinen ^(an faßen: bie il>tn 
aber bodb ©degenbeit jut Prüfung gaben, 
unb ihm bei feinen Arbeiten baß nonirni 
prematur in annum rietben. 3d> liefere 
affo t»oit biefem greunbe nicht feine parabö^ 
ren Dithyramben: foubern fein Urtheii über 
bie erfdhienenen eiltet Ungenannten: es ijf 
frei, aber nirgend binterboltegb* 

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— - 3*9 

©a$ Titelblatt oerfpricbt nn§ ©itbprants 
feen: t>ie SBorrebe oerfpricht fie mir |mlb: unb 
bat 23u$ felbfi liefert gar feine* 

^uerfh ©er Äunffgrif, un$ feilte ©amm- 
lung oon Siebent, al$ efll @anjef> in bie 
i 4>dnbe $ u fpiden / s*ht oon ber Stnfait bet 

I alten ©irhprambiffeit r&flig ab* Unb mto 

I ber felbfi: benn finb biefe ©tu* 

1 efe Steile fürn ©an$en, meil fie auf einanbet 

( felgen? ©o iji ja afle£, waß ich in einen 

25anb binben lafie, auch ein ©anjeS; aber 
lein Oben gaitjeä. 3$ glaube bodf) nicht, 
I baß um einen Sprung $u thun, ©teilte# 

mit Johann ©Dbteäfi unb öiefet mit 
(er grdn$et* ©er faß mein großer 21poß 
fepn, ber mir $mifcben biefen ©tücfen pufants 
menhang nach Seit, ober Ort, ober Jnbalf, 
ober nach beit ©efejgen ber (ünbilbungofraft, 
ßnbet. 55ermuthlieh über nach ton ©efe^ert 
| ber Sinbilbungöfraft — benn bie er|?e ©i* 

thprambe fott bie 25egeifiertmg toahrfctomlich 
machen. Sttuit! fo hatte fie auch an bie 3mig* 

■L # r p i ■+ 

r fer 50*aria gerichtet fepn !6nnen, um (aÖe$ 

jugegeben,) bie folgenben ©egenfidnbe ju be* 
fingen, ©ie$ roare nfeh menigfien$ ein er* 
I bau* 








3 20 . = 

fraulicher ©tanbpunft gewefen, um nachher 
Ätrcjjeufeufjer, an bie heilige §3?utfer üu fd)U 

i m 

den — aber jte$t if! eg mibafinnig, ba§ eine 
trunfne 9326nabe an bem fükgen Sacchug 
jcfjt grbbeben, jcjt eine Sntfe^ung ber Ve« 
fang, >CJt feie ©cpäpfuttg cineg 9?eich3, |Cjt 
Ärieg, jejtSrieben finget, 9 ttbrroerfe ab* 
taufen lagt, uttb alsbenn t>om 23accfmg h 8 f* 
liclj 91bfchieb nimmt, gofgt cg irohf, aug 
fccr SSegeifferuttg teg Saechug, £rieg unb 
Selben, halb bieg, halb jetteg 511 fingen, wag 
oft gar nicht in ben SOtnnb eines ©auferg ge? 
hört? Sie SftSnabe wirb abenteuerlich, bie 

ficf? jejt an ben^öagcn beg Saccfrug bringet, 
fccn 51ugenblic£ , am $cbl’Ug unb 3 vt) 0 &ope, 
bdt 2 fugenblitf brauf bei fftajrog iji, n?o fie, 
(bie ©eitfefrenbe!) Sofap unb bett Schein 
fieht, wo fie fihmarmt, wo fie fingen wiß 
hochfahrenb, wie bie Schwingen berfIDinbg* 

braut, mo fie vom Vacch»£ begeijlert, aug« 

_ _ 

ruft: hört! unb an ihren Skgeifiererunb an 
feinen *Bagen nachher niemals benft, fauni 
an ihn einmal im Vorbeigehen beult, ba er 
butch einen gufafl eben über fÜJeigeti^ ©c? 

friirge fpajtcren fahrt, big fie fich ihm enblrcfr 

™ * 





I 



empfieU, mtb mit ihrer Daphne forteift: mm 
23ater! &ßccbtt$ fülf! — eilte gtötwbe mit 
ber Sßp&ne! eine Üiebe jungen jmet SMb* 
eben! — bie gute SMnabe muf ftef) o®r bem 
fftamen *dne$ ©accbnnten f^ameit. \ 

$ein @on$e$ alfo! mtb noch weniger ein 
Sacgiföä ©ßtt$e£! begeifferte ctjjcty 
/wc/ ccvccfc bet* ölten S)itppramben, fcböflf nie 
in unfein Öhren ; nie fingt bie SBinßbe, öfö 
wäre fie am ©ageit be$ ©eingotfö: gar fein 
©tönbpunft, beu bie etffe 2)itbt;römbe ange* 
ben triff, in afien ©tucfen* 5jl e3 Sktccjju^, 
bei* ba begeiflert, ober bi|1 bu liebe Sttufe, 

1 m f 11i * ^ * • * * * *«• * / 1 * * <? * r *i 

Thon (hat with Ale, or viler Liquors 
Didft infpire Wythers , Pryn and Vickars 
And force them, tho it was in fpite 
Ot Nature, and their Stars, to write 
Who, as we find in füllen Writs 
* And croflf-grainM Works of modern Witi 
Willi Vanity, Opinioit, Want 
The Wonder of the Ignorant 
The Praifes of the Author, penn’d 
B’ himfelf, or Wit.infuring Friend 
Canft make a Poet, fpite of Fate — — 

5>er 23accbu$ biefer 3)i6nöbe, ill nid&t bet? 
t&abre £a«bu $i nicht jener fcbhne ©riecbi. 

« ‘ ^ / ' fcbe 














322 - 

fcpe Änabe* „bet bie ©tätqen beß iebcnß 
„betritt, bei bem bieSRegungbet ÜBoHn(f, rote 
„eine jarte ©piije bet sjjflianje, ju feinten an= 
„ fängt, bet, reie jroifepen Schlummer unb 
„SBachen, in einen entjütfenben Sranm halb 
„perfentt, bie Silber beffelben ju fammlen 
„ unb fiep roapr ju machen anfängt, befien 
„ 3 üge polt Süfügfeit fmb, bew aber bie 

„ frolicpe Seele nicht irtg@eftcf>t tritt-„ 

Siefcr fcproinbelt im ®agen: ihm glüht bie 
SBangc; er rerfebüttet ben Secber: er lacht: 
er fcplurft Jropfen! — gin befoffner ©a* 
tpr faitn ba$ fepn, nicht aber ber (Srieobifcpe 
Sacchuä! 3 ch ratpe ber SDIbnabe, ihm nicht 
ju feigen, bamit eß ihr nicht roie ber Üipea 
r,ehe, bie einen Ärieg^lnecpt ffatt beö SBlarß 
umarmte. — Unb bafl ba$ gute SRäbcben ihn 
roirflich »erfannt habe: fehen roir auS ber 
®ithprambe: bie $itmnelÖftüvmW! hier, 
hofften roir, hier roirb im ©treit ©ionpfiug 
eine öauptperfon machen: roir »erben ipn 
im ganjen Sichte fepen: 

—— Att- 


* UBinfelm. @ef4>. bet Sunfi V). *. 




















323 


•— — AlOVVffOV EpicpOUQV*, SVCtZypai 

] JpwToyovoV} h(pV7j t rpiyovov , Bä«^j6/oi/ ccvochtx 
Ayptov , «ppj/rov, xpvtyiovj BntepajTcC) hipoptyw 
Kt'raroSpvov, TocvpUTrov^ o&pipov, svtov , ayvov 
SLuxÜiOV, rpiSTTj, £orpv(popoy, epvstjnreTrXov» 

$iet* merben mir, meutt mir i&n mitten 
im SUnipf erblichen, mie ipn bic 2 Iltert um* 
len, md)t audrufen borfen, tt>te jener ©epif* 
fer im rmrner, * ba er ifm anfape: „<£nt* 
„a>eber peod ifl er, ober ber 2 lpoff mit bem 
„filberneii 25 ogen, ober Neptun : bemt beri 
„ fferMtcpett SBenfcpen ifl er nicpt npnltcp, 
„fonbern ben Odttertt im Dlpmp!,, fonbern 
ald beit SJflmacpfigett, ald beit Öanbiger bet 
Kiefen unb Ungeheuer, merben mir »pn fepeit, 
ober menit atted mifjfjlücftr fo feinten mir mc= 
nigflknd feinen tapfer» @fel, beffen ©efcfcrei 
biedmal ©iegbrittgenb if!. — ©o pojften 
mir, aber afled »ergebend! Sie Kiefen finb 
int £>immelf feine gofe fiept p: unb ruft 
enblicp mit offnem Sftunbe: 

5Betdj ein ©teeit, o Si&et! 

©inb ©btter im stampf mit ©btterit! 

Sac« 


1,4 ^ymne auf 25accbus. 












324-■ . ' 

®accf>u$ ermuntert fich anß feiner Schlaf- 
trunfenheit: rcitt ffch bie 9lugen, tritt nicht 

ind geuer: enblich feiert mir ihn im £5mcn= 

* #■ ■ 

patter, (bett er vermutlich lange gefucht ha* 
hen muß) — aber beut fchlafrigett gelben 
$um ©lücf rebet ©emifter, «nb grau 
erfc&emt nicht eher , bi£ bie geinte weg 
fmb! — ©o unnuj i|t er burchgdngig: ba- 
£er fragt bie SRonabc auch fr wenig nach 
ihm, e6 fey bemt, meint er einmal ga’teDvicf} 
begegnet, tmb au#ruft: ba^ ifl er, bag i(i er! 
bajjer gibt fie t{mi auch ben 9lbfej)ieb: 

ga&r bin, fahre bin, bu Sörocnbesrcinger, 

^abr bin, ich folge nicht mehr! 

9fticht$ fcjjlagt mehr fehl, al$ memt matt 
bie ^tlbcrrcilx, bie golge von Auftritten 
verfolgt, bie innerlich bie SJegeifiertmg unb 
äußerlich ba$ Auge leiten, bk ba$ voiT« 
fommene Sicfiterifcbe ©anje bilben, ma$ 
ein ©etnalbc mcif ubertrift, wa$ vom 
Sonfuntfler SDMobie borgt, um fiel; &u bu 
leben, m$ vom hohen 2)?imtfchen Jdnjet 
gleichfam Bewegung annimmt: fiirj, mag 
$anblung heißt, bag wahre Äennieichett 

Ui ®acct)ifche» v Spepphetett! 

3 # 


/ 






I 



, 3$ nehme ba$ befic unb eitrige 
rambifc&e ©ujet in biefer Sammlung: bie 

um bkt fortgeljenbe ©es 
rodlbe aufjufucpen. 3 m Anfänge gar fein 
ßtanbort, imb fein ©eficbttfpunft, bcn ^in* 
bar boeb feinen uerworrenfien Oben fo forg* 
faltig , unb rccnigfien^ ant Anfänge unb 
Cribe cimuebt, au$ bcm er fie ^erfuhrt, eints 
ge mal jurücffcitet unb auf bera er fie freuet* 

sfltft flülbencn ©Juten moSen wir, 
tote am prächtigen 53allafte, 
oen uejlerrtesteten (Singang {füjäcn : 

2)enn wer etn ©erf beginnet, 
her mache vortvefUcb fcen Slntlicf, * 

Sföac&en alle Sitbnramben ein ©aitjeä 
auä: fo taumelt bie SDfänabe, nach bemgnbe 
ber vorigen Sitbprambe an ©accbutf ©a* 
gen: unb 

o ©unter! 

fie taumelt jarflef in bie KinöbrttberXPelt ! 
entf&Ufne Leonen vorbei. 

@o fiel jener ©afcogner aut bem genfiec 
ein Waat von Drei 3aBt*en herunter! 3« 

Die 

* ‘Pinbar. ult. Olymp, 

S> 






\ 


\ 

öic £infcf)Ctt ber^JBclt jueucftaumeln! Qb 
25 acchu$ mit feinem ©efolge nicht felbff in öie 
S\in&l)eit &cr ^JBcIt gehört ? 31I tag 
©tanbert? ©achcu$ fbfl ja felbff im Jreffett 
fcpn: bie SB önabe foB ja ben ©türm fclbfl 
fc^cn, nicht in ©ebanfen biß in bie SUnb« 
heit ber ©eit jurutftaumefa: foB un$ nicht 
etma$ mß alten Sleonen erjdlen, fonbent 

normalen, fo Docmaten, bag mir »ficht 

ihr ©emdlbe, fonbern bie £anb? ung felbfr fe* 
f)Clt* ©o macht e$ fchon $mba x ber Dbem* 
bitter — unb SJJinbarber ©ithprambij! ? — 

©ie #anblung 9*ht an: bie fTOöttabe 
ficht ben Äetna rauchen; befinnet f?ch aber 
geruhig# bag pormafä ein £immelg|iurm 
gewefen: fie macht im$ alfo bauen eine du 
jdhlung nüchtern# ohne geuer unb ©leich* 
maaß: taumelt imifche« bem Sprdfenä unb 
fjmperfcctum: malt halb gegenwärtig, halb 
auß weiten Sleonen: gan$ unbithprambifch 
fchwanft fie $wifchen ber 3bealifchen unbfimis 
liehen ©egenwart* fjejt fleht fie: ber n>ur* 
Seit ben Saucafug au$; ben SfugenblicC 
vorher; t# fah bie £immeWffürmer! ben 

Äugen* 


* 


* 




327 

öfugertMicf brnuf: fie evf&urmfeti ff# @f U f, 
fen, fie fdc&ten, fie fcJ>no&en —unb : 

„SBetcb ein Streit, d Siöerl,, 

Sini> Cöotter ttn .Sümpf mit ©ötteen? 

2)ie Siegte flingt 

UnD bu Spälte im 25roeripanaer! 

9tun f ommen mir ehbfi# mg geJb, ober 
< 5 #abe! ber ©ac#aitfe beftmtt fi#, bog 
geog ©emitter gerebet {mbe, bog bie ©ebfir* 
ge gcfrö#t! <pl 6 a$licb befdfit #» lieber bet 
tyatopßmt: „unb i&r, mit #r? roo fe»;o 
„ *&r ? — Qlutmxt: fie’Meu #m tief im 
„ SSaucfje. „ glenb! mte form ber ©oeebonte fei¬ 
nem ©acefmg Iriumpb junifFen, beffen groge 
Stofen er gar ni#t gefefren? ©ater bagbemi 
in feinem ©efange geadgf, mß er naebber auf* 

freifcf>c: ©ie waren, fic fristen, fte 
fmb nidjt mefjr! 

Unb bieg ift noeb in !Hbfict>e auf bie öefo* 
tiomie beg fxvSoe ber beffe ©efang: 2 efer! 
i# bereite bi# blcg, fie au# in anbevn ju 
fu#eti, uub bu wird fie feiten bur#gcfübrt 
finben $u einem lebenben ©onjett. ©ief)f 
woltf bie Sftonabe bie Sibretffung ©icüien$ ? 
,> 6 ilen lehrte eg #r: jejt (im 3 a{>r 1766 .) 

3 ’ : ; ' * „liegt 










3*8 


»liegt Stirmfrien auf i&nen,, mit einem folgen 
®orte verliert feie flanke ©ttjjprambe. s ^Mn? 
feal* i(l feiner ©aefee gctvtffcr: er mü fearauf 
»or alle» 3)?ufen eine» großen gib t$uii« * 

, ;Ou Cp/Xove/KO? eoiv 
ht wv huffept$ ne xyoev 

H3tj psyxu opHou bjuorGxg 

rxroye oi vxtyews fjLxpTvpnj- 

<ru>: fj.ehty%oyy° l & tTurpt-^ovri Motasq. 

Unfe feat feer Saccfeante tfeirflic^ feie eblc 
523egeifterung gefüllt, feie flet$ nach feer 
|>3c|)fren Slure greift ; feoefe ofene Serjemmg 
fees 2irm$. ©o tote fein Sßacd^UÖ im <pa* 
rentfeprful feer Srunfenfeeit ßefe ati feen 2.CVUU 
tnadjer jeigt: fo afemt fein «ptiefier ifern nach, 
utife macf)t überall ein ©efeferep, feag feie 
Ädltc eräugt, feie eg oerjagen füll* 

SSelcfee SErunfettfeeiU 
gleteu! roelcfee Seunfenfeeit! 

3fi feieg jie feie ©pracj)e feeg ©efüf;Ig # feer 
Jrunfcnbeit, feie fiel) niefet trunfen fu^lt! 

Äeiliaer ©efeouer! 

©efeauer burcfetou^Ut feie 

SBie jie firnißt! - " •. '! 

®er 

* Jitife» Ob. 6, Ol&mp. . ; * 


% 






\ 



9Ber bricbt je in tiefe $Borte an£, ber, 
ftct> felbfl entriffen, einpfutbet unb (lebt! — 
üBenn man eine ©animfung unnatürlicher 
Siu^rnfungen (efeti wifi: fo hat man fie hier 
$ufammen: bei Ärieg unb Stieben, bei $eU 
bcn unb ©efcbicbtcn! — Siein! immer bleibt 
tß ]bocf> mabr: ba$ %mv ber 2lifen brennt: 
bcr ©fang ber Steuern bienbet bocbften£, ober 
betriebt im ©unfein, mie faltet tobtet, aber 
Ieuct)tenbe$ öoi$. 

„2ifle oortrefluöe Siebter finge» niebt 
„bureb Äunftefep: fonbern bureb göttlic&e 
„ 2$egei|Ierung; rote bie Corphanten nicht mit 
„ faiter Seele tanjen: fo fingen Re auch nicht 
„mit faiter Seele; fonbern fo halb Re i« 
„bie oerfebtungenen Babprinthe ber Harmonie 
„ geraden: fo rafen fie, febroarmen gidc& 
„ben unfiitmgen23accbanten, bie in ihrer 2k> 
„geiRtrung 9)iiicb nnb £onig auß Sachen 
„ trinfen — 2üicb bie Sinter fc&cpfcn auß 
„ ^oniggueflen, nnb brechen, roie bie Sienett 
„ ihren r.onig auß SMujnen fangen, ihre ©e* 
„fange oon ben grunenben £ugefn bcr ©tufen* 
„-Ißahrlicb^ ein Siebter ifr ein fluchtig^, ein 

„heiliget ©eftbopf, ba$ nicht «her fin B en 

Sf 3 »*ann, 







„tarnt, b\$ non einem ©oft ergriffen, 
„außer fleh wirb. Sieben» fingt ie* 
„ ner 2obge|ange, biefer Dithyramben, *„ — 
2 « ber X|>ot! ich woHte lieber biefe wenige 
«©orte gefüllt , a!$ alle $eh n Dithyramben 
gelungen haben: unb hoch fattb ber fo bege^ 
fferte ©ofratc$, (ich blo$ fucl;fig — Sfcfoj 
yifebe Sabeln ju jebreiben: atfo mochte man? 
eher Dithyrambifi auch in ba$ gelb gehören/ 
mittelmäßige Dialogifcbe gabeln ju fchwben, 
aber „ vom SSerfaffer ber Dithyramben. „ 

9(u3 ber Bereinigung ber beiben berühr* 
ten ©tücfe, ber Begeiferung, bie eine gof* 
ge non ©emalben (eitet, entfpringt ba£, wa§ 
inan im ^iittöör, afö tlnorbnung beroimbcrt, 
w$ man ju feinem ©C^tDUngc, unb beu 
0 prungen feiner £)be rechnet. & iff im* 
tner ein befonberer (£infaK, ** ben ©infafl U§ 
großen gtoung# uou feiner .$che abjubredKit, 
unb im ^tn&ar eine 2 trifiotelifc^e £ogi! 311 
fuchen. $mbat£ ©ang if ber ©chritt ber 
begeiferten ginbi(bungöfraft, bie, mi fi'e 

fiehet, 

* Platon* $e. 

** de logiea Pindari: ein Sprcoramm oon e&cn 
bem Berf. 












f 


■ • 33 * 

fieliet, unb wie fte ei fiept, ringt; aber bic 
Drbnuiig ber 5p^iiofop^ifc&en 3)»ert;ofce, ober 
ber Vernunft, *fl ber entgegengtfejfe ÜBeg, 
ba man, wai man benft, aus? bem, wai 
mail fiept, beweifet. Stefe lejte im ^ttl* 
ödv 2 u finben, ifl noch wunberbarer, alibie 
Qrbnung,bic Dvücfccöfclbcr unb £.©d)mii) 
in tpm fanben; (te aber, wenn fte auch in 
spinbarifeben Oben märe, auf Sitbprambett 
emroenben ;u wellen, »eninjiert »tele ©tuefe, 
wo bai f>iftDfifcf)e ^ema »iel ju fcl;r 
burepfepimmert, etli bai ffattliepe ©ebäube 
ju fetm, womit !|5mbar feinen Dbenplatt 
»ergleiept. ’25cr auef) nur »on einigen tyiiu 
tarifeben Oben fiep felbff »bUige gteepenfepaft 
jn g«ben weig: wirb bai bejsanbige Rupfen 
unb vücfrceife Riegen ttttferi £>itbt)ramben* 

fiiitgeri bodb nic^t mit bem gewaltigen j3uge 
bei ipinbavifcpen Slbleri »evgleicben, ber fiep 
nicht auf9loten unb fppeafei tföjjt , ber niebt 
juruetfiept, ob man ipn auch erveiebe: fenbem 

-et «iflbt, et stabt, r ' ‘ _ 

wenn et jut ©onne sielt, unb in ibt Seaet liebt 
mit ftatfem unvctieanbten betten SB'.icfe, 
bis et am £bron beO 3e»$ We ßebenfaepe Eaft 
lee Sonnet mdebtie fa&t, — 

■ «p 4 ÜDeittt 






I 


332 

95>etm $inbar ßcb uoit feinem fünfte in 
bet ©inbilbungAlraft $u nerlicren fcjjeint: fo 
futbet er fteft mit beßo größerem spemp, (ßet: 
mit einem allgemeinen hohen ©pruepe, bort 
mit einer Anrufung an bie CDJufe :c. $ueucf: 
0o fliegt cm maießdtifeber ©trom, reich 
um Qlrme auf^ulaffen, unb fparfam, fie roie* 
ber an ßcö $u sieben, in feinem breiten Sette 
fort; unb rcdljt ßch mit hunbert £jdnbett 
braufenb »om Seifen ^erab, um fiep imSM« 
jnfammen $u finben: ein großer gewaltiger 
©trom,ber9?ame feiner ©egenb;— aber ein 
Sfegenguß, ber fiel) au£ ben ©ollen aufßanb 
trgoß^erfließtmit hunberfSleßen ohne©tamm 
im ©anbe: er uerliert fiep SRamenlo^ unb 
iß nicht mehr. 

"* 4+ * 

lf * . Ä l i, f 

• ' - r ^ m. j . _ , jfe ^ 9 — . \ 

I* r *** \ - \u i ‘ 

Unb wo iß beg ©ttbprambe» ©^Ifeenmaag ? 

. _ k m * s § 

(£r fpielf auf einer pfeife mit $wei unb einem 
halben $on: wö iß bie ©praepe? ©o ueiv 
ratfe er bie Sreubentbne, bie ein aflmdebtt* 
ger (Btiecbifcper Sanj belebte, ber bem Sac- 
tpng uaepeiferte, bet bie pöcpße Üttußf, bie 
ßdrtße ©eflamatton, bie größte ©iepterei 
bereinigte? : — ba$u ßnb gar feine ©egen* 

► ffi ßdnbe 



* 


-4 








4 




* M 













■■■■■ ■■■■■■■ 

i ' t s, 

ffdnbe unb Magen, unb bem einzigen 
£ann (SobfrSft fcbenlen mir feinen Sang. 

D Sftavfpag! fr rief bie ■Dithpranibifche 
glote vom üttunbe , bie bic& rcie ben SHcibi* 
abe$ perunjiert: erfl lern von ben ©riechen 
25acc&tfct>e ©egenffdnbe mahlen, bringe bi# 
$u ihren (Ehßreit, geffen tmb jdnjcn: lerne 
ben SSafer be$ 3öein£, in feinet* gan^eii 
yeve<Ti unb in feinen Shaten lernten: fofie, 
atfr ben Sichtern, unb au$ bcm Sichteri* 
f#en ^JMatD etroaf? Pon bem beüigen Jranf 
ber Corpbantcn; (täte bi# hep etenben £om* 
mentatoren auftuha fett, bie einanber au£ge* 
fcbrieben , lerne pem ^inbar ni#t$ fierbli* 
#e£ ju fagen, unb prüfe beitte 3Serfu#e 
nachher nach bem, ma$ un$ Eucian noch $u 
guter legt Pon ben Griechen perta#en bau 

■ b ti 1 * « 

m m 

: : To rot 

Slhort pXlTSpQV* Ayvoo- 
flQV 5e , - TO fJLlf TTpOflxfteiV- 
K aspojepotf yxp. xweipctj oov (ppevet;. * 

« « ■ f- 

3# rufe bie£ unperbeutfeht bem £erf. j», 
bcm ich au£ vielen llrfacbett munfehe, tyixu 

9 5 

. vj* lüJ !>• ' r *. / ‘.-t * 

* Dlomp. Ob.’ 8» p. 2 i6. nach ber Gcbmib, 


f *. 


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• , » 

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r**» 




















334 ■ ■■■■ 

bat $u fepn: c^eiW weif mir ein gemeinfcböffc 

\\0tß mf4)rieeitcö SMotieit haben: tbeifg 
mit trt ihm atterbingä ®ente fyttvoxkndb* 
tet — a»et Itrföcben, weswegen tyinbat fei* 
nem Eanb^manne jurief: * 

AdS&V 5%W TW* STI 

FA«??* axovccg A/yup«^ 

ec jit* e^iApvra Trpovekxet 

xocfapooetri tevoxig, M xtpopct- 

7<*}p «fix Urvju.ipxhg evxvd’TjgMiTWTtx. 

Orpvvw vw erxtpuQ 

yvujvccf r 6 ttsit\ a^%eicv ovetSos oiXct* 

&s<Ti hoyots et (pevy&fjtev, BotcJItccv 
uv. E 77t yxp xyyekog op&og 
qvxQtuav <xkv 7xkx M ot7ocv } ykvxvg 
xprjrjjp «y xCpleyxrm xotbxv. 

©iirbe icb bie gimineÜfiurmet fingen: 
fo finge icb nn, wo jejt bie Sifbprambe 
ätiffjotrt, bep bent Sviumpbsfiebe nach bet? 
©ebfoebf. §iw würbe icb alt 25aeebante, 
mit meinen ©cbwefiern, ben fOWnabert, «He 
2#aten unfern ÄSnigei unb feinet ©ifen£, 
ben'©iegbccbep in bcr£mnb, fo bcrjaucbftet!> 

aß ©erjlenbcvg in feinen 53rüfoifcbcn ©e= 

biebten 


* Ob* 6. Dlpmp. p♦ i6o, 6i. 










bitten bep einem 5D?abl im $imntef bie ©fit* 
ter fingen (aff* Silier? muffe SaedbifcJ» fepn: 
ber SReftar bie Urfacbe be$ 2fnfaftö, unb 
ber Sfteffar bie golge unb ber Ofujje be# 
©ieg£, Sen grofett fpefer mürben Mona* 
ben fingen, bie bei bem erffen Saccbugfeffe 
gtt Sffirafan, bie Spaten biefe£ Sftoab, unb 
dlbenn auch bie gange ©djbpfung 9fuf(önb$ 
mit einer rergnugfen Siebfeligfeit preifen. 
Meine Sitbprambe auf ben ßdeg mürbe 
einen Weinberg gum ©(anborf paben: in 
ber Sßape eine ©cblacpf: SacefwS erfebemt: 
bie ©cbmerfer merbeu Spprfueftabe, bie 
Serge Pott S3fut / jfmgef mif-©tromen uou 
Stuf ber Trauben« — Sie griebetmbitpps 
rambe mürbe auch auber#: unb SJJeter 
geeboromig unb ©ebietffi unb griebriep 
aueb: ©icitien fiefe meg — unb im Serail 

^ BL 

muffe ftd) alle# anberft, menn iuc|>t ber Jitel 
fine vitü o, ebne ben <pretö ber Sitppram* 
ben bleiben fofl* 

3 # befcbliefe, ba meine Seiirtpejlimg 
tebon eine SRpapfobie Spipbarifcber ©federt 
gemefeit, für bie Befer, bie fiep an fo viel 
©rieepifeben ®orten geärgert, mit einem 

Sibaftt* 










IDibaftifcben Ttiifücbe, taß freifid) iticfrt fo 
fd)t oom Srinfliebe abmeidben mjftte, a\$ 
bte £>itln;rambeit ton i&rert £>rtflinalen* 
®0 bat $tw* „immer eine ©cbmac&freit an 
» fidb, bet bie mebreffen unfrer Spoeten untere 
» morfen fmb ( baber finb fte auch roinbicltfe, 
„citie, junge SEenfcben, bertniifcbt offen* 
„barben mannlfajwt ertiflfcafren 2ebr(ongc» 
„ gen einen tanbefnben; )„ aber »er f ann fic{> 

Reifen, eff fugt boeb bie ©Ubbrambifcbe3)?ei* 
mmg eiltet greunbetf über ©rie<J)if<jj>e 
ramben. 

iDitborflinbcn foH icbftnscn,. 
bier bei Xfcutftbem 3ßcin ? 

SRein! bin* foff fein ©rteel)ifcb fieb ertlinflen, 
2)eutfcber «Beter Söaccbuß 1 5tein ! 

#fl&en biefe Jrinfppfdtc 
Öttbttrambenmöal ? 

Unb bafj icb ©efang bei sgöccbul rodbte, 
rekbfi bu roobi, mein Kerne* ©lal? 

Um mtcb roobf eine ©ebene 
©itbiwti&cntana ? 

Unb eefdnjjen mit €pobcnt&nc 
biefenjtuti unb biefen Äcans? 

Öfo 

* t sfttm £fi. »: p.7% 

§ f ~ ' 








* 

V 




1 





D fo ntbgen Weufronen ‘ 

tmb ein fragtet Stier, 

Bieter $inbar! bir ©cfitofle lohnen» 

boeb nie^t Weifte, U 3 mi?> mit* 

feilte 2>itJ>t>romJ6enfr4tt3C 
bat Me 3 eit geraubt. 

eiet>! (Snttrdniter! fiefr! Nie ftifcfr icfr glrtnge 
gans mit Stofenbuft umtaubt, 

©enn mi gefrn im<b Srürtenfcfcßcr —0 

TOeta^ifra! niefrt bet Sieger, 
als Oto«!? iff mein SOfcfnn \ 

&a§ bet Ärieg 4 ) bie £6ffe mefrte 
feuftt ein Sitcfreri'feM ! 

gtur ba(s er auch SÖctge 2ßan uerfreere, 

ibarauf jiucfrr mem freitig Cieb! 

gminet finge Sriebriefr* 5 ) Sitten, 
brauet ©tenabiet! 

£in$ nur! ben 9vegterer feinet Staaten/ 
ben .C^ampaflnet, lajj er mir. 

* P <4 * v 

3mmer raf auf 3Jinbar$ £epee 
frobe Dicfrterroutl)! ». r a 

sgiticp — mich fri*$t beS 9ibeimvctn$ ebfe$ geuev 
big $u eineg $rinftieb$ ©lut. 

-Senn benn bieg mit von ben Sptbben 
Äup unb mefcr erjrcingt; 

©enng benn ben uomSein entfcfriuorneu$3M&ben 
jitternbtüfrn jum Äelcfrglag bringt: 

6 fb 

0 0 3 ) 4 ) 5 ) f. bie Dithyramben, 1 











D fo tbmt ity wfcnb mög>en, 
tie ifcr rofenb tfnßt — 

£a&t unö, ©röber I trinf cn, finsen, rachen! 
JDa mein J?Ub ben S&eeber febrofnst l 


§ % # » * 

* * Ä 

3 * 

B f \ 

h 4 - 

Jfrtafrcon unb ©feint* 

gmei 93ergfeicbuttgen finb migfungen; aber 
ber Jejifcfje Sänger/ milber unb bwab? 
laffenber, tnacht mich lubn, if;n mit unferm 

Sfnafteon , bem lieblichen ©fetal, $u uer* 

gletcjjetu 3Bir haben mel;r Qinafrconfifc&e 
Siebter, ali ihn, wenn mir ba$ Sinafreontifcb 
nennen, ma$yon £iebe unb < 2ö?etn finget; 
menn mir aber ba$ pshes be$ SfnafreonS 
im 2(uge behalten, ba£ meidend ein Hein ©es 
tnafbe non £iebe unb 0d)onf)df enthaft: 
fo mivb man gfeicb bie Eiebegs unb 3$einlies 

ber be$ £e§tag$, < 3Bciße / llj, £>agebor«ö 

unb felbfi einige ©lrimifef)C afe eine befon- 
bere ßlaffe 5fna!reoiuifcber ©ebiebte anfeben* 
3cb nehme alfo nur yon ©leim feine $mo 
er(Ie ©cutinilungen, unb bie (leben ©e* 

tiefere 


N 









339 


Dichte naeb Stnaft’COng ü^anict* Jtlt 8 er* 

gleicbung. ©g ift eine feine Äritif nötbigr 
um bei folcb«* liebengwürbigeu Slleinigfeifeit 
fcen Sbarafter beg ©ßnger^ $u ertappen; «nb 
eine noc|>ifeinere ; swei auß fo verfebiebnen ©es 
genben unb Sittern ju üergfeicben — einigen 
wirb meine parallele finbifcb twrfommen; 
aber biefe einige finb meifieng folcbe, bie eg 
in ihrer Beruhigung gar für unnüj Ratten, 
über ^pofleu &u beulen. 

9[nafreeng25ifbercben nahem ficb meifieng 
einem Seinen 3&cal von ©cbönbeit unb Sie* 
be; unb wenn Re bieg nicht erreichen wollen, 
fo fiel» man ein feineg Sporfrat, nach bei» 
fernen ©igenfin» eineg QSorfaHeg, ober ©es 
genfianbeg gebitbet: ein aflerliebffeö ©rieebi* 
fcfjeg Siebeben, bag bie ©elegenbeit «barafte* 
rifirt, bie eg gebar* 2>ie erfie ©attung 
febwiitgt ficb auf jur feinen 3bee ber $öobf* 
lut? überhaupt; bie jweite, bie in bie Um* 
fidnbe eineg 3nbioibualfaHg grabt, ndbett ficb 
ber er|fen, unb wo fie ihr naebbieibf, giebt Re 
ficb eine Sirt von 93cfhmtntbett, ©puren 
ber SKenfcbiicbfeit, bie wie ein ©rubepen im 
$?ifm, ber ©inbruef be$ gingerg ber Siebe, 

wie 










wie Hi Sifpelrt Ui SHeibiabeö jefbf? mif 
jur ©cbonbeit wirb — 

Unfere gemeine Slnafteontiflen finb Gebers 
mdufe, bie in bet ntitlern Stegion bleiben, 
Hi 3beat nicht erreichen, nb bei Slnbeu* 
futtg bes? SSorfaW niebtig werben, Siber 
©leim ifi hier ber SSetgfeidjnmg roertb: et 
»erfefjonert mehr, ali bie granjofifeben 2Jna* 
fteonrtffen, weit er bie Stei e bet Statut bfo$ 
ju ergeben f«d)t; nur flicke et bem Sejet 
nach* @itt £)rittbeit feinet Siebenten finb 
fepone «Porträte, bei beiten bet Notfall burep* 
hilft; jroei Srittbeife aber fdmpfen $n?ifcben 
bem eignen Xon unb bet Slnndbmmg $um 
©tiecbeit: erhaben übet bie 3tebnlfc$fdt, «nb 
noch entfernt vom Slflgemeinen* Sinn n?ei§ 
man aber, bag bie ©riechen ihre gute Urfa? 
eben bntten, bei ibrett Diympifcben ©duten 
lieber auf Schönheit, atgSlebniichfeif, $u fehen. 

SDaberiff im Sitten mebrSinfatt; ©ins 
faft, bie fein ©an$e$ gebilbet bnt, «nb bie kj> 
an Sbeiten nicht benierfcn half. 3m Aktien 
|>errfcbt fie mehr im Sefait, «nb im ©anjai 
t(f oft (fattber febönen (ginfatr, Äunft bemerk 
har, 9£an vergleiche ?fncft*eon^’ Saube* 

«nb 









34 * 


unb ©letttlö SWpscfcen, ©feim# Sttafet 
unb Qfnaftreou^ SEaler, 2f UClf ttonä ©jrnfog 
unb (25(eim^ ©trnbe u. f. w. bei nacfjgcbtk 
beten ©tücfeii faßt ber ©cifl beiber $ünffc 
ler *th feinem llnterfcpeibe am er|fen in bie 
Sfugen. 0er Sitte leimet fiep gfeiepfam min* 
ber; ber teuere laßt uni fein 6cp6neg burep 
23orbcreitungeit tmb Saigerungen empftnben, 
tmb fcpliefjt oft ein Sieb oel; ©rieepifcper(*tn* 
faft, mit einem granjoßfeproißtgett giu* 
faß, ber ein Opfer,für unfern mi^igen ©e* 
fepmaef iflf, i ’ 

25eibe 0iepter finb 66pite ber ©rajie, 
tmb ©leüttä Mb fiept nicht opne Sebeu* 
tung Vßv ber ©infelmannfcpen Qlbpanblung 
über bie ©ra.Jfe; nßein ber ©rieche matet 
tm$ boep mepr eigentlichen Dictj; biefer öfter 
(Sdjonpcit: jener get^t ben SRetjiti Jpanö* 
Jung, unb bie gmpfinbung in^irfung; 
biefer aber aße$ mepr in üöorfen, unb 55c* 
fepreibung. 0gper rüprt bei bem Seutfcben 
ber SRcicptpum an Porten unb ©enbungen, 
bie bie Oberfläche oerfchSnern; ba$ grlau* 
ternbe, ba£ bem Sefer gietcpfam helfen miß, 
baruber oft bie Äurje oerlierf, tmb au$ bem 

3 Son* 









I 




Gontour weichet* Sa$ fd;$ne ©tücf: ber 
‘£ot> einet Sftadjtigall, bbrfte in allem 
tiefem leiben; imb burcögangig meht tobte 
Äunfr af£ lebettbe Statue in unferm £anb& 
tnami anjutreffen fci>n. 

©o reie 21nafreon fut einen ©riechen 
burch feine t leine Umftanbe , Neuheit gnug 
hatte: fo unteifcj)eibet fiel) bet uttfrige am 
meinen burch einen gereiften fleißigen $ei$, 
ben et tot bem ©riechen feinen Biebern er» 
teilet* * Sa biefer Unterfchieb nun feinet 
iff: fofalft auch bie üttaiimcpfaltigfeit min» 
bet in bie 91ugen, unb feine gemeinen 9lac!> 
ahmet reetben habet fo halb einförmig, baft 
man t?on ihren ©tueten fagen f anm, rea$ ie? 
net pon bengranjofen behauptet; reet btei 
feimet, hat fte aQe gefeljetu 

3 # habe in allgemeinen Beobachtungen 
gerebt, unb etreatte ton ©leim bei bet 

neuen 

* ©te Sieber nach bem 21naiftcon t>on ©leint 
ftnb, nac^bem ich bte$ gefdreieben, erfetftenen; 
icb glaube aber, fte feeftättgen meine ganje 
parallele fe&e augenfcbeinltcb, reenn td> fte 
«1$ tTac^bilOungenynidjtUebetfejjangen, 

betrachte. 



i 



----- 

• ■ j 

neuen SfuSgabe feiner ©e^ic^te »ielfeicfjt eine 
tt?eit beffere 53rö£tifc|>e Sefldfigmia, aiß idj> 

£abe $etgen f6nnen: um »bn Sfnaffeon fcu 
nennen. 3# fta&,e W«f«n tarnen uon bet* 
$aube be$ alten ©riechen gehört, bie icj) unw* 
smitbet antraf. 


Stnafreontf Xaufce, 


SEljofjec bit, liebe 2flU6e ? 

StBober fe reich an ©alben, 
in, beren 2>uft bu fisbroimme# 
unb fanft bte Slögel fcbldg|f — 
ftBobin gilt belne Steife? 

,/Öu fennff mich nicht, mehr/ Wer l 
„^inafreonS ©efpielin, 
bie mit ibm tränt unb tackte 
unb ficb au$ feinen £<Jnben 
bie golbnen Sorner raubte 
unb feblicf auf feiner ?epee 
unb vor ber SDtorgenfonne 
if>n tn ben «fc&Bttffcn Jrdumen 
mit ihren Stößeln beefte — 
jtennft bu mich noch nicht, Wer? 

Sich! ich hob’ ihn werteren t 

um beffen ©raB bie 3lmor$ 

unb ©rajien einen £ain > 

3 2 ' * 0 « 








von SRof unb Sfftwrtb gepftanjet ^ 
btee t) ö& i<b lang unb immer 
yerge6en$! meinen Herren 
befeufset — unb gegtreet! 


3 roar fcbentte mfcb (Eptbere 
ffltt feine© fcbbnen ©perltng* 
fealb einem ibrer Knaben: * 
bcr gab mir viel au fliegen, 
gu effen unb au trinfen 
unb bocb mufl’ icb entfliegen!« 
Unb bflbe lang auf bergen, 
auf Selb unbSÖautn geroobnet, 
unb mf$ febon «lt gentfbeet, 
big mich fite meine £rcue 
(Eptbcrc einem aiveiten 
Slnafrcon iejt fcbenfet, 

5>etn bnt fie mteb gefcbmücfet, 
bem nsiebee jung gefaltet/ 
bem fdjicft fie biefeö £t4nacben r 
bee wirb mich miHiß pflegen. 


sftun SBanbeer, iveitf bu alle$ 
von beinee alten greunbin. 
gafl tft mein 2)uft verflogen, 
faji maebteflbumfcb # 

tvie * unb % * * @p<tÄJen, 













* 


345 


4* 

3j)r(du6 unb ö« förctuibier. 

' * ‘ ; f ' , I" 

er ©leim gilt bei mir in einem unbertt 
©eßcbt^punft noch mehr — et* i|1 unfer 



©renabier* * 


CN 


prtau^ unb ber 






hier — tcf> glaube bei tiefer 53ergleicbung 
eine $m?er(Kbtlid;e9ö?ine anftebmen ju 
3ener mar ba$ ©efebenf be£ 

©parta , mie biefer für beit SKubm Seutfcb* 
lanU: icb fage nic^t, für beit §M;m feinei 
£eec$, weif biefe$ vielleicht einen Sprtmtä 
nicht fo nätbig baffe, M ba£ nmtblofe Spar; 
ta. Sag ber Seutfcjje nicht bureb feine Sie* 
ber eben bajfdbe 23erbienff, unb ebenbenfeh 
ben Sohn bat erlangen gönnen: liegt nicht au 
feinen ©tfdngen, fonbern an unfrer unpoetU 
f(ben Seit, in ber mau nicht mel;r, mtelrt 
©ried;enlanb ben Stufen, uor ber ©cfelacbt 
opfert. Sort waren feine Sieter unter ^Jau* 
fett; unb Jrompetenfcbafl erflungen: fie hatten 
bie gal;nen uoflSWuth empor gefebwungen, bie 
©cbmerter entbligt, bem geinte sparttfeht^ 

3 3 6cbre= 

* Sitt. S5r. £b. 17 . P. 6, 7 » > 











* i ' ' “T [ W ' M y > k M,Mr 

©cbrccfen sugetßnt: ffe mären, wie 3lljtfn e$ 

vom ^l)ttttU$ faßt i hortamenta virtutis, 
damnorum folatta, belli con ilia gewefen» 
tan tum ardorem militibus iniecifient, vt 
non de faiute, fed de fepultura folliciti, 
telleras infculptis fuis et patrum nomini- 
bus, dextro bracchio dcligerunt, vt fi ornnes 
aduerfum proelium confumfiflet, et tein- 
poris ipatio conrufa corporiun lineamen* 
ta effenr, ex indicio titulorum tradu fepul- 
turae polTent. — 6te bätftn ©parta bett 
©ieg, bem ©anger ba£ (iotje ^Bürgerrecht 
in ©pdttCt, ttttb bal notp ffof^ere ©efebenf: 
bie tfnfierbttcbtcif; gegeben» „ b Benn ©fdm 
„e$ batte babin bringen fonnett, * bag bie 

,,<£ricgc$Iieber )c$ ^reufHfdfj'en ©rena* 

in bc0 gemeinen ©oibaten öänbe ge* 
„fomntert waren: fo muffe er in beit $reu§u 
,>fcben (Staaten unter ben Siebtem bett er* 
„ffen 9kng naeb ben erbauftc^en haben,,, * 
3n Slbficbt auf fein QSerbtenfI; je$t bat et 
svenigffenä tai Q3erbienfl um bie 6bre fei¬ 
ner Nation, bag er ^ationalgefdnge ge- 

’ ■ / . ' * - ; fungen, 


* 31 GH »ein SDerbieuff p. 367* 





347 

4h _ 

* ■ * 

fungctt, bie feinet unftet ‘ftacljbttrn (jat, 
feinet unftet 3?acf)t>arn uns enftven&ctt 

fann , unb bie pießeidjt nte&t dB Jprtaif# 

finb, , x >' 

<Sic (inb Sftationalgefange: »oK beS 

SPreufjifcben <patriotifhui$, (iujjeii fie ftet) «uf 
bie jcbeSmaligeit Umfianbe ifjrer ©degenbeif. 

Set @renabiev «bet oon großen befaimtett 

I * 

25egebenf>eiten > bie Obermann aufmetffam 
machen: bie ßeroifepen ©efimiungen,ber@eij 
nac|> ©efahren, ber ©tolj für ba$ 93ater* 
fanb }u fierben, ifi feine einige öegeiflerung 
|)ier hat einmal ein Seutfcher Siebter über 
fein Seutfcpeg SSatertanb acht unb brat? 
SDeutfdb gefangen: ojme an anbre Stationen 
fein ©tnie $u perpachtem 

• | f - * 

Unb folgen ©rettabtVr hat Piefleieht feU 
ne Station pon unfern Stacpbarn. 30 habe 
t>iele §ranjöf*f0e ©ebi0te im porigen Kriege 

* J | m- 

gelefen, bie au0 ben Jon be$ <patriotifmu$ 
gegen bie ©ngtanber angeffimmet haben: als 
lein wenn mir viele ©renabierä patten, 




@o febtagen mit fic mit ©efang 
s 38 ie gtiebtiep mit bero @cpmett* 


II i 


S>«t 








348 


©efprad) mit öer ©eütfcfteit ?0?ufe 

rcbet hier a» meiner ftatt gegen bie gtatt&Os 
feil; Hub von ben ßnglifci)tit Sieifern ift mir 
m ben tieuern Seiten fern ©tuet befamn, ba$ 
fo tuet a\# bie $rteg&ieber wiegen feilte; 
bie alten 5)rtIIaög nehme tcj) au$, mit benelt 
mir üng freilich nicht nteffen filmen» 

Unb bie befle feiner ©chonheiten ftnb baju 
unuberfe|bar. * Sie eble Einfalt , bie 
Scutfch« raubt ©tavfe > bie Roheit unb $ur* 
je feiner Silber» Schwung unb Kolorit, atle$ 
ift fo febr in bie Saune, Unb in ben -löohflaut 
unfrei: (Sprache emgetaucht, ba§ biefe wenige 
©tuefe gfeichfam ein ©raujfiein fepn fonnert, 
n?o unfre Sicptfunll au granjofen unb (£ng* 
lanber gran$t* Sie©prac|)e be$@renabier£ 
fann, ohne $u vertieren, Weber in granjä* 
fifepe fprofe noch Spoefie ubergeträgen werben, 
Unb von ber^nglifcpen $oefie, bie von Sei* 
mortem unb Silbern (fronet, ** unierfcheibet 
ftc ficb eben fo glucftieh. Siefc ©prache iff 
bie wahre Scutfcbe D?ationaflaune i ihr $>euu 

f<J>e! 

* Sitter, ©r. t>&. i6. p. $o, 

** f teilte 3®ertc i 2 ter Xfy. $rof. Stufte* 

1 d * * 1 f- 4 

#■ ^ .-J ' 


\ 


I 


I 








,- . ■ 349 

^ J *. * 0r . * * t 

fdje! mügt ifjt fcbon itacbabmen , fo ahmt 
lieber eure ganbeeleufe rnicf;, als frembe 

Stationen , tim lächerlich ober oerachtlid) ja 
toerben. ! 

üßir haben «Ifo mirllich einen 
unb wenn mir ben SJJfan ber 6tü<fc, mib eins 
jelnc Sheile betrachten, noch «lehr, alb ihn. 
ipiato mürbe unfern Sanbbntann ben Sitel ei« 
neb ©örtlichen nicht abgefcblageit haben, unb 
menn bie unmiffenbe 0eit feine ®erfe fo uns 
gerecht oerjebten foflte, alb bie meißen beb 
Sprfaub: feine eilf Äriegblieber haben mehr 
Anrecht auf bie Unfierblichfeit, alb bie Gries 
chifchen oiere. 



5. 

ijjeofut. mb ©epner* ^ 

allen UBetfcn best (Scbroeijerifchen 
UCi'Ö liebe ich feine 3bi;Hen am meiffen, unb 
miß fie mit ben 3öi)lkn hcb^ljeofwtboers 
gleichen: fie oerbienen bieb mehr, alb bie 

3b»lien beb §ontenclle unb ^3opf. 3ch 

"3 5 »iß 













- 


35 ° 

tritt ben feinen 25emerfungen btß ßunffricjfc 
ter$* folgen, fo fern fie $u meiner QSerglet* 
4 >ung gepbren, «nb fo fern icj) ifmen beifiim* 
men fann. K : in 

„üttan fmtn enfroeber bie ^fdaftigun* 
„gen unb bic £ebcnäart, ober bie £mpftn* 

„Bungen «nb Sdbeufdjaften her Ffefhert 

«®efelifd)aften befracktem 6 o»ob( bie 
„Eebcnäart, atß bie ©mpffnbungen, fbnnett 
„enfmeber ber 9 }afur getndj? , gfeic&fam 

„pörtraritt, ober nad) bem 3 beat ber* 
, 5 fd)onert »erben. $ter iff tn toenig üßor- 
„ten bie 25efc|)retbuttg von triererfei 3(rfen von 
„(Bebicöfen, bie affe ju einer kanptffaffe, ben 

„£anbgebid)fen ubetpaupt, gehren, i) Sie 

„SBefcpaftigungeit t>on fteinecn ©efefffefjaftett 
„nac& ber fftafur. 2) ©beit biefetbe natpbem 
„3bcaL 3) Sie ©mpffnbimgeu «nb Selben* 
^ft&aften ber fleiitem ©efeüfcpaften naep ber 
„Sftatur. 4 ) ©ben biefefbe na# bem 3 ^af* 

3 ,Sie erflfe iff bai eigenrfic&e 8 anbgebi#t: 
„bie jmeite fomntt mit Jber ©efcpreibtmg be£ 
„gofbnen ffielfafter^ «herein; bie brttte i|r ei* 

* Sitter* 55r. $b. 16, 9. 115* 

« m 





„ne 9irt von Sanbef(oge, t>ic nie %t gans ja 
^verwerfen i|i: l nt üierte iji bie mfytz 3bplte 

„^eoFrit^OSirgilS unb ©cfmet& 3Ba$ 

„i(f nunmehr bie ? SRic&t^ aiß bet 

„ftnnlid)jle Slugbtud: tcr bod)ft berfebo* 
„netten Set&cnfd^aften unb €mpfiribun* 
„gen fbld)cr SDlenfd&en, bie in Fleincm 
„©efeßfd>aften jufammen leben. „ * — 

©er ftnureic&e S>. mag aU Seobaebter Dted;t 
haben, in Iber 2in»enbung finbe icj> einige 
Sebenfßcbfeitem 


3uerfl * ganbgebtdjf, pflöge unb 3bpk 

le: ber ©acbe nach wag fy* Unterfebicb 

iDefemlicf) unb nor^enbig fepn; merabet 



gibt ben ©Sorten ben aßgemeinen ©Jertl;: 

bu foßfi eben ba£ bebeuten! tlnferÄunff= 

riebter glaubt mit ©)d)legel einerlei unter 

$anbgebid)t $u verliehen, unb e$ ifi $vu 

(eben ihnen boep ein tlnterfcbieb. 
verficht barunter bloß ein SanbfcbnftS 
jlücf, eine @cbiiberung ber ©egenfldn 
be ber SWatur; S>. meint ja fcjjon Q$efd)af^ 

tigungen barunter,unb alfo wirf lieb $anb^ 

- hing. 






* 


P. 134 . 125 . 













4 


% 




X 


hing, m§ jener breb febon pr pflöge rech* 
net: bet gran&ofe rerfiebt trieber wa$ ec 
miß, unter 3 ftplie unb ©flöge: menn auch 
nur io ©tücfe ron Xt>ci?frtt unb QSirgii 
beim noc^ ©ftoflen fepn fonnten; gnug merni 
er nur feinen ^öttfcnefle behalt; ein 2 )eut* 
feber wirft ben gontencfle, jierau^, wenn er 
nur feinen ©eßner besait — 60 beffimmt 
ein jeher wiflfübdicb, unb weif fein geie^e* 
berifefjer Sjriftotcleö rrrgearbetfet fyat, e^ne 
(Einheit* ? >?, 

®ag i(! jtttluit? §j)cofrit> ^jlofcI)U^ 

tnib 53ibn haben 3ftpIIen geliefert: äu3ib s 

iten abjlrabire man alfo ben ©egriffber 3bpHe. 
Virgilhatfeiite: pflogen: genannt;umbeti 
Unterfcbieb ber Starnen an beffimmen, bc* 
ffimme man ben Unterfcj)ieb ber ©erfe. Sßutt 
bergleicbe man bie Steuern mit ben 3flten: wie 
ßnb fie ren ihnen imferfchieben , um neue 
Äfaffeit ju formtreu ? wie nid ©atfungen ga* 
be eg, bie noch ungebraucht fmb? Unb wa$ 
if{ enbttch bag £aubgebic|>f überhaupt ? 

3 uer(f alfoJ ©enn eg »fer Wirten twn Banb* 
gcbicht gibt, welche »ff bie dtteffc ? Porträte, 

unb 









unb fc&lec&te sportrate finb d) er, al$ JJbeale, 
alS icpf! t>et*fdE)6nerre ^Jbeale; fo muffen audb 
bie crflc £anbgcbicbte gewefen fepn. ÄSnnte 
bieS nid )t eine Urfac&e fevn, fwemt gegen ben 


(gigenfinn bet* Seit noch mutbmaglitöe Urfa* 
djen gelten,) warum vor ^COft’tf alle £anb* 
biester verloren gegangen finb, warum fdbfl 


bie meinen ©ebidjte feineS SebrerS, 35iottf>, 


verloren gegangen finb ♦ weil fie vielleicht bie 
Statur noch ju gemein portrdtirt Jaben? Sftur 
? ^cofrtc, ein fpdter Siebter, würbe ber er* 
(Je Slnfanger einer golbnen ®pocbe, weil er 
eben beu Seitpunft in ben £anbgebicbten er? 
reichte, ba§ feine verfeinerte 3 Jatur auch fei* 
neu Seitaltern gefallen fottnte. 


Kh 7 . i'’ « x n\ 

3 lber welche Sftatur £af er verfeinert? 
5 ®efcbdftiflungen ? Ober empftobungett 

unb £eibenfcbaften? ©er 2lnfattg ber ©iebt* 
fünf! ijl wafnfc&einlicb eher von £eibenfcbaf* 

ten, als biogen 35cfcf)dftigun9cn gewefen; 
biefe waren tl;ei(S nicht wertb, tbeilS nicht bin* 
reic&ettb gmig, nm ©idjterei bervoqubrin« 
gen. ©ieS betätigen bie dfteffen 23 eifpiele, 
tmb bie Ädnntnig ber erflen Seiten noch mehr. 

m 




















©rf? Eeibenfcbaft, Um ©mpfinbung, bunt 
S3efd>aptiöungttt, unb enbttcj) tobfe Scalern;; 
fo if? ber ©egenjlanb ber SMctJtfunff nac& eer* 
fc{>tetcntn geitattern gefunfen. ©ben berfek 
fce ©cpritf, wie aut? ber3bpffe, Uv ©c{ja* 
fcrbicbterei, eine ©flöge, ein Sanbgenidlbe 
entffanben^at eine anbere SBerdnberung &ur tyfc 
raltefe, wie au£ ber £ottierifd[)en 3liat>c, eine 
Sfenefbe, auß bem eiios btß Rabatt?, eine 
Dbe be$ £ora$; auß bem peXos Uß 3 Ttta* 
freon£, eine Jdnbelei ©atun# geworben: je* 
ne re beten bm*cJ> Stobt’iicf: unb $an&fung, 
biefe rebeten bur4> ©orte unb6c&ifbenmgen: 
jene bewegten burep baß , mß f('e geigten, 
bnreb ^mpfinbung; bei biefen fam e$ fe&r 
in Setracbt, auf Wtö 2(rt Tie tß uor$efg* 
ten — $ur$! wenn Stelle baß Banbge* 
biebt ffl, baß Heibenfcpaften unb ©mpfwbun* 
gen fldner ©efeüfcbaften auf bie fmniicbfte 
Sirt außbvüät , fo i(! $$C0frit'efav 3 bpflen= 
bitter, tmb jwar ber Poflfommenffc unter 
allen, bie icf) fenne. , 1 

2 tber ©mpfmbungen unb Selbenfcbafteti 

uaef) Dem 3i>cal?* £6&ftoeff#onerte 

\ £eiben* 

* p. 124 , Uf. < 

■P •* * 









« 








t 9 yt A- ■ - 1 , *1 ■' , * 3 

• ; . * 






* 




i 

Seibenfcböften tmb gmpfinbungeu? ®ne £etV 

benfdbaft, eitre SmpttnDung Ijod)fl oer* 
ferner*/ ^6rt auf, £ctöcnfcf>aft, Smpffn 
j&U ng ä« fep: $n?etten$, fie bat feinen firm 
liefen Sfuftruct: ba$ f)o$fie @d)dne bat 
fein 2>tlb. Slöir tt?o!feit biefe $wei Urfncjjeit 
fef)eu! gilt ©ebdfer mit jjod^ft veFfcöonerfeit 
gmpfmbungett b$rt nuf, ©ebdfer 311 feyn; ec 
wirb ein Sßeetifcber ©ott: ba$ ifl nie&t mehr 
ein £onb ber grbe, fonbern ein gfyfium tut 
©fr fec: er f),anMt ni($t mehr, fonbern be* 
fd)dfrigt ß 4 > {mebffen^, ltm feine 3beafgr6f?e 
3« jeigen: er roitb aui einem ättenfeben eto 
gngeU feine t ein geroifM gigment ber 
golbnen 3 ejt.<— Unb proflfirt ber Siebter 

i? DbnmSgffcb! UtiS rubrMii.cj>,t$, m$ 

nicht mei;r, $?enfeb ff!: ©etter, bie nicht 
menfebücb werben , bett>uni>crn mir U& 
ften$ mit faEter SSeiwinberting? fo entgeht 
bem Siebter trief ron feinem gioecf : unb noc& 
mehr oon ber 5 Ü?annicbfaUigfeit feiner 
rattere* 5 Bettn icb immer bie bäeblf »er- 
febönerte ©tbdferfatoe febe, fo oetfiere tcf> 

bie Q 3 erfd)iei>enfjeit menfcblicber ©efiebt£» 

luge; bem Siebter entgehen je^n ©ituatio* 

t»en: 



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neu; bem ßefer jefmerlei QSergnügen. $ur$! 
m$ eben ben Urfa4>cn, marum berfefbe Äunß= 
pidjtet* w>n bet* 2>übne unb au$ bet* (£popee * 
ba$ 3beal ber$oflfommenbeitüerbanneumiIf, 
»erfemtne tebd autf Sfrfabien; e$ febnfft Utv 

frud)tbarfeit, ® nformfgfctt, unb fd&ranf t 
iuc grfutöutig ein* 


34) mW aber feine 9fbI;anb(uttA übet* ba£ 
©4>afergebi4)t fc&rciben ♦ fonbetn nur ben 

e&arafter ber ^eofritfdjen unb ©eßner* 
fdjen 3bptien (beflimmen, unb eben bieö bat 
tnicb fo meit geführt, ©er Äunffriebter fagt, 

3 ,€tnpfinbung unb &i&enfd)afcctt nach 
? ,bem 3beaf : bat? iff bie n>al;re 3b\ßt 
3 ^eofut$, SBirgtte unb ©ebnere.,* 

fSie? bacjjte i4)* «ne brei naej) einem ‘jbeal* 
aflebtei ^öc|)ff oerfcbdtiert ? ©er Äun|Tricbter 
raubt mir mit feiner ürintjjetiung allen litt* 
terfcf)ie&, ben idf) fo oft amifeben allen breien 
etnpfunben, unb empfutbung lagt fitj) nic^t 
fogleid) rauben. 

©ie £dbonfd)ClffCtt, bie $(jeofrit feinen 

©cfcafern gibt/ fmb bur$au$ menfdjlidj, 

unb 

[ * Sitter. 55r t 7 . unt> 9 * 








357 

unb nach ihren Keinen ©efeflfcbaffen, »ach 
ihrem guffanbe, nicht aber Sflorafifcb utV - 

fd)uiöig: £>apf)riig unt> fein 5)?aJ)d)cn 

fallt jebern hiebei $uerjf ein: ifrbte Siebe ber 
gauberin $u ihrem ©eiiebten mehl hächl? m*= 
febonert? Sptatcnifch noHfommeu benft, em* 
pfmbet unb liebt fein ©ebd fer in ihm* dt 
fibertdgtfte ihrer Statur, bie nach ihrem geit* 
alter unb nach ihrer ©efeflfebaft unfd)ulbifl 
ift ©eine ©cpdfcrhelben finb nicht jenem 
fPhüofophifchen ©eiben afeicb, 

Qui metus omnes et inexorabile fatum 
Subiecit pedibus — — 

algbcnti waren fte unerträglich* ©eine Siehe 
wirb fiürmifcb, wirb SKofetet big jurn Sobe: 
felbff feine ©ra$tcn finb nieptg weniger alg 
$od)ji berfdjoncrtc 3beafe. 2lug jeber 
3bp0e muß ich groben hiervon anführen fön- 
nen, weil ich bieg eben für bag Ghnrafter- 
flücf berfelhen fyalu. 

Ser ^nnffrichter verwirret fich fefbfl in 
f&inem eigenen ©ewebe, wenn er auf bie tuV 
hrifien fffgt, bie bie granjofen int 

% a 







558 - : -- 

^cofn't nicht au$|feh*n formen; unb lofet 
bieS fKatf;fel foauf: „weil in tcr 3bplle £etV 

„öenfdjaftcn unb (Smpftn&ungcn bis auf 

„ben halfen ©rab oerebelt werben, fo ebne 
3 , ber Siebter wol>I, bag er ihre MenSattf 
„nicht sugfeicb mit ibealifiret. *„ 3$ staute, 

Der dichter tl;ut nicht gar $u wohl bratt, beim 

■ ^ ♦ 

je froher baS eine t)Ct’C&cff wirb, beffo mehr 

miig baS anbre betefefe werben* £>ie 
SebenSart, fagt er, gehöret triebt mit $u fei* 

trer §(bftcf)t; atterbingS! bat er nicht frirj 

»orbet felbfl eine ©flogenart für bie Bantbe* 
föäftigungen ausgemacht: unb waS ja ei« 
ne gange ©flöge abgeb ett famt, feilte baS als 
Sbeil bei bem anbern fo unbeträchtlich fepn ? 
9Iber burch biefett ftunffgrif wirb ber befer 
auS ber 3rre ber 3bealifchen ©eit auf bie 
Statur gurüefgeführt ? feibet! ja, aber auch 
3 U bem 0eufjer gebracht: warum hat mich 
ber dichter in bie ärgerliche 3rre geführt ? 
hatte er nicht biefen 3bealifcheit Jraum ge^ 
habt; atSbenn hatten feine ©haraftere att 
©annithfaltigfeit unb Seflimmtheit gewott* 

* nett? 

t # ! jf j,_ [*- fc _ ' m 

* Sitter. 58», 2$. S, P. >34. »35. 

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359 




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tieft ? ©er Äunfivicfcter fielet ftcb nfldb 2>ei 5 
fpiefen um, feinen ©ebanfen j}u eifautern, unb 
icb — $u wibcdegeu. Sbeofrit ifr S3ci^ 
fpict genug! 8ttan jleebte in irgejib eine ©eg* 
nerf<$e 3bpflc einen S&cofritfcjjen nieörtgcn 
SJugcin; er wirb utwwäftebficb: imS^eoto 
aber ohne rern>6{>nte Dtytm iiicftf. 9ß>ie 
fonin|.t ba#? „©egner# griffe# Serbien|i ijf, 
„bag er bie ©cbranlett bec QSerebelung fb ge* 

„ nau $u treffen gennifr.,, Unb S&eofrit nicht 

fo gewut? llnb §at bocb fein £jbeaf 
t>crfcl)6nert? ©eborfuner ©iener! ©er 
Äuiifirkbter bat ficb Mo# in baß 3 & 0 M feiner 
©intbertung wnb ©rffarung wegen mfiebt; 

fo bafb er fein ©efuiiren vergigt, befennt er 

■« “ " 

fetbff: * „ Sflan l>at bie ©mpftnbungen bcß £anb* 
„ manne# rerfebßnerf, bem 3^af naher ge¬ 
bracht, boc|) fo bag fie ibre Sftatur nicht abs 
„ fegen l„ 9iun finb wir fc&on mehr greunbe, 
bocb nicht reflig: trenn ba#3M?aibie bäcbjle 
©cbättbeifbleibt: fo gebtQ3irgtl uber^eo^ • 
Frit, ©egner über Virgil, wnb|5orrfeneDc 
«her OeftlCt?; «nbicb rangire umgefebrt. 


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i , 


P. 134 


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©a* 3bcalbc$ ©djafcrgebic&tS iflf: wenn 

man (F'tnpfxnbunjjcn unb fcibenfcbaften 
ber ^Dienfd)en in kleinen ©efcHfdjaften 
fo finnlicb jdgt, bafjwir auf ben?lugen* 
blief mit i|nett ©d)afer werben, unb fo 
WCitfcerfcbonertjeigt, b«f roir e$ ben2lu? 
genblid? werben wollen; tue* big jur 31# 
. Juft'on unb jurn fj6d)|ten SBoftfaefdücn 
erbebt fiel) ber gweef ber ^bl)He, nicht aber 

biö jum CKuöbrucf ber ^oüFmnmen^eit, 
ober jur < Ü)ioralifcf)en üßeflerung. 

j * ■ 

9iuö biefer Setnerfung , bie kJ) anber^nw 
fameifen will, folgt mde$ gu meinet? tyavab 
Ule: je ndber icf) ber 9?afur Meiben farm, 
tim boef) biefe 3flu(ioti unb bieg üöoblgefaüert 
ju erreichen; je fc&äner i(f meine 3bpHe: 3e 
mebr ich mich über fte erbeben muß, beffo 

^ioralifc^tvbeffo ferner, beffo artiger farm 

fte werben, aber befro mehr oerliert fte alt 
5)5oeufcber 3b$>flenfc()6nbeif. §)ieg iff ber 
ttnferfcbieb gmifeben ^eofritö unb ®tp 

XM$ 6l;arafter. 

* • *■ 

Sbeofrit fc&ilbert bureöfldngig £eiöctt* 
fd&aftj ©eßner, um nicjjt feinem 3beal gu 

■ nabe 






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* ; 


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3 6 t 

na&e )u treten, iff gerinn weit blöber. ©o 
rcie unbunferQBoljlffttnöju einer ©cbrcnc&e 
gebilbet, Die nur für unb fd)6ti lägt, fo fcfjmecf« 
te uieleb bem ©efdjmacf ber ©riechen, rcab 
unb ju firttf iff- «Seine ©cbäferlcibenfcbaft 
Meibt immer mehr fc&leic&enbe Steigung: bie 
treibe, järtlicbe Siebe, ju brücfen, ;u bergen, 
ju tuffen j hieb iff bie garbe, bie man über» 
an Hebt. Sfmontaö, ein ©cbäfcr, ber lieh 
beb ©aumb erbarmte, lägt unb, rcie Drfllll 
ler * fagt, fd)licjjen „ »ab rcirb Hiebt ein 
„grbgerer ©orfatt bei ihm roiirfen ? „ fo 
fcl)ftcffcn, glaube ich, fann matt im ©efäiter 
oft; aber eb fcljctl ? — fetten! 


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1 


!)eofrit fcfeilbert Heinere menfcjfficbe ©e» 
fcflfct)aften, nicht „rcie fee ber ©eltroeifc in 
„ber Oetonomif ‘’DiOl’ellifdj betrachtet **„ 
fonbern rcie er fie alb Sichter »cm feiner Jcit 
abffrabiren fonnte, um ftnnlich ju reijfli unb 
ju uberrebeit. ©eine ©ictlichfeit iff alfo 
au* niebtb minber alb SOtoratifd), fonbern 

mag $0ltV 


* f. feinen Äatteajc. 

« f, Sitter.. S&r, im angef. Sbci!. 




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362 

t>iefeit ffcirte« ©efeflfcjwftett fofem 
• Mtgemcflett, hamit (Je reifen mtb üUiöirm. 
©a« gon$e golbene ©eltalter, in roelcbcS bie 
Schwerer bie alten ©cbdferfeajen, i(l alfo ei¬ 
ne febone griffe: Die ©riecfnfd;cn 3bpflen* 
biebter wifleu seit einer boflfommen golbnert 
peit nur im fefigen0i;|tUttt ber ©öfter, unb 
in ber 3wnb ber ©elf# wo bit gelben leb* 
(eit: ba fc|?i3pfcen bie gorobanten aut? ©ilef>* 
(Iromett ihre 25egeifterung; ober 3$eolrit$ 

' ©ebdfer fcjjSpfeu ftare£ ©affer: ja aueb ba 
nicht einmal waren bic £)dben ben feligen 
©Ottern gleich: unb SheofvitäScbdferfbUfeit 

eöfepn? 3ft Süctmabure, iflSöattuä, iff 

tyOl\)P§m, i|i ber amte Jifdjer, beim in 
bem glucflicben, reijenben Filter, wie maitba$ 
golbne mahlt ? 5lber wa$ gewinnt ^l)COErit 
babei? gr fatrn wirtliche @itteu fchilbern* 
©a er fein ©enrnlbe au$ bem £eben portrd* 
tute, unb bi$ auf einen' gewiffen ©rab et1)6» 

bete: fo tonnte er auch £cben tu baffelbe 

^ 1 

bringen. ■ ' ‘ \ 

Slber ©efner mtb bie Steuern? ©ir, bie 

»ott biefem gcitaftcr ber Sßaturfo weit en U 

. fernt 









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4 , ' ' f Xr 





' 363 

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BM — . ■* 

f mt flnb, ■ t>afj wir fafi niemals Ibafjrc 
mcnfcfyltefyc ©itten, fonbcrn ^oliUfcf)e 
benÄUt erblicfen ^ muffen entmeber einem 

ganj abgejogencn 3beai folgen, ober wenn 

mir unfre BebeuSart verfeinern wollen, Sftlig 
feit malen, legte t|)at gontenefle j er, 
ber in feiner Nation nichts erbliche, nicht# 
anber^ erblicfen wollte, unb enblicf? felbfli aii 
alten ©erdfern nit|>t$anber$ crblitfen fonnte, 
fd)ilberte, m$ er fabe unb fefren wollte: ©c* 

it>o$h$etten unb Umgang unb Slrtigfcit 

unb jpefmanieven, bie enblich einem granjo* 
fen gefallen föuneu, aber einem ©riechen 
verächtlich unb efell;aft fepn muffen. ©e£v 
ncr, ber von ben ©riechen feine 9ßei#eit er* 
lernt hat unb feiner Seit fie beguemte, nahm 

fleö atfo ein getpiffeS Sbeal, 

unb m$ verliert er babei? — 


« *- 


* 


©rjHicf) bie 33cpiromt$dt ber pargfe 

tere. ©eine 0cl;afer finb alle tmfc&ulbig, 
nicht weil bie Unfcfmlb auS ihrer 25itbimg 
folgt: fonbern weil fife im ©taube ber tln* 
ftbulb leben: lauter ©c&dferlarveu, feiuc 
©efichter: Schäfer, nicht $toif$en. ©tatt 
#’ 21a 4 i» 


* l 



4 




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3 6 4 - 

in ftanDcln, bcffiafttgen fie ftch, fin'gen unb 
fuffcn, ttintm unb pffonjep ©arten, 
©opinn ifi ©e§neu glucfticber, a(6 in bie* 

fen $itd)mnnt> Sanbfcfjaftefrtafen, m 

er bie Statur oft alä eine Dipmphe an ihrem 

Siuchtfcbleper unoermuthet erbafcht. ©cg* 
Her iftbietinn noej? bortreffidj)/ unb mifcjjt 
tiefe gchilöertingen nur ein; aber wenn 
feine ütaepfofger @d)tlbcrmi* 

gen jurn öftuptnoerf, * $u ihrem ganzen ©e« 

fchftfte wachen ; fo weicht lk$ ia gan$ oott 
ten 5Hten ab. ©ie waten baß, tporiun ih¬ 
nen ter SDtaler t$ $Uüor thun fann, nur fetten, 
nur aii ein Sieb emo er f, nur fur$: wenn aber 
%$Xtitmbau<S)$ Sütifche ©ebafergebiebte 

nichts ali muten: fo — (innen fie blog 
tnreh bie Stunfi beß fP?ater£ feba^bar werben, 
«nb ^ oblagt bie feht — fo ifi alle# verloren» 

©ie ^anntc^faltigfek teibet bei tiefem 
3beat noch mehr. Sticht «on innen au$ ber 
©eete, fonberit meidend nach llmfianben wirb 
fie bejiimmt. ©eßnerä 3bpllen finb oft at* 

ler? 


* f. 3üfc ©cbäferfieK 











lerliebjle ©cbafertdnbeleien, biet über eitt 
fliegenbeSSlofeublatt, tott über einen $erbro* 

ebenen £wg, hier über einen Saum, fcort 
über tm$ ©ebnabefa ber Sauben; hier rebet 
ter üttenattaS, hier ber ©obn iKyrtil! 
über ft inen foblummevnben SSater; b 1 ^ ber 
neunzigjährige ftaldmim: 1)kv ber giebbaber, 
bort bie ©cb^ne; immer aber fcerfdbe ©ebds 
fer- nur in einer anbevn Situation. 

r -• TV * ■ 




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©o ©e§ner gegen ^fjeoEnt fetm. 

34) weiß nicht, cb icb mit SRamtnler fa* 
gen fann r „ er tat im roabren ©eift beg 
„ $$epftit$ gebiebtet. fSRan ftnbet l>ier glcü 

„ (l)C ©ujjigfeit, gleid)C9iniucte, gleiche litt» 
„ febutb in @itten.„ Sic Snßigfeit beg ©ries 
4)cn ift noej) ein fiarer ©affertranf auä bem 
(pictifct’cn O.uefl ber5D?ufen; ber Sranf beg 
Seutfcbcn ift üerjucfecL 3ene« 9?ai»ctc 
iji eine Jocbter ber einfältigen Statur; bie 
«Rametc im ©cfjllCC ift »oh ber 3bealifcben 


Snnft geboren; jeneö llnfcbutb rebet ( in 0its 
teil beg geitnftevö; bie Unfcbulb be$ lejfcit 
erfrreett ßd) big auf bie ©efinnungen, 9Jei« 

gungen, «nb SBorte, Sut'j! ^CDh’it matt 

9i n 5 Sctfcfii* 


















£eit>enfd)affcn unb Srnpfinötingen «acE» 
einet bcrfdjoitertctt ‘Di atu r: ©cgn« £m# 
pftnbungen nnb Q3«fd)<tfMgtingcn nach et# 
net» gmtjberfcljencrfen 3öeal: 3^atitf# 

feenen fann tc!> noc& bajtt fejjen; nur £ci# 
bcnfcl)(lftcn ? nidjt fo feiert. 2Bo er fte 

fcfjiibern muß j. ®. in feinem Jobe Sfbcftf, 
unb iit feinem ®flip£tuS ntißrat&en fte off: 
Sß*l JU fromm: Catn ju übertrieben, unb 


bimmlifcj) unb für bag Sfeicf) ber ^g)cbe jtt 
irrbifcf). ©eine ©cijäferfpieie — man fu&« 
re fte auf: unb man reirb 




man (efe (te, trab t$ fiub ctyöjje.nbe puppen 
Sfbct ein ©cfjnfeifBtef mirfüd; in Sbeofrit 


3 


K^em ©eiff, ba$ muß .eben fo mo&I Xul)Ut\, 

ein ©riecßifcM ^el&enfpfelL 


34) en(jiebe biemtf mef)f$ voll 

feinen gerechte» £übfpruc&en: ici) (amt au£ 
Stammlers 33attCU> 4 mit miHigen Ringern 
bin$ufe$5en: „ ©eine ferftnbimgen fmb (im 
,,©efai() manniebfaffig: feine $(ane reget* 
„mäßig: nicbt$ i|? fc&biter «te femColorit; 
„ feine $rofe i|i fo wo&ffliugeub, baß mir bat 









* -r i 



„ S&eofritf$e!t Vcrtf nur fehr wenig vcr* 
„miffcn.,, 3# greife if>it allen Detiffcöett 
an, von ihm Weisheit im IfSan, ©cbenheit 
in ber Sluäjicrung, bi? leichfeffe ©tdrfe im 
Slu^brucf, unb bie fchone 3fachldfiigfeit ju ler* 
neu, womit er bie SRatur malet, 

4 * 

5lber S&eofrit fatttt er unf? ttid&t fept?. 
3m ©ciftber 3bpBeit muff er nicht unfer 
&hrer, unfer Original unb noch weniger jufe 
fer emjigeff Original fehlt! Unb ba^auibrei 
(Srimben: §ucrff würben babureb b(o£? tU’ttie 
tl’DCfnc 3Racbabmimgen erzeugt, an ffatt baff 
aui JffeoMt noch neben ihm .OriginalegebiU 
bet werben f Snnen, bie eine neue unb eigenrhtmu 
liebe 5lvt ber Verfeinerung nach bem ©e? 
febmaef unfrer Seit haben fonneit, wenn fic 
ßimtü finb* ©ie $?atur, ber ^jjeofrtl 
naher iff, fann a\$ eine Butter mit viele« 
Srüffen, noch o^cle ©eiffer trdnfen, unb wer 
trinft nicht lieber auff ber Quelle, al$ ei? 
item Sach? 

i 1 •--> ** i*. ,. 

* ' % i , • 

S^eiten^: waS eilt ©enie bitbet, iff 
»ormalicher im S^eofrit: ^cibcnfc&dft, unb 

€mpfinöung; m$ un$ ©offner ^igett 

* l! ! ■ ■ fault/ 






% 


. * 









368 ■- ■ "■ ■■ = 

farm, if! tnc^r Sunfi unb Reinheit: ©ebif* 
berung unb ©pracfce. SJbrnen toir nun blo$ 
bem filtern nach, fo etttflehet ein pcior pro- 
genies von SanbbicÖtern, bie etpig fc&tfeertt 
imb langweilig fcbtoa|*en: wie ©efttCV vie¬ 
le folc^c fcjjon heworgebraebt. 

* « ■ j 

©rittetu»: Sa imfere Samte mehr bn$ 
Stenten, all? 33cobad)fcn iff: fo perfaumen 
wir bet bet* Wogen 9?at&ahnmng bet* Steuern 
frhr leicht ba3 legte, unb vertiefen ttnä in 
3bealtfcbc Jraume, fiatt wie ber ©riecbifdje 

wirtliche 9F?aturbitber $u ßubimu 3 11 
fthwacb aiöbctm, bi\ß biScbfie $u erfliegen, 
unb gufricbett, wenn mir fiatt eine$ ©riecDU 
feben ©efuljfö lieber Srangäfifchen letzten 
©cfcf)ntacf haben; bringen mir $?i£ge* 
bürten gur ©elf, bie au£fcf)Voeifenb auf ber 
einen, unb ofme Üjnterefjje auf ber anberit 
©eirefinb: unbefiimmte gftitfelartett gwifchen 
©ngeln unb fmnfic&eti ©efebipfen* 9lber be* 
So mehr Siebhaber fmben fie oft: weil ein 

frommet* liebet* Scfcr, unb m tittmfet 

feuriger 3ungling fie beibe umarmen, ob fie 
gleich ber Senner verwirft. 

©nb* . 


* 






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- 369 

(Snblicb fcbreibt ©efjncr *wav, gegen ei* 

ttett 3It(;enietifcr S)ovifd), «bei: gegen anbe* 
re ®$wet$er, wie $#eoErtt gegen ^Mn&at: 
er i|l ein ©obu berfelben 0rajie, bie ben 
2£;eefrit (albete, 1111 b fann fiel) in ©jcutfcbfatib 
baggpb geben, wa3 ficb bev befebeibene Xbeo* 
frit gab: icj) habe mich nie frember ff?ufcit 
behieltet! * .' 


W l 


6* 

'Jllcipfiron unb ©erjlenberg* 


p / 


3toifcfeen Sücipljron unb ©erflcnberg 44 

fann icb fagen: fiebe! \)kx i(I mehr, M 

, ©eine Xäitbcleien finb artige 


e > 



©piele betriebe: biefe*> febon wie ein fuß, 
jettet? wie ein buftenber 25lumenflr au£: ein 
anbret?, wicba3 fcbatfbofte£dcbefneine6?)?db* 
cbeittf: bie£, wie ein freunbfebaftlieber J&dnbe? 
bruef; jeneg, wie ein füffer ©ebauber bei ber 
Sbrdne eineg anbern: fie fcbwimmeti auf bem 
Stteere bet? S©o|>IIawt^ 38ir wellen biete 

©ebiebfe 








Sitter, $3r, £b* 2 , p, aal, 




■ 


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y 9* 















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370 - —-! 

©cbicfefe bet ©ra$ie meinen, mie OrphenS 
fein 59ffe£ äviutufjtx ; unb ihm bie Obe be$ 

jueignen, bie er bem 2ffoptd)U6 
fang, einem jungen olpmpifeben 6anacr, 
ber mit ben ©hnritinnen am filbernen Cc* 
p^ett^ geboren mar. 


7 * /;■ : 

©app£o unb .fötrfchin* 

^ie 2)?ufe mifl, bag id) mit einer SMdjjfe* 
rin befchfiegcn fofl, bie fiep oft unb manch* 
mal am unreifen Ort ben tarnen @appfj& 
gibt. 3cb mürbe biefen grauenjimmereinfatt . 
nicht $ur männlichen 3Bahrbeit machen: menn 
li cht bie Bejlimmthetf, mit ber fie auf ffc& 
$cigt, e$ oerriethe; einige ihrer Verehrer 
paben oieHeicht ihre ©efcheibenheit in biefen 

fugen Srmim gemieget. 

• . . . - • 

flöenn man bie ©ebichte ber 3Wab. «Svdr^ 
fd)in auch nur al$©emd(be ber®inhilbung$s 
fraft betrachtet: fo haben fie megen ihrer nie* 
fen Originalen 3uge mehr SSerbienfJ «m bie 

gwe* 













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(ürweefung £}encfcf;er @enie$, a\$ riefe Dben 

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nacf) regelmäßigem 6d)mft; id) tulU ihr 
auch fo gar mehr einraumen, al$ ihr bk £it* 
teraturbriefe ge|Tatfen; * ifcm ohngeachret 
aber famt id) hoch fragen: ififte ©appho? 

fßadb bcn jroei Fragmenten, bie un3 non 
fcer ©riec&fn übrig gerieben, mürbe ich ihren 
^harafter ohngefa&r befti mmen: „ 'eine ©ans 
*,gerin, bk in berSftlOtbntfng ihrer ©efange, 
*,ihrer $3ilber utib SCßoitc; in ber jartCt\ 

3 , @ltlf y Me afle3 fortfc&mifjt iml? in einer fot* 

«nen bet* ^o^Iflingcnbjlen 2(us* 

„bruifc eine $ehnfe fWufe geworben.» 



©oflte auch in ber Sfnorbmmg ihrer 
©efauge £)tont)fia$ aus ^aliEarnaffu^ 

mehr gefimben haben, afö fte hincingetegf: 
fo ftttb hoch bie Äarfcbifcben ©ebiebfe bamit 

nicht &u Dergleichen, bic of)ue TiMan im 
©anjen, oIjnc ßefonomie ber Silber, oh* 
ne ütannfmß be£ £l>rifd>cn gerieben, Mir- 
geworfene (Geburten einer rei^n bichteriftpen 
©inbilbungöfraft fmb. 


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. * Witter, SBe, Xb, 17 * h 


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372 ■ —- 

95on bem fanften 0app^ifcI)Cll geuer ift 
£oiiflin, Safttl! imb «He i&re grflärer, nur 
nicht bet böfe ^(1011, burchbrungeti gerec; 
feit; tmbSoitgttl, bergrhalter biefeg Stücfg, 

bat ba# Äunftffücf beg S&aumgattcng »or* 

trcflictj gereut!, feine Siegeln com hoben ®m= 
pfinbungsootlen in fein ©eifpiel felbff ein}«» 
weben; allein bic ©eutfc&e 6appho, in ihrem 
geiler mehr reilb alg fanft, mehr frurmifdj 
<i(g fcpmeljenb, börfte eher in ihren 'Berten 
Slnbrogpne fepn, alg eine {örtliche greunbin 
her SEemig, reic bic ©riechin rear. 

gnblich bie Bäht ihreg Bohltfatßeg hat 
ben ^)0faj {um Slachfolger erroeeft, aber 
»eit hinter (ich getanen: »erben aber reol>t 
©eutfehe ^ornic unfve £arfd)in jum $?u= 
fler nehmen reoflen ? ©brffe bie ©riechifehe 

€nppho nicht {u ihr fuge»/ »ag fie noch ei= 
nem ihrer gragmente ihrem Stäbchen fagt: 
„ Sh ha|! ja nie Stofen gepflüctt, auf ben 
„ ipierifchen Sergen, reo bie Stufen unb ©ra= 
„}ien reohnen.,, 

geh »mifche trnfrer ©iebterin ittbeffen 
ni4)rö fo fehr, alg nicht bag ©egenbilb bet 

? V - ‘ ", Sappho 







1 


I 



©appbo $u fepn, in 9inorbnung, geuer unb 
©eblffang; wie d beina&c jejf i)I: nnb 
nichts tounfc&e icb i(wen ©ebicjjfett mittbe^, 
üU ba$ ©cbicffal, bat? bie ©appbifd&en fyaU 
ten: (te gieugen unter, ober gerief&en unter 
bie unerbittliche aSerfiümmefung SSritifcf)er 
Kipper unb ©ipper; wie (eicht Bunten ft# 
Äunffriebter bet? lebten beiben $arfcbtftben©e- 
^tdbrett anmaßen, wenn d bie 2$erfajferiit 
ni#t felbft f(mn will? 


©ie mag d aber gef ommen fep, baß @ap* 
pfjo unterging? ®u wirft mefleicbt fagett: 
wer fann wiber ©oft uitb fRonogrob ? 9iflein! 
ein $un|Iricj)ter, ber t>ermutblicb,Dffen6a5 
rung gehabt, wirb bir biefen 3rrtbum beneb* 
men: * „ftorinna unb ©apppo, bie unmaf* 
„ftg unb auggefaffen waren, mufien bafur 
„bögen: ibre aSevfe gingen unter, unb ihr 
„Sßame btteb jwar, bocb mit bem fcbanbba* 
„ren «Ra#f fange, baß fte uerbuhife ©trnett 
„gewefen*,, 

,-jvjr;. . •' ©0 

* bitter. S5r. 2b* ^ P* 7 $♦ . 

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• ! ■( ' ' 256 


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374 -- 

0o wenig i<t> micf) bavübct eintaffen reift, 
reanirn fafl (eilte ©i iec&ifc&c Oben 511 unö ge. 
femmen: fo wenig wirb bet 2$erfaffer biefel 
Urtffeill eilte afpotegie uiitet felgenbem Sitef 
fepreiben: 

„ 33 ertt>eibigungbel gerechten 2(&tO ba 
,$C , bal bic ©ricc&ifc&en «Pfaffen an ben 

„fepaubbaren Siebelliebern bei ^Jletian# 

„bcri, ©ipjjtfai, SlpoHoböci, 

.,monl, StUriS, bet ©appfjo, 2\©tin * 

„n«, SinafbCOnl (beit man aber aul©na> 
„be noeb werfet) ernte, recif erroeife gelebt bat. 

„te,) JStttncrniul, 33ionl, Sifcntannl, 
„Slicauö «. f. re. peilfam tmb gottfclig 
„oerübet, reeif bie mciffen üon if>n en un= 
„«tägig «nb aulgelaffen gelebt, unb bet» 
„fcbänblicjjeti giacpflang gefaffen, bag fit 
„oetbublt gereefen ; reegegen man aber 
„bie ©ebiepte bei gottfetigen •SftajtCUl* 

„ jenul cfreifftiep unb rooplbebäcptig einge= 
„fuhrt.,, 

** • - 

Jpat her Serfaffer baju Suff, fo reirb er biel 

äterfabren noep mit vielen Seifpicten reeptfer. 

eigen (Innen: 

• 1 ) 2Bie 


9 


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375 



njefen, ber alle fci>war$e ©tatuen jet* 
fcplug, weil fie ®erfe U$ leibigctt 
2 eufeW waren. 


2 ) 3(u$ roeldS) fceilfamen SlbffcJjten bte (Bo* 
tljen au$ Mom bie £eibnifcpen 83ucbeip 
tuegfcpleppten* 

5 ) SBeldf) einen butibigen iwetfjirnicfnett 
Q$crnunft(l 1 )tug jener Äalippe öttiar 
machte, Da er bie QKernnbvinifcpe 25U 
btict|>ef in 2 ?ranb flecfen lieg: enfwc* 
ber fnglf bu, was hn $om\ fic&t, 

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über 


4 ) Unb welche feine intb genaue 2lu$wat;l 
bcr Pfarrer ju SKflttdja mit bem &ar* 
hier SftiElaS anjleöte, el;e bic £gu& 



beten: ob Stbitlä wegen feiner vielen 
aberglaubifcpen ©efcptcpte meiftctiS im« 
fergegangen, ba&ingegen bie ^H’fopeia 





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1 




















QSitgil qcfammkt batte ? ob ber fronte 
me ^rcfd)0 mehr ©emalt gegen bie 
Jett baben wirb, aU bie fcbanbbarei» 
<Di4)ter, bie patt Siebe unb ©ein fin¬ 
gen ? 

i 

Jfcb wunfcbe in ber $b<rt f au$ Siebe $u beit 
gitteraturbriefen, bafi tiefe unb einige anbre 
£i;pocbonbrifcbe@irtfafle morgen aug meinem 
©remptar oerfebwunben mären. £at ß# 
niebt bev Äunßricbter erinnert, tag man ber 
febanbbaren 6a|>pl;o |U ©b*en, 2 D?ün$eti ge¬ 
fangen? ' ' • 


3 cb febtiefie meine ^aratlde: 7 (Statuen 
bäte kl) auf Deutfcbem ©runb unb ©oben 
gefunben, ai$ ein ebrticber ©eutfeber fie ge* 
gen bie ©rie^ifeben 2Jmifen geßeflf ; 3 Ban- 
brer! urtbeife felbß, ober febaffe fefbff mebre- 
re Silbfautcn ber, ober arbeite fefbß welche 
mii 3d> gebe fort, unb mit einem juruef« 
geworfenen giebe^blicf teufte ich: D ifyv ®eut* 
fd)c ©riechen, wenn ba$ ©cbicffal eurer ttr» 
bilber auf euch fommen fotlte: wie mel wer= 
ben eurer nach 2000 Sauren übrig fetm? 

mtt 














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fJBirb atöbenn noch ein 23off von ©eutfehe« 
Slntifen wiffen? wirb ein SRicjjfer fie atsbenn 
noch mit ben ©rieten Dergleichen ? ©arunt 
mitl mauber td>eiiben©dtba$ Urtheit »erbie* 
een, ba bie 3lacJ)mdt beffo fchatfer richten 
wirb? 


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35efd)Iufj. 

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9^adE>f4>tnft oft ben £efet\) ©ec btt gort? 
fejjung biefer parallele munfcbt; ber ermar* 
(e im dritten $beil etma3 non unfern 9Sö? 
mern , ©ngfdnbern unb graniten: unb 
nacjjbem aßc ©döuiben abgetragen fmb, mol* 
ien mir unfer eignet Kapital berechnen, unb 
fragen: mo$u mir3 anmenben f bunten. Ser 
4 te Sbeif füll tmn bcr Sfcfthettf, ©efcftidjte 
unb SBeltttteteljeif reben, menn biefe roerte 
Materie nicht ba£ Maa$ eineä ZfytiW über* 
gebt. Obgleich meine Sragmente fein ©e* 
baube, fottbern bloS Materialien ßnb: fo 

muß man hoch mich bie SJufübrung öcrfelbcil 
au uollenben fuchen* 

31n bie ©djriftlleHer, über btc ich gerc* 
bet.) Db man gleich in Oeutfchlanb noch 
immer über feine Urtbeile ba$ ©entiment beg 
^MtlbaiS fe$$t: „©er e£ magt von ©öfterit 
reben, ber tl;ue e$ mit 6brfurd;t} ben» 
„ber©eligen einen $u fabeln if! ttnßnn: „ fo 
habe ich hoch ba^ gutrauen $u benen, bießcj) 
nicpt über ber Sifteratur erbe® 

be» 


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[ * " L t Z ' 

;.it wollen; ftc weiten aucft ein freie# Ur¬ 
teil auf feem kaufte über fleh nicht ungern 
fehcn* 3# frö« mit iem aic{nfle$ im $o* 
mer: „mir jmfren Mc Srojaner nichts ge- 
„tban; nie mein 2Sieh nxggetriebcn, nie auf 
„t)em fetten unb volfreichen meine 

„grüßte befcbdbigt; beim viel fcjjatticötc 
„©erge finbatvifc&en m# f unb baö wieberfebafs 
„tenbe Stteer. „ ©er gan$e ?lan meines 
grogmente äeigt, bog ich Mcö von bat £>aupt* 
gejiirnen unfrer neuern £itterotur rebett rootf* 
te; bie ©tevne ber 5ten ©röge mögen eben fo 
groge ©onnen fei;n; für uuä Isrbbetvohnec 

ober nic^t- , • 

* *• s ; ^ # 4 

... *' \ t * ' * M ' ; • 

3 fn bie SvUU jkid)^) ©arf ein SJetfaf* 
fer felbfi ben ©efiebtspunft ongeben, ou^bem 
er betrachtet fern will * fo bin ich jufrieben $ 
wenn ich bag ©enie unfrer ©pratbe, ihren 
guflonb, bie gebier unb Schönheiten unfrer 
©ebriftffeder, unb bie Mittel, von einem* 
ber p lernen gezeigt; wenn id) $ur Ädmttmg 
unb SJtacbbilbung ber ©riechen emgemuntert; 
wenn ich bie ©rdnjen ber Sttorgenlanbifcbeit 
Stochahmung bejlimmt, unb für ©ebriftfiet- 

(er. 












(er, Befer unb SStinfTricbfer nur etroa$ tw$= 
lieb geroefen bin. Streifend! Sarf ein 33 erfaf= 
fer bie Äunflricbfer angeben / mit betten er 
(leb über feine ©durften f wie bureb ein 6f* 
fentlicb dfommerg, gern befpreeben m§ebte; fo 
toünfcbte er ficb f ohne anbern gu nabe gu tre- 
len, oorgügltcb ba£ Urteil eineg 
SJiofeö , 2lbbt, Ä( 05 j unb SRamfees, in 

ber allgemeinen unb 9 ?euen 55 iM. in beit 
Adis litterar. unb ©fifting* 3 c *fungen, ober 
anbtrstoc.